Die Zweisamkeit der Einzelgänger (Buch)

Roman

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Endlich verliebt! In Hanna, Franka und Ilse. Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die... (weiter)

€ 24,00 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 19,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Joachim Meyerhoff
Seiten 416
EAN 9783462049442
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum 09.11.2017
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 6 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.5 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.5 |  3 Bewertungen

5 Sterne
4 Sterne
( 2 )
3 Sterne
( 1 )
2 Sterne
1 Stern

Nun ja...
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 29.11.2017

Nach einem kurzen Engagement in Kassel kommt der Autor, ein bisher erfolgloser Jungschauspieler, nach Bielefeld und hier klappt es endlich mit dem Liebesleben. Er lernt Hanna kennen,eine etwas exzentrische Studentin der Germanistik und entdeckt mit ihrer Hilfe nicht nur sexuelle Freuden, sondern auch die Literatur. Doch leider ist das Theater in Bielefeld nicht nach Meyerhoffs Geschmack und es zieht ihn weiter nach Dortmund. Dort beginnt er ein Verhältnis mit der schönen Franka, Tänzerin an den Dortmunder Bühnen und ebenso exaltiert wie geheimnisvoll. Und dann ist da noch die Bäckerin Ilse... Meyerhoff versucht allen drei Frauen gerecht zu werden, nebenbei entwickelt er noch ein Stück über Ratten und spielt seine kleinen Rollen am Stadttheater. Das geht bald über seine Kräfte und es muss sich etwas ändern!

Nach den drei Vorgängerbänden waren meine Erwartungen an das Buch hoch, aber leider wurde ich enttäuscht. Das Buch hat längst nicht die Klasse von "Ach diese Lücke..." und ist stellenweise banal und selbstverliebt. Immer wieder gibt es diese witzigen, selbstironischen Stellen, für die man Meyerhoff einfach lieben muss. Viele Rückschauen prägen das Buch und das kennt man alles schon aus den anderen Büchern. Dazwischen findet man immer wieder wirklich geniale Passagen, die die Leser wieder versöhnen. Aber leider kann er das Niveau nicht durchgegend halten.

Ich hoffe, dass nicht noch ein Band nachkommt, denn dann hätte ich den Eindruck, das der Autor seinen momentanen Höhenflug nur noch kommerziell ausschlachten will. Und das nehme ich übel!

 

mehr zeigen ...

Schade, nicht so gut wie die "Lücke"
»Was liest Du?«-Rezension von Sigismund von Dobschütz, am 27.11.2017

Nach seinen mehrfach ausgezeichneten autobiographischen Romanen "Alle Toten fliegen hoch" (2011), "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war" (2013) und "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" (2015) ist der heute gefeierte Autor und Wiener-Burg-Schauspieler Joachim Meyerhoff in seinem vierten Band "Die Zweisamkeit der Einzelgänger", erschienen im November bei Kiepenheuer&Witsch, nun als "fragiler und stabil erfolgloser Jungschauspieler" in der Provinz gelandet. In Bielefeld begegnet der Mittzwanziger der ehrgeizigen und überintelligenten Studentin Hanna, später in Dortmund der exzentrischen Theatertänzerin Franka. Schließlich fühlt er sich auch noch in der Bäckerei der prallen Ilse wohl. Und keine Frau weiß von den zwei anderen. Der Verlag stellt im Klappentext die Frage: "Kann das gut gehen?" Ich meine NEIN, meine damit aber Meyerhoffs viertes Buch insgesamt und kann mich den allgemeinen Lobeshymnen nicht oder nur bedingt anschließen. Liegt es am außergewöhnlichen und völlig berechtigten Erfolg seines dritten Bandes? Oder ist es die unweigerlich ermüdende Folge der Serienschreiberei? Hat man alle drei Vorgängerbände gelesen, kennt man Meyerhoffs humoristische Art zu schreiben, seine intelligente Formulierungskunst, seine vortreffliche Ironie, mit der er nicht nur seine Angehörigen und andere beschreibt, sondern vor allem sich selbst. Doch in Band 4 kommt kaum Neues mehr. Erinnerungen an seine Brüder und Großeltern - Repliken an die drei Vorgängerbände - haben noch Witz, auch die Beschreibungen seiner Arbeiten an den Provinztheatern. Aber: Seine privaten Alltagsszenen werden im vierten Band verbal plattgewalzt, die kurzgefasst noch durchaus amüsant gewesen wären. Die unzähligen und ausführlich beschriebenen Bettgeschichten mit Hanna und Franka wirken spätestens nach der dritten ebenfalls ermüdend, zumal man diese in Meyerhoffs sonst so intelligent geschriebener Buchreihe nicht erwartet und vor allem nicht braucht. Ergebnis? Als Meyerhoff-Fan, der alle drei Vorgängerbände kennt, habe ich in diesem vierten Band hin und wieder Seiten überschlagen oder andere quergelesen. Schade drum! Meyerhoff hätte nach dem dritten Band "Ach, diese Lücke ...." aufhören sollen. Oder im vierten stark kürzen und streichen müssen. Dieser vierte Band erscheint irgendwie, vom Verlag dem Autor abgerungen. Meine bisherige Begeisterung für Meyerhoffs Bücher hat dadurch leider gelitten.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Endlich verliebt! In Hanna, Franka und Ilse. Eine blitzgescheite Studentin, eine zu Exzessen neigende Tänzerin und eine füllige Bäckersfrau stürzen den Erzähler in schwere Turbulenzen. Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse ist physisch und logistisch kaum zu meistern, doch trotz aller moralischer Skrupel geht es ihm so gut wie lange nicht.Am Anfang stand eine Kindheit auf dem Anstaltsgelände einer riesigen Psychiatrie mit speziellen Freundschaften zu einigen Insassen und der großen Frage, wer eigentlich die Normalen sind. Danach verschlug es den Helden für ein Austauschjahr nach Laramie in Wyoming. Fremd und bizarr brach die Welt in den Rocky Mountains über ihn herein. Kaum zurück bekam er einen Platz auf der hochangesehenen, aber völlig verstörenden Otto-Falckenberg-Schule, und nur die Großeltern, bei denen er Unterschlupf gefunden hatte, konnten ihn durch allerlei Getränke und ihren großbürgerlichen Lebensstil vor größerem Unglück bewahren.Nun ist der fragile und stabil erfolglose Jungschauspieler in der Provinz gelandet und begegnet dort Hanna, einer ehrgeizigen und überintelligenten Studentin. Es ist die erste große Liebe seines Lebens. Wenige Wochen später tritt Franka in Erscheinung, eine Tänzerin mit unwiderstehlichem Hang, die Nächte durchzufeiern und sich massieren zu lassen. Das kann er wie kein Zweiter, da es der eigentliche Schwerpunkt der Schauspielschule war. Und dann ist da auch noch Ilse, eine Bäckersfrau, in deren Backstube er sich so glücklich fühlt wie sonst nirgends. Die Frage ist: Kann das gut gehen? Die Antwort ist: nein.