Ein wenig Leben

Ein wenig Leben (Buch)

Roman

Hanya Yanagihara

Übersetzung: Stephan Kleiner

Buch
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"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum... (weiter)

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Details
AutorIn Hanya Yanagihara
Übersetzung Stephan Kleiner
Edition 8. Aufl.
Seiten 960
EAN 9783446254718
Sprache deutsch
erschienen bei Hanser Berlin
Erscheinungsdatum 02.2017
Ursprungstitel A Litlle Life
Stichwörter 21. Jahrhundert
Freundschaft
Krankheit
Liebesgeschichten
Mann
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.8 | 38 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  12 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.7 |  26 Bewertungen

5 Sterne
( 11 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Ein wenig leben/Ein aufwühlender Roman
»Was liest Du?«-Rezension von Gittenen, am 08.01.2018

Der Roman handelt von einem jungen Mann dessen Leben von einer psychischen Erkrankung begleitet wird , was sich z.B in dem Drang sich Ritzen zu müssen manifestiert .Es handelt in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten von Highschoolzeit bis ins Erwachsenealter.Er stellt die Freundschaft in den Vordergrund und was sie in seinem leben bedeutet ,bewirkt oder bewirken kann.

Es ist ein sehr  aufwühlendes Buch , man muss mit dem Protagonist mitleiden und hoffen bzw. freuen. Man erlebt praktisch alle Gemütszustände mit .

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Ein intensives, schmerzhaftes, forderndes aber auch schönes Leseerlebnis
»Was liest Du?«-Rezension von katzenminze, am 03.09.2017

Puh! Was für ein Roman! Schon lange hat mich kein Buch mehr so mitgenommen und mich so beschäftigt wie dieser Roman über Liebe, Freundschaft, Leid und darüber, was ein Mensch aushalten kann.

Was mich am Anfang total begeistert hat an diesem Buch, war Yanagiharas Art zu schreiben. So echt, unglaublich real. Man ist mitten drin im Leben von Jude, Willem, JB und Malcom. Den Titel „Ein wenig Leben“ habe ich als unheimlich passend empfunden: Yanagihara erschafft LEBEN. Und nicht nur ein wenig. Das sind keine Charaktere, das sind Menschen über die man liest. Das ist kein Plot, das ist ihr Leben, das man begleitet. Alle vier Freunde werden zu Beginn ausführlich vorgestellt und beschreiben. Und das mit einer unglaublichen Detailtreue und Intensität. Dabei geben Willem, JB und Malcom viel von sich preis. Jude hingegen bleibt rätselhaft in seiner Verschlossenheit und der ständigen Sorge normal und unauffällig zu wirken. Dass er etwas Schlimmes erlebt hat scheint klar. Was genau erfährt man langsam, nach und nach. Mit Fortschreiben des Romans fokussiert sich Yanagihara mehr auf Jude und Willem. Ich fand es etwas schade, dass die beiden anderen mehr und mehr außen vor blieben. Einfach, weil ich sie auch gerne mochte. Aber da der Roman mit fast tausend Seiten schon umfangreich genug ist, war es so sicher keine schlechte Lösung. Die Jungs haben mir in ihrer Collegezeit, mit der der Roman beginnt, letztlich am besten gefallen. Nicht, dass es danach schlechter geworden wäre, aber wenn sie sich als Erwachsene an diese Zeit zurück erinnert haben, hat mich selbst auch die Nostalgie erfasst.

Jetzt eine kleine Warnung: Man sollte Schilderungen von Gewalt und Schmerz aushalten können. Von beidem gibt es hier viele Arten. Teilweise wollte ich das Buch weglegen, musste dann aber doch immer weiter lesen. Das hat sich im Laufe des Romans etwas gegeben. Ich weiß nicht, ob ich mich an Yanagiharas intensiven Schreibstil gewöhnt habe, ob ich tatsächlich etwas abgestumpft bin oder ob es im letzten drittel einfach nicht mehr so krasse Szenen gab. Zumindest fand ich den letzten Teil des Buches wesentlich „aushaltbarer“ als einige Stellen in der ersten Hälfte, die mich doch sehr mitgenommen haben. Trotzdem fand ich gerade das Ende sehr berührend und musste hier eine paar Tränen verdrücken.

Dieser Roman hat mich auch nach dem Zuklappen nie losgelassen. Ein wenig Leben war für mich ein intensives, schmerzhaftes, forderndes aber auch schönes Leseerlebnis, bei dem mich vor allem Yanagiharas intensive Art zu schreiben und die außergewöhnlich genaue und stimmige Beschreibung der Gefühlswelten ihrer Charaktere beeindruckt haben. Sicher kann man sich letztlich die Frage stellen, wie realistisch all das ist, was Jude passiert ist. Für mich war der Roman aber in seiner Umsetzung so realistisch, dass ich ihr wahrscheinlich auch eine Alieninvasion abgenommen hätte. Keine leichte Unterhaltung also, für die man sich etwas Zeit nehmen sollte. Meiner Meinung nach aber auf jeden Fall ein lohnenswertes Buch!

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"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe - ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.