Dieser Mensch war ich (Buch)

Nachrufe auf das eigene Leben

Buch
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Sterbende berichten über das, was in ihrem Leben wirklich wichtig war Wir wissen, wie große Philosophen, Dichter und Denker starben. Sie haben der Nachwelt oft detailliert hinterlassen, was sie empfanden, was sie... (weiter)

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Details
AutorIn Christiane zu Salm
Seiten 256
EAN 9783442313501
Sprache deutsch
erschienen bei Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum 21.10.2013
Rezensionen
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Leseempfehlung
»Was liest Du?«-Rezension von Franziska, am 01.06.2014

Allgemeines

Titel: Dieser Mensch war ich: Nachrufe auf das eigene Leben
Autorin: Christiane zu Salm
Verlag: Goldmann Verlag
Reihe: nein
Seitenzahl: 256
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN: 9783442313501 

Inhalt

Christiane zu Salm entschied sich aus persönlichen Gründen für eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin. Während der Ausbildung mussten sich die Teilnehmer selbst mit dem Tod auseinandersetzen und unter anderem einen Nachruf auf ihr Leben schreiben. Diese Übung hat die Autorin nachhaltig berührt. sodass sie diese Übung mit all ihren Patienten machte. Manche von diesen selbstformulierten Nachrufen finden sich in dem Buch wieder.

Meinung
Aufbau und Gestaltung

Das Buch besteht aus achtzig Nachrufen, die alle nicht sonderlich lang sind. Ich habe gerne nach ein paar Nachrufen eine Pause gemacht, um das Gelesene ein wenig sacken zu lassen. Manche Menschen waren zufrieden mit ihrem Leben, andere verbittert und auch sonst waren die einzelnen Nachrufe sehr unterschiedlich. Vorweg schrieb die Autorin von ihrer Motivation, dieses Buch zu schreiben. Auch das fand ich spannend und ein gelungener Einstieg in die Thematik.

“Eigentlich habe ich ein Gelegenheitsleben geführt, während ich auf das richtige Leben gewartet habe.” – Seite 32

Verschiedene Wege, sein Leben zu gestalten

Die kleinen Einblicke in das Leben der Personen fand ich spannend. Mit Anfang 20 malt man sich das Leben doch auf eine bestimmte Art und Weise aus, hat Hoffnungen, Träume und Wünsche. Daher war es interessant zu lesen, wie andere Menschen ihr Leben gestaltet haben.

“Nach meiner Pensionierung fing das neue Leben mit meinem Mann an. Wir mussten uns erst richtig zusammenfinden, denn wir kannten uns ja nur vom Urlaub her und von den Abenden.” – Seite 34

Mit viel Charme und Witz

Doch nicht nur die ernsten Aspekte und die Trauer wurden angesprochen, so manch ein Nachruf hatte seinen ganz eigenen Charme und war stellenweise doch auch witzig. Schon anhand der Überschriften konnte man erkennen, zu welchem “Lebensfazit” der Schreiber des Nachrufes gekommen ist.

“Ich hätte ja beim zweiten Man auch eine andere Frau aus meine ehemalige heiraten können. Aber da es auch nur mit einer Frau gut gegangen ist, würde ich empfehlen: Finger weg von zu vielen Frauen” – Seite 36

Fazit

Ich möchte diese persönlichen Texte, die doch auch das Leben der jeweiligen Person widerspiegeln, ungerne mit Punkten bewerten. Das Buch kann ich allen Leuten ans Herz legen, denn es zeigt einem auf manchmal eher extreme Weise, wie das Leben spielen kann. So kann man auch herausfinden, was für einen selbst im Leben wichtig ist.

{ Absolute Leseempfehlung }

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Das eigene Leben leben
»Was liest Du?«-Rezension von Nina, am 14.11.2013

Es sagt sich immer so leicht, von wegen man soll jeden Tag so leben und genießen, als wäre es der letzte, denn es gibt ja erfahrungsgemäß doch ein Morgen und ein Übermorgen und noch unzählig viele Gelegenheiten für alles, was man noch vor hat im Leben...es sei denn, man ist totkrank und weiß mehr oder weniger sicher, dass es bald vorbei ist. Dann ist es nur für viele Dinge zu spät, weil man zu krank ist und/oder einfach keine Kraft mehr hat. 

In Christiane zu Salms Buch sind ganz viele Geschichten über mehr oder weniger kurze oder auch lange gelebte Leben zusammengetragen. Die Erzähler sind entweder sehr alt oder noch recht jung, dafür aber totkrank. Allen gemeinsam ist das Bewusstsein, dass das Leben dem Ende zu geht. Alle wurden aufgefordert, einen Nachruf auf sich selbst zu verfassen. Quasi einen subjektiven Rückblick auf das eigene Leben. 

Die Geschichten sind teilweise sehr traurig, zum Teil aber auch sehr positiv und lebensbejahend. 

So habe ich mich hier und da gefragt, wieso die Betroffenen nicht ausbrechen konnten aus gewissen Zwängen, und erst zu spät erkannt haben, dass es nicht so gelaufen ist wie gewünscht. Andererseits fand ich aber auch interessant, dass die allermeisten mit sich im Reinen waren bzw. sind (nicht alle sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verstorben). 

Durch das Lesen dieses Buches habe ich eine andere Perspektive kennengelernt und das fand ich unglaublich bereichernd. Man lebt nur einmal. Fehler sind dazu da, gemacht zu werden, um daraus zu lernen. Man sollte immer ehrlich zu sich selbst sein. Und man soll das Leben genießen, solange man es kann, wenn möglich bis zum letzten Atemzug.

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Sterbende berichten über das, was in ihrem Leben wirklich wichtig war Wir wissen, wie große Philosophen, Dichter und Denker starben. Sie haben der Nachwelt oft detailliert hinterlassen, was sie empfanden, was sie bewegte in ihren letzten Stunden. Aber was denkt die Verkäuferin im Supermarkt, was der Kfz-Mechaniker, was die Gemeinde-Mitarbeiterin von nebenan? Wie betrachten ganz normale Menschen ihr Leben im Rückblick, wenn sie wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt? Die ehrenamtliche Sterbebegleiterin Christiane zu Salm hat sie gefragt und die daraus entstandenen persönlichen Nachrufe in diesem Buch gesammelt. Dabei herausgekommen ist ein Zeugnis von ergreifender Echtheit: kein Buch über das Sterben, sondern über das Leben.