Die Geschichte der getrennten Wege

Die Geschichte der getrennten Wege (Buch)

Erwachsenenjahre. Roman

Elena Ferrante

Übersetzung: Karin Krieger

Buch
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Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen - den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen - und arbeitet unter... (weiter)

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Details
AutorIn Elena Ferrante
Übersetzung Karin Krieger
Edition 2. Aufl.
Seiten 540
EAN 9783518425756
Sprache deutsch
erschienen bei Suhrkamp Verlag AG
Erscheinungsdatum 08.2017
Ursprungstitel Storia di chi fugge e di chi resta
Stichwörter 20. Jahrhundert
Feminismus
Meine geniale Freundin
Bücher Neuerscheinungen
Die Geschichte eines neuen Namens
Rezensionen
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Ø4.6 | 56 Meinungen

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Getrennte Wege
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 26.02.2018

~~Nun, im dritten Band der Neapolitanischen Saga, haben sich Elena und Lila voneinander entfernt, nicht nur räumlich auch freundschaftlich. Lila schuftet nach wie vor unter schrecklichen Bedingungen in der Wurstfabrik, während Elena durch ihren Roman einen gewissen Grad an Berühmtheit erlangt.
Trotzdem prägt sie die gemeinsame Vergangenheit, aus Freundschaft wird eine Art Schicksalsgemeinschaft. Denn beide Frauen sind nicht glücklich mit ihrer Situation. Lila schafft es gemeinsam mit ihrem Freund Enzo sich aus der elenden Lage herauszuarbeiten und werden mit einem eigenen Unternehmen erfolgreich. Aber vor allem Elena hadert mit ihrem Leben.  Mit Pietro, einem jungen Professor aus gebildeten und politisch aktiven Hause, verheiratet, wird sie immer mehr zur Hausfrau und Mutter. Ein Leben, dem sie mit feministischem Aktivismus entgegenwirken will und so weiter schriftstellerisch und journalistisch tätig ist.  Der Vorwurf eines Freundes aus Studienzeiten trifft sie allerdings hart, krampfhaft zu versuchen, sozial aufzusteigen und alles erzählenswerte damit zu überdecken.. Der tägliche Spagat zwischen Haushalt und intellektueller Verwirklichung, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung, als Nino Sarratore wieder in ihr Leben tritt.
Elena Ferrante hält schon im dritten Teil ihrer Saga den Spannungsbogen über Geschichte der beiden Freundinnen unterhaltsam und gleichzeitig politisch  und sozial kritisch aufrecht. Vor allem die politischen Geschehnisse in Italien  der 70er Jahre bekommen in diesem Buch sehr viel Gewicht. Auch noch insgesamt über 1500 Seiten verliert sich die Lust am Lesen nicht, im Gegenteil, freut man sich schon auf die Fortsetzung.
 

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Wunderbar!
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 29.01.2018

Es sind turbulente Jahre, in denen Lila und Elena leben, denn die politischen Unruhen greifen auf ganz Italien über.

Lila hat sich von ihrem Mann getrennt und schuftet in einer Fleischfabrik, Elena dagegen hat ihr Studium in Pisa abgeschlossen, hat ein erfolgreiches Buch geschrieben und heiratet den angesehenen Pietro. Doch dann kehren sich die Verhältnisse um, Elena ist als Hausfrau und Mutter unglücklich und kann nicht mehr schreiben. Lila dagegen lernt zusammen mit ihrem Freund Enzo im Fernstudium alles über das Programmieren der neuartigen Computer und bekommt eine gute Stellung bei IBM. Es ist, als neige sich eine Balkenwaage einmal der einen und dann der anderen Hauptfigur zu. Doch dann trifft Elena Nino wieder, den sie seit ihrer Kindheit liebt, und bringt ihre Ehe in Gefahr. Auch wenn sich Elena und Lila selten treffen und auch selten telefonieren, so bleibt doch das Band zwischen ihnen stark und sie sind immer noch ehrgeizige Konkurrentinnen.

Das Buch ist wie auch schon die beiden Vorgängerbände wunderbar fesselnd geschrieben. Ferrante findet die richtige Balance zwischen Zeitgeschichte und persönlichem Schicksal. Die Jahre des Aufbruchs in den 1970er Jahren werden intensiv geschildert und man darf gespannt sein auf den endgültig letzten Band!

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Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen - den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen - und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät. Ganze Welten trennen die Freundinnen, doch gerade in diesen schwierigen Jahren sind sie füreinander da, die Nähe, die sie verbindet, scheint unverbrüchlich. Würde da nur nicht die langjährige Konkurrenz um einen bestimmten Mann immer deutlicher zutage treten.