Die Hauptstadt

Die Hauptstadt (eBook)

Roman

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Der große europäische Roman | Deutscher Buchpreis 2017 In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission,... (weiter)

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Details
AutorIn Robert Menasse
Edition 1
Seiten 459
EAN 9783518735824
Sprache deutsch
erschienen bei Suhrkamp Verlag
Erstverkaufsdatum 11.09.2017
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 4.64 MB
Veröffentlichungsjahr 2017
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Im Herzen Europas
»Was liest Du?«-Rezension von Estrelas, am 31.10.2017

In Brüssel ist ganz schön was los. Ein Schwein läuft durch die Straßen. Die Polizei versucht, einen Mord aufzuklären. Und in der europäischen Kommission wird an einer Imagekampagne gearbeitet.

Der Roman lebt von den vielen Charakteren. Sie kommen aus verschiedenen Ländern Europas und bilden in Brüssel eine bunte Mischung aus Sprachen und Kulturen. Als Leser dürfen wir in ihre Gedankenwelt eintauchen. Einer z.B. "fragte sich, wer den Senf erfunden hat. Wer ist auf diese schrullige Idee gekommen, eine Paste zu produzieren, die den Eigengeschmack einer Speise völlig überdeckt, ohne selbst gut zu schmecken?". 

Das Schwein wird anfangs vom Autor als elegantes Mittel benutzt, um von einer Figur zur nächsten zu schwenken. Es taucht immer wieder auf und bringt etwas Unruhe mit sich, was schmunzeln lässt, aber auch nicht überinterpretiert werden muss. Im Großen und Ganzen geht es um Europa, wie es mal war, wie es ist, wie es sein sollte. Und es ist gut, dass in der heutigen Zeit ein Roman dieses Thema aufgreift und an die Gemeinsamkeiten der Europäer erinnert - ohne den Zeigefinger zu erheben, sondern auf humorvolle Art.

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Der große europäische Roman | Deutscher Buchpreis 2017 In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

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