Das Leben drehen

Das Leben drehen (Taschenbuch)

Roman. Originalausgabe

Taschenbuch
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"Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil ... ich muss sterben." Dieser eine Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben mit einem Mal auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche... (weiter)

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Details
AutorIn Nicole Walter
Seiten 320
EAN 9783426510612
Sprache deutsch
erschienen bei Droemer Knaur
Erscheinungsdatum 06.2012
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø3.4 | 30 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.7 |  8 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.3 |  22 Bewertungen

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Ein Hut - und was darunter alles zum Vorschein kommt.
»Was liest Du?«-Rezension von Ilona Rehme, am 10.12.2016

Und unter diesem Hut Amelie. „Ich bitte sie um ihren Mann. Nicht für lange. Ich werde sterben“. Das hatte sie gesagt und für Marlene stürzt mit diesen Worten eine bislang als heil geglaubte Welt zusammen.
Marlene, Ärztin in der Onkologie, ist verheiratet mit Markus, einen erfolgreichen Fotografen. Beiden fordert der Beruf viel Zeit ab und beide gehen in ihren jeweiligen Aufgaben auf. Und plötzlich diese Erkenntnis: Markus betrügt mich, ich habe nichts bemerkt! Habe ich wirklich nichts bemerkt?

Marlenes Gefühle fahren Achterbahn. Ihr ganzes Weltbild ist aus den Fugen geraten und ihr eigenes Leben erst recht. Sie hat einige Baustellen in ihrer Vergangenheit, die sie jetzt wie ganz selbstverständlich wieder einholen, denen sie sich allerdings erstmals mit einer gewissen Bereitschaft stellt. Nach anfänglicher Hilflosigkeit ist Marlene bereit, Amelie als Patientin auf ihrer Station zu akzeptieren und will mit ihr gemeinsam um das Leben der jungen Frau kämpfen. Markus entpuppt sich als ganz offensichtlicher Feigling, als er von Amelies Krankheit erfährt, reagiert er mit Flucht. Soweit die rein äußerlichen Fakten, das Innenleben aller Beteiligten aber ist sehr viel tiefer betroffen und auch vielschichtiger, als es sich in diesen Äußerlichkeiten zeigen kann.
Amelie und Marlene empfinden im Laufe der Geschichte mehr und mehr Freundschaft für einander und es gelingt Amelie, Gedanken bei Marlene aufzurufen, denen diese sich bislang beharrlich verweigerte. Jetzt setzt sie sich mit diesen ungeklärten Fragen und Beziehungen aus ihrem Leben, aus ihrer Vergangenheit auseinander und ist in der Lage, Lösungen anzustreben und auch zu finden.

Bis hierhin bleiben trotz der spannenden und auch anrührenden Geschichte die Charaktere ein wenig distanziert gegenüber der Leserin, das ändert sich allerdings mit dem Auftreten von Amelies Oma, bei der alle gemeinsam einige Zeit in der Toskana verbringen. Mit dieser Frau erlebt der Roman nicht nur in den Handlungen eine gewisse Wendung, sondern hier erscheint unter all den Figuren plötzlich ein richtiger Mensch auf der Bildfläche. Ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit Lebenserfahrung und auch mit einer Einstellung zu Leben und Tod, von der wir uns alle eine Scheibe abschneiden können. Und eine Figur, die mit beiden Beinen auf der Erde steht und im Hier und Jetzt verankert ist.
Nicht zuletzt diese Figur hat mich dem bis dahin etwas sperrigen Buch versöhnt, ohne diese Oma hätte ich vielleicht irgendwann doch nicht weiter gelesen.

 

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Hatte mehr erwartet...
»Was liest Du?«-Rezension von Carmen_ILWB, am 30.05.2016

Bei diesem Buch handelt es sich um eines, welches einem mitnehmen und zum Nachdenken anregen kann. Und trotzdem konnte es mich nicht komplett überzeugen, aber dies vor allem deshalb, weil ich einige Gegebenheiten nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Ist es wirklich so, dass die Frau, welchem einem den Mann wegnimmt, zur besten Freundin werden kann?
Ich weiss es nicht, aber ich kann sicher sagen, dass Marlene auch keine einfache Protagonistin ist. Mit ihrem Leben stimmt einiges nicht, aber durch die ganzen Vorfälle hat sie auf jeden Fall die Chance, unfreiwillig einiges auf zu arbeiten. Wobei sich auch hier zwischendurch Situation ergeben, wo ich sie einfach nur noch schütteln wollte, damit sie merkt, was gerade passiert.

Aber dann auch so ungeheure Zufälle wie das Wiedersehen mit einem Mann, den man für 2 Minuten gesehen hat, ein Jahr später an einem ganz anderen Ort in Europa, war für mich zu viel, diese Annäherung hätte man sicher realistischer hinbekommen können.

Bis auf die Oma von Amelie war mir bis zum Schluss auch keiner der Charaktere wirklich sympathisch, sie konnten mich nicht berühren und handelten manchmal völlig unverständlich.

Die Sprache ist sehr schön und die ganze Geschichte mitfühlend geschrieben, was aufgrund der Thematik sehr gut gepasst hat. Zwischendurch hat es allerdings viele Längen, bei welchen ich mir gewünscht hätte, dass jetzt dann mal wieder was passiert und nicht nur die Welt und das Sein beschrieben wird…

 
FAZIT

Buch mit einer grundsätzlich interessanten Geschichte, für mich nur leider nicht realistisch genug umgesetzt. Zudem wurde vieles zu fest in die Länge gezogen, so dass ich nur 3 Sterne vergeben kann.

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"Ich bitte Sie um Ihren Mann. Nicht für lange, weil ... ich muss sterben." Dieser eine Satz und die Begegnung mit der ungewöhnlichen Amelie stellen Marlenes Leben mit einem Mal auf den Kopf. War sie, die erfolgreiche Ärztin, nicht eben noch glücklich verheiratet? Mit Markus, ihrem Markus? Marlene fasst einen Entschluss. Sie wird nicht zulassen, dass Amelie stirbt. Noch ahnt sie nicht, dass sie ausgerechnet von ihrer Rivalin mehr über das Leben lernen kann, als sie je vermutet hat. Denn das, was Amelie in ihr bewegt, lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Das Leben drehen - ein wunderbares Buch, das Schweres leicht erzählt und mit jeder Zeile das Leben feiert.