Das Fundament der Ewigkeit (Buch)

Historischer Roman

Ken Follett

Übersetzung: Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher

Buch
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Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die... (weiter)

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Details
AutorIn Ken Follett
Übersetzung Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher
Edition 2. Aufl.
Seiten 1161
EAN 9783785726006
Sprache deutsch
erschienen bei Lübbe
Erscheinungsdatum 12.09.2017
Ursprungstitel A Column of Fire
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 24 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  12 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  12 Bewertungen

5 Sterne
( 6 )
4 Sterne
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3 Sterne
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1 Stern

Ein echter Ken Follett
»Was liest Du?«-Rezension von Darkberry, am 14.01.2018

Meine Meinung:
Kurz Vorweg: Wer die ersten Beiden Romane der Reihe nicht gelesen hat, kann dieses Buch trotzdem lesen, denn man braucht eigentlich kein Hintergrundwissen zu den ersten beiden Büchern um dieses Buch ruhigen Gewissens lesen zu können. Zumal es sich hier sowieso um andere Protagonisten handelt.

Spontan würde ich sagen: Dieses Buch ist ein echter Ken Follet. Ich mag seinen Schreibstil unglaublich gerne und habe bei ihm immer das Gefühl sehr nah am geschehen zu sein. Da er selbst sehr genau recherchiert um auch möchglichst genau angaben zur damaligen Zeit machen zu können tut sein übriges und man merkt dies auch. 

Die Protagonisten im Buch waren sehr unterschiedlich, wir haben mehrere Handlungsstränge die allesamt interessant waren. Am besten fand ich hier den jungen Ned, der unglaublich verliebt in Margery ist (was ich übrigens lustig fand denn Ned und Marge haben mich immer an die Simpsons erinnert). 
Aber ach Prinzessin bzw. Königin Elizabeth fand ich grandios gestaltet. Der Einblick in den Adel von früher fand ich wirklich interessant und auch die Machenschaften, die sich im Hintergrund abspielen haben mich erstaunt. 

Hier merkt man aber leider auch wieder das typische für den Autor. Denn bei ihm gibt es entweder grundauf gute oder grundauf böse Menschen. Es gibt niemanden der in einer grauzone ist und das fehlt mir manchmal schon etwas. Man weiß bei den Personen direkt ob sie gut oder böse sind - Punkt. 
Das es bei dieser Seitenanzahl im Buch ab und zu längen gibt, muss ich glaube ich nicht groß ansprechen, ich denke das lässt sich nicht vermeiden. Dennoch waren es weit weniger als ich erwartet hatte. 

Ich muss sagen, mir hat das Buch gut gefallen, aber ob es diesen hohen Preis dann wirklich wert ist muss jeder für sich selbst entscheiden.

Autor
Ken Follett, Autor von über zwanzig Bestsellern, wird oft als „geborener“ Erzähler gefeiert. Betrachtet man jedoch seine Lebensgeschichte, so erscheint es zutreffender zu sagen, er wurde dazu „geformt“. 
Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Nicht genug, dass Spielsachen im Großbritannien der Nachkriegsjahre echte Mangelware waren – die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren Kindern zudem weder Fernsehen noch Kinobesuche und verboten ihnen sogar, Radio zu hören. Dem jungen Ken blieben zur Unterhaltung nur die unzähligen Geschichten, die ihm seine Mutter erzählte – und die Abenteuer, die er sich in seiner eigenen Vorstellungswelt schuf. Schon früh lernte er lesen; er war ganz versessen auf Bücher, und nirgendwo ging er so gern hin wie in die öffentliche Bibliothek.

Einzelbewertungen
Schreibstil 5/5
Charaktere 5/5
Spannung 3/5
Ende 4/5
Cover 4/5

Fazit
Mir hat das Buch gut gefallen und ich habe mich sehr gefreut wieder etwas aus dem "Follett-Universum" lesen zu können.

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Schnell wieder vergessen
»Was liest Du?«-Rezension von kornmuhme, am 07.01.2018

~~Inhalt und Meinung:

Eine isoliete Inhaltsbeschreibung erscheint mir bei diesem monumentalen Werk nicht sinnvoll, da die Figuren und die Schauplätze, an denen sie agieren, sie zahlreich sind. Ich denke, aus meiner Rezension insgesamt wird ersichtlich, worum es sich handelt.

Der Leser taucht diesmal in die Epoche der Konfessionskriege des 16. Jahrhunderts ein: Katholizismus gegen Protestantismus. Martin Luther hat mit der von ihm angestoßenen Reformationsbewegung einen religiösen Flächenbrand erzeugt und die verschiedenen Konfessionen spalten nun Länder, Städte, Dörfer, Familien. Es ist eine bewegte, gewalttätige Zeit, in der Menschen wegen ihres Glaubens hingerichtet werden. Politische, gesellschaftliche und religiöse Stabilität gibt es nur noch punktuell.

In dieser Zeit begleiten wir verschiedene Charaktere über mehrere Jahrzehnte in unterschiedlichen Ländern: Da ist Ned Willard in Kingsbridge bzw. London, der seine Jugendliebe ziehen lassen muss und durch widrige Umstände in die Dienste der neuen englischen Königin Elisabeths gelangt - zu einem ihrer obersten Spione. Ein weiterer Erzählstrang wird in Frankreich mit Silvie (Schreibweise unklar, da ich das Hörbuch hatte) eröffnet, die als überzeugte Protestantin nur im Geheimen ihren Glauben leben darf und an einer Art protestantischer Untergrundbewegung teilnimmt.

Doch bevor ich ins Plaudern gerate, komme ich lieber zu den Dingen, die mir gut gefallen haben bzw. die ich unterirdisch fand.

Positiv ist nach wie vor Folletts Schreibstil: Liest bzw. hört sich wie ein Messer, das durch weiche Butter geht. Das Kopfkino springt sofort an, ich war sofort wieder in Kingsbridge, lebte, liebt und litt mit den Charakteren. Die erste Hälfte des Romans hat mir aufgrund seiner persönlichen Schicksale und somit der lebendig gewordenen Historie richtig gut gefallen, 5 Sterne dafür!

Doch ab etwa der Hälfte kippte das Ganze und ich konnte mich nur schwer zum Weiterhören bewegen. Das lag vor allem daran, dass sich das Verhältnis von Figuren und Historie komplett umkehrt. Jetzt war es so, dass die Figuren nur noch bloße Träger für geschichtliche Ereigisse waren, ich spürte regelrecht, wie Follett sich nach und nach historische Ereignisse vornahm, um sie abzuarbeiten, und dafür brauchte er halt seine Figuren, wie Pappkameraden. Einige Figuren wurden allein zu diesem Zweck eingeführt, so bspw. Ibrima und Alison, die keinerlei eigenes Profil besitzen, weil sie nur dafür gebraucht werden, um gewissen Handlungen für den Leser zu transportieren. Sehr, sehr unschön!!

Auch stört es mich, dass sich Figuren stets genauestens daran erinnern, wen sie vor 15 Jahren oder so getroffen haben und was bei diesen Begegnungen genau passiert ist. Auch das ein Kniff des Autors, der allzu leicht zu durchschauen ist und einfach nur nervt, weil es unrealistisch ist.

Leider ist die Schwarz-Weiß-Zeichnung auch in diesem Follett wieder recht stark. Wenn jemand von etwas überzeugt ist, ist er entweder ein totaler Fanatiker, voller Hass und/oder Machtstreben (z.B. Pierre Oumont, Rollo, der Klerus), oder ein Liberaler, der nur so vor Toleranz und Solidartät überschäumt (Ned, Silvie). Aber dieses Problem wird der Autor in diesem Leben wohl nicht mehr angehen.

So erlebt der Leser etwa 60 Jahre dieses sehr interessanten Zeitalters durch die Augen unterschiedlichster Figuren mit. Eigentlich ein spannendes Unterfangen, wenn da nicht die deutlichen Schwächen des Romans wären. Er wird mir nicht lange im Gedächtnis bleiben ...

Daher leider von mir nur

3 von 5 Sternen

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Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen - koste es, was es wolle. Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...