Als wir fast mutig waren

Als wir fast mutig waren (Buch)

Jen White

Übersetzung: Sylke Hachmeister

Buch
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Stell dir vor, du bist zwölf Jahre alt und wirst von deinem Vater nach einem Streit an einer Tankstelle zurückgelassen, mitten in der Wüste von Arizona. Es ist mörderisch heiß, du hast Durst und eine... (weiter)

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Details
AutorIn Jen White
Übersetzung Sylke Hachmeister
Seiten 317
EAN 9783551556806
Sprache deutsch
erschienen bei Carlsen Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 28.07.2017
Ursprungstitel Survival Strategies For The Almost Brave
Altersfreigabe ab 12 Jahren
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 11 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.8 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.5 |  5 Bewertungen

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Ein emotionsgelandenes und sehr berührendes Buch! Klare Leseempfehlung!!!
»Was liest Du?«-Rezension von Samy86, am 19.08.2017

Inhalt:

Liberty und ihre kleine Schwester sind komplett in der Wüste von Arizona auf sich allein gestellt, denn nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater, lies er die Beiden allein an einer Tankstelle Mitten im Nirgendwo zurück. 

Doch wo sollen sie hin und an wen können sie sich wenden? 

Zu Hause wartet niemand, zumindest Niemand an den sie sich auf die Schnelle wenden können, denn ihre Mutter ist erst kürzlich verstorben und die einzige Bezugsperson ist ein Fremder…

Das Einzige was Liberty Mut gibt durchzuhalten ist ihre kleine Schwester Billie, die sie in dieser misslichen Situation mehr brauch den je und ihr Notizbuch!

Meine Meinung:

Der Klapptext hatte allein schon mit seinem ersten Satz meine Aufmerksamkeit erweckt! 

„Stell dir vor, du bist zwölf Jahre alt und wirst von deinem Vater nach einem Streit an einer Tankstelle zurückgelassen, mitten in der Wüste von Arizona.“ @Auszug Klapptext Carlsen Verlag

Und ich muss gestehen, NEIN, ich kann mir es nicht vorstellen und will es mir eigentlich nicht vorstellen. Dennoch wollte ich erfahren, ob Liberty gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Billie den Weg aus der glühenden roten Hölle geschafft haben.

Das Buch hat nicht nur mein Herz zutiefst berührt, sondern auch in gewissen Maßen mich total zerrüttet durch die Seiten huschen lassen. Immer wieder kam mir der Gedanke, wie herzlos ein Mensch und in diesem Falle der eigene Vater sein kann, und seine zwei kleinen hilflosen Mädchen einfach an einer Tankstelle aussetzen zu können. Gibt es sowas wirklich? Leider kann ich mir gut vorstellen, dass solche Szenarien wirklich vorkommen und dies ist wirklich sehr traurig.

Jen White hat die Geschichte der beiden Mädchen absolut authentisch, berührend, schier herzzerreißend und fesselnd herübergebracht. Ich konnte nicht anders als mitzufiebern, zu bangen und zu hoffen. 

Liberty ist mit ihren 12 Jahren richtig taff und wirkt sehr frühreif, aber dazu bleibt zu sagen, dass sie diesen „Tick“ von ihrer Mutter schon früh eingebleut bekommen hat. Sie ist die Ältere, die Stärkere und in einer Notsituation ist sie diejenige, die dafür sorgen muss, dass ihnen nichts passiert. Ihre Mutter hat gewiss nie damit gerechnet, dass solch eine Notsituation je eintreffen wird und ich finde, dass es Liberty in dieser Situation hilft zurecht zu kommen. Dennoch wirkt sie gerade auf Grund dessen sehr erwachsen, fast zu erwachsen für ihr Alter, denn sie sollte solch eine Bürde gar nicht erst tragen müssen.

Billie ist so liebenswert und hinter ihrer sehr kindlichen und unsicheren Art verbirgt sich doch eine kleine aufgeweckte und taffe Persönlichkeit.

Ich hab mich auf Anhieb in die Beiden verliebt und hätte sie ohne zu zögern aufgenommen bzw. Unter meinen persönlichen Schutz gestellt!

Der Schreibstil der Autorin sehr sehr feinfühlig und leichtfüßig. Trotz der schweren Thematik, die sie in diesem Buch verarbeitet, hat sie etwas fesselndes, flüssiges und angenehmes mit im Gepäck, was das voranschreiten sehr flüssig werden lässt.

Und wenn ich gerade auf die Thematik zu sprechen komme, ich finde, dass Jen White ein sehr wichtiges Thema in ihrem Buch verarbeitet, mit dem viele Kinder und Jugendliche täglich konfrontiert werden, ihr Leben trotzdem meistern und mit dem was dieses ihnen bietet zurechtkommen müssen. Es ist sehr wichtig, dass sie gerade bei dieser Thematik die Realität und auch Dramatik nicht verschleiert und beschönigt, sondern mit knallharten Fakten arbeitet, die dieses Buch und seine Thematik geradezu lesenswert machen!

Fazit:

Dieses Buch hat mich auf vielerlei Ebenen abgeholt hat! Es beinhaltet ein so wichtige Thematik, die von Autorin Jen White mit allen Facetten des Lebens, auf dramatische, bewegende und sehr gefühlvolle Weise beschrieben wurde, dass man nicht anders kann als es zu lesen, zu fühlen und sich darüber am Ende den Kopf zerbrechen kann. 

Eine glasklare und absolute Leseempfehlung!!!!

 

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Sei mutig, wenn du kannst!
»Was liest Du?«-Rezension von Booknaerrisch, am 04.08.2017


Zitate:

"Ich versuchte meine Angst zu verbergen und uns beide davon zu überzeugen, dass er wirklich wiederkommen würde." Seite 8

"Ich wusste nicht, dass Mom schon immer ihre ewige Ruhe im Ozean finden wollte. Ich dachte, sie wollte immer bei uns bleiben." Seite 19

"Dornen stachen in meine Beine und Steinchen steckten in meinen Handflächen, aber ich achtete nicht darauf. Wenn man überleben will, muss man Schmerzen aushalten." Seite 48


Meinung:

Ein unfassbares Szenario, und dennoch bestimmt schon einmal so geschehen…
Die 12- und 8-jährigen Schwestern Liberty und Billie werden von ihrem Vater mitten im Nichts an einer Tankstelle ausgesetzt. Ohne Nahrung, Kleidung oder Wasser, sind sie nun auf ihrem langen Weg nach Hause, auf sich allein gestellt, …

Normalerweise achte ich da ja nicht so sehr darauf, aber findet ihr nicht auch, dass das Cover des Buchs einfach nur toll ist? Ich kann nichts dafür, aber meine Neugierde war beim ersten Blick sofort geweckt.
Und ehrlich gesagt, steht der Inhalt dem ersten äußeren Anschein in Nichts nach!

Der Schreibstil ist passend zu Libertys Alter gewählt. Wir begleiten sie auf ihrer Reise mit ihrer Schwester, ihren Ängsten und Überlegungen. Sie ist ein wirklich ein toller Charakter, ihr Mut und ihre Entschlossenheit sind einfach schön zu lesen.
Sie lebt in dem Moment, um ihren Heimweg zu finden und ihre Schwester zu retten und sie ÜBERlebt, indem sie immer wieder ihr Wissen über Tiere abruft und für sie wichtige Listen erstellt. Ihre Geschichte zu lesen, lässt einem einfach nur das Herz aufgehen. Denn mit ihren 12 Jahren ist sie schon so einiges gewohnt. Zum Beispiel die Verantwortung für Billie zu tragen. Ihre Mutter zog sie alleine auf, musste dadurch viel arbeiten und die Mädchen waren auf sich allein gestellt. Nun ist ihre Mutter tot und der Vater, den sie eigentlich beide nicht kennen, hätte sich um sie kümmern sollen. Tja, was daraus geworden ist, sieht man ja.

Auch macht Liberty während ihrer Reise einen schönen Wandel durch, der dem Leser viel Freude bereitet. Denn aus Angst, von ihrer Schwester getrennt zu werden, vertraut sie niemandem, und versucht stark genug für sie beide zu sein. Aber irgendwann muss sie einsehen, dass es manchmal auch einfach heißt: „Sei mutig, wenn du kannst“. Aber Vertrauen zu haben und Hilfe anzunehmen ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man Angst hat, alles zu verlieren.
Sie muss erkennen, dass es die passenden Zeiten für alles im Leben gibt. Ob Mut, Angst, Trauer oder Hoffnung, jedes einzelne davon gehört zum Erwachsen werden dazu. Die Kunst ist nur zu erkennen, wann was seine Zeit hat ;)

Ich hatte sehr viel Spaß mit Libertys und Billies bewegender Reise voller Hochs, Tiefs und Abenteuer! Eine Geschichte voller Emotionen, die mich sowohl traurig gemacht, als auch zum Schmunzeln gebracht haben. Manchmal ist Libertys kindliche Direktheit einfach nur zu süß!

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Stell dir vor, du bist zwölf Jahre alt und wirst von deinem Vater nach einem Streit an einer Tankstelle zurückgelassen, mitten in der Wüste von Arizona. Es ist mörderisch heiß, du hast Durst und eine kleine Schwester an deiner Seite, die nur Flip-Flops trägt und genauso große Sehnsucht nach eurer Mutter hat wie du. Aber immer, wenn du nicht mehr weiterweißt, holst du dein Notizbuch heraus und machst dir einen genauen Plan: Vertrau deinem Instinkt. Hör auf dein Herz. Sei mutig, wenn du kannst. - Dies ist die Geschichte von Liberty und ihrer kleinen Schwester Billie, die mehr als nur fast mutig sein mussten, auf ihrem abenteuerlichen Weg zurück nach Hause.