Murder Park (Taschenbuch)

Thriller. Originalausgabe

Taschenbuch
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Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark - bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber... (weiter)

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Zwiegespalten: Spannend aber mit Schwächen
»Was liest Du?«-Rezension von jewi, am 24.06.2017

Auf „Murder Park“ von Jonas Winner habe ich mich gefreut, seitdem ich vor einigen Monaten beim Stöbern darauf gestoßen bin, weshalb ich es mir direkt am Erscheinungstag gekauft habe.

***Inhalt***

Vergangenheit: Die Insel Zodiac-Island ist ein Vergnügungspark mit Fahrgeschäften, Essbuden und Übernachtungsmöglichkeiten bis dort drei junge Frauen bestialisch ermordet werden. Der Täter wird gefasst und der Park für den Publikumsverkehr geschlossen.

20 Jahre später soll auf dieser Insel ein „Murder Park“ entstehen, ein Vergnügungspark bei dem Singles den Kick erleben können. Zudem werden Fotos, Dokumente und Habseligkeiten der Mörder und ihrer Fälle ausgestellt, die Museumsartig das Serienmörder-Feeling bieten sollen. 12 Menschen – Veranstalter, Personal und eine Auswahl an Journalisten – sollen von der Parkeröffnung ein Wochenende dort verbringen um über die Neueröffnung berichten zu können. Die nächste Fähre ist erst nach drei Tagen wieder vor Ort und das Morden beginnt…

***Buchkritik***

Keine Spoiler zu Mörder & Auflösung. Ich beschreibe aber diverse Theorien die ich beim lesen hatte, die sich aber nicht bewahrheitet haben. Leser, bei denen schon kleine Verhaltensweisen von Charakteren Spoiler darstellen, sollten nur das Fazit lesen

Nach den ersten 3-4 Kapiteln hatte ich eine Vermutung in welche Richtung das ganze Buch geht (Stichwort „Haper’s Island„) und war mir mit der Theorie so sicher, dass ich zu Beginn etwas frustriert war. Ich kann euch versichern: Dem ist nicht so! Ähnlich wie dem Abzählreim „10-kleine…“ werden die Protagonisten zwar weniger, aber es ist sehr spannend, diverse Theorien aufzustellen und immer wieder neu zu verwerfen. Das Buch war spannend und ich wollte unbedingt wissen, wie es endet! Das Ende war für mich unvorhersehbar, gut konstruiert & für mich mehr oder weniger schlüssig.

Von den Personen habe ich keinem wirklich über den Weg trauen können. Außerdem hatte ich nicht so richtig den Eindruck, dass in den jeweiligen Situationen angemessen reagiert wurde. Es wurde relativ wenig geweint / gekreischt, also das was man sich sonst so in solchen Büchern vorstellt.

Es gibt einige brutale Szenen die extrem ekelhaft sind. Wer einen flauen Magen hat, sollte vielleicht nicht zu dem Buch greifen, aber beim Titel „Murder Park“ kann man sich ja denken, in welchem Genre die Handlung zuhause ist.

Es gab zwei Aspekte in diesem Buch, die es mir erschweren, das Buch uneingeschränkt zu empfehlen:

Der Sprachstil ist oftmals sehr abgehackt. Sätze werden nicht zuende geführt oder abgebrochen. Mir ist bewusst, dass es sich um ein Stilmittel handelt, die die Angst und Hilflosigkeit der Charaktere widerspiegeln soll. Dieser Schreibstil hat bei mir aber dazu geführt, dass ich Abschnitte mehrmals lesen musste, weil ich dachte ich hätte etwas verpasst. Den Fall von unterbrochenem Lesefluss durchzog sich durch das gesamte Buch, was extrem störend war.
Es gibt diverse Szenen, in denen sich Charaktere im Buch näherkommen. Ich habe nichts gegen gute Liebesszenen, wenn sie passen. Ich fand es aber unrealistisch, dass man in Todesangst erstmal so „spitz“ wird, dass man alles um sich herum vergisst und sich einem anderen hingibt. Des Weiteren gibt es einen weiblichen Charakter, der selbst Gewalterfahrungen gemacht hat und sich willig einer Person an den Hals wirft. Dies führt zu einem schalen Geschmack beim lesen. Zuletzt hatte ich dieses Gefühl bei The Girl before. Ich weiß nicht, ob das ein neuer „Trend“ ist, aber ich finde sowas nur widerlich & möchte dies nicht mehr lesen müssen.

***Fazit***

Das Buch ist ein richtiger Pageturner mit einem sehr unerwarteten Ende, auf das ich selbst mit diversen Theorien nicht gekommen wäre. Allerdings hat das Buch einige Schwächen, die einen kompletten Genuss des Buches leider getrübt haben.

Aufgrund meines Zwiespalts viel es mir schwer, mich für eine klare Sterneanzahl zu entscheiden, weswegen ich mich für eine Mischung aus 3-4 Sternen entschlossen habe.

sehr spannend, Gänsehautfeeling und unerwartete Wendungen - top!
»Was liest Du?«-Rezension von jutscha, am 22.06.2017

Vor 20 Jahren tötete ein Serienkiller auf Zodiac Island vor der Ostküste der USA 3 Frauen. Seither ist der Park geschlossen. Nun soll er zum Murder Park werden, einer Vergnügungsstätte für Singles mit der Lust auf Nervenkitzel. Protagonist Paul Greenblatt ist einer von 12 Personen, die vorab eingeladen werden. Er soll einen positiven Bericht schreiben. Doch dann werden die ersten Menschen getötet. Wer ist der Mörder? Und was bezweckt er? Die nächste Fähre geht erst in 3 Tagen, so lange heißt es ausharren und überleben.

Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Den Schreibstil finde ich absolut klasse und außergewöhnlich. Er stockt oft, gibt Worte so wieder, wie sie tatsächlich gesprochen werden, mit Pausen, Wiederholungen, verhaspeln etc. Dadurch kommen die Emotionen sehr gut rüber. Dennoch ist der Schreibstil fließend und gab mir das Gefühl, sofort in der Geschichte drin zu sein. Die Spannung bleibt von der ersten Seite bis zum Schluss erhalten. Jedes Kapital beantwortet offene Fragen, endet aber wieder mit neuen. Dadurch ist es nicht einen Moment langweilig und ich als Leser hatte das Bedürfnis, sofort das nächste Kapitel zu lesen um zu wissen, wie es weitergeht. Zudem wusste ich zu keinem Zeitpunkt, was auf der Insel tatsächlich passiert. Ich verdächtigte keinen und jeden, den Protagonisten inklusive. Und das Ende hat mich vollkommen überrascht. Es war ein Schluss, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte, und so etwas liebe ich bei Thrillern.

Die Geschichte klingt insgesamt glaubwürdig und ist absolut schlüssig. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und entwickeln sich in der Geschichte auch ständig weiter. Dadurch, dass der Protagonist selbst auch Fehler begeht und entsprechende Stärken und Schwächen hat, wirkt er sehr authentisch und menschlich.

Insgesamt finde ich die Geschichte komplett durchdacht,  logisch, überraschend und absolut spannend und fesselnd - so muss ein guter Thriller sein. Klasse finde ich die absolut unerwartete Wendung am Ende. Meinen zweiten Thriller von Jonas Winner bewerte ich mit 5 von 5 Sternen und einer absoluten Leseempfehlung.