Ein Leben ist zu wenig

Ein Leben ist zu wenig (Buch)

Die Autobiographie

Buch
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So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als... (weiter)

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Details
AutorIn Gregor Gysi
Edition 2. Aufl.
Seiten 583
EAN 9783351036843
Sprache deutsch
erschienen bei Aufbau Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 09.10.2017
Rezensionen
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Geschichte mit Gregor
»Was liest Du?«-Rezension von wandagreen, am 14.11.2017

Autobiographien sind immer etwas gefärbt, um nicht zu sagen geschönt. Das geht soweit in Ordnung, deshalb schreibt man sie ja. Trotzdem würde ich nach der Lektüre dieses Buches sehr gerne zusätzlich eine kritische Biographie über Gregor Gysi lesen. Dann rundet sich das Bild vielleicht ab! Ich höre Gregor Gysi gerne sprechen, er hat Witz, ist schlagfertig und da und dort decken sich sogar unsere politischen Meinungen. Aber dass man gut reden kann, bedeutet nicht automatisch, dass man auch richtig gut schreiben kann. Die vorliegende Autobiographie ist ziemlich beiläufig erzählt und alles andere als geschliffen.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Zeitenwende, also auf den Jahren 1988/89 bis ca. 1995. Aus dem Rechtsanwalt Gysi wurde historienbedingt und umständehalber der Parteivorsitzende der SED-PDS. Mehr und manchmal weniger hat er seine, ursprünglich kommunistische Partei begleitet bis zum heutigen Tage, wo sie als DIE LINKE bekannt ist. Wie kommunistisch ist sie heute noch?

„Ein Leben ist zu wenig“ ist informationslastig, was die historischen und politischen Fakten angeht. Ein persönliches Buch ist es nicht, obwohl Privates natürlich nicht ganz ausgespart ist, ein paar Schnippselchen sind vorhanden.

Warum liest man eine Autobiographie? Um einen Menschen hinter den Kulissen kennenzulernen. Nicht nur das, was eine Person getan und unterlassen hat, ist lesenswert, sondern vor allem das Warum. Welches sind die Gründe für bestimmtes Handeln und Unterlassen? Was hat jemanden zu einem bestimmten Zeitpunkt umgetrieben. Was hat er gefühlt, über was hat er gelacht und über was hat er geweint.

All dies hat man in „Ein Leben ist zu wenig“ eindeutig nicht. Selbst wenn Gregor Gysi über durchlittene Krankheit spricht, tritt der Mensch Gysi in seiner Emotionalität, seinen Befindlichkeiten kaum in Erscheinung, ja, er bleibt in seiner eigenen Geschichte verborgen. So ist „Ein Leben ist zu wenig“ kaum etwas anderes als eine, durchaus unterhaltsam gestaltete Geschichtsstunde!

Fazit: Ein ziemlich sachlicher, faktenlastiger Gang durch die jüngere deutsche Geschichte an der Hand und aus der politischen Sicht von Gregor Gysi.

Kategorie: Auto-/Biographie
Aufbauverlag 2017

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Absolut lesenswert...
»Was liest Du?«-Rezension von Nepomurks, am 21.10.2017

Gregor Gysi hat Vieles aus seinem Leben zu berichten und macht es denn jetzt auch mit seiner ureigenen Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ (erschienen bei Aufbau Digital, Oktober 2017).Und so erlebt man den redegewandten Politiker einmal aus einer ganz neuen und auch unerwarteten Perspektive. Er berichtet von seiner Familie, seiner Kindheit, der DDR und BRD und Vielem mehr. Stilistisch bleibt er sich dabei vollkommen treu: Es liest sich so, wie man Gysi von seinen Reden her kennt. Er bleibt sich und seiner unverkennbaren Art zwar immer treu, gibt hier aber auch einen tiefen Einblick in sein Privates und schildert viele Erlebnisse. Mal witzig, mal anrührend. Das Buch ist eine Ansammlung vieler Gysi-typischer Anekdoten. Es ist durchweg gut zu lesen und inhaltlich wirklich interessant. Ich würde das Buch jederzeit weiterempfehlen. 5 Sterne.

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So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Familienvater, Anwalt, Politiker, Autor und Moderator. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht. "Erstaunlich, was sich alles ereignen muss, damit irgendwann das eigene Leben entstehen kann." Gregor Gysi