Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (Buch)

Roman

Buch
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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien.... (weiter)

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Details
AutorIn Walter Moers
Seiten 344
EAN 9783813507850
erschienen bei Knaus
Erscheinungsdatum 22.08.2017
Rezensionen
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Ein Buch für alle Zamonien-Fans und diejenigen Leser, die ein Herz für außergewöhnliche Bücher haben
»Was liest Du?«-Rezension von Jaylinn, am 13.10.2017

Allgemeines:

Prinzessin Insomina & der alptraumfarbene Nachtmahr ist Ende August 2017 bei Knaus in der Verlagsgruppe Random House erschienen. Die Bücher von Walter Moers sind stets besonders gestaltete Werke. So ist es folglich auch bei dieser Neuerscheinung. Auf 344 Seiten kann der interessierte Leser viele von Lydia Rode entworfene Illustrationen bestaunen, die das phantastisch pulsierende Herz höher schlagen lassen. Alle anderen sehen Bilder, die möglicherweise zugleich skurril und faszinierend wirken. Mich hat nicht nur diese besondere Gestaltung angezogen, sondern auch der Titel. Etwas Alptraumfarbenes – darüber musste ich sofort mehr wissen.

Inhalt:

„Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.“

Meine Meinung:

Ein Moers ist nicht für jeden Leser das geeignete Buch. Man muss sich auf ihn einlassen. Ihn einatmen, inhalieren und in seiner verrückten und so ganz anderen Welt versinken. Über diese Fähigkeit muss ein potentieller Moers-Leser verfügen. Sonst kann man einen Moers zwar lesen, aber nicht gut finden. Also überlegt euch – besitzt ihr diese Fähigkeit? Wenn ja, dann müsst ihr diese Rezension nicht lesen. Denn ich verrate euch schon an dieser Stelle, dass ihr Prinzessin Insomina & der alptraumfarbene Nachtmahr dann einfach lesen solltet.

Oh, ihr seid immer noch hier? Dann muss ich euch also davon überzeugen, dass ihr dem neuen Moers eine Chance einräumt? Challenge accepted, ich gebe mein Bestes!

Die Illustrationen. Schwaches Argument? Nein. Schaut sie euch an. Werft einen Blick in die Leseprobe und schnappt euch danach das farbig illustrierte Buch. Besonders, einzigartig, aufwändig, schillernd und beeindruckend. Noch mehr Adjektive wollen mir gerade nicht einfallen. Und das Bemerkenswerte ist: Die Illustratorin selbst hat Moers zu diesem Buch inspiriert. Lydia Rode ist im Grund genommen Protagonistin Dylia. Lydia Rode ist im realen Leben eine junge, in Berlin lebende Frau mit einer sehr seltenen Krankheit, dem Fatigue- oder Erschöpfungssyndrom.

Das reicht noch nicht? Dann: der Inhalt. Zamonien. Eine Protagonistin, die ihresgleichen sucht und lange nicht finden wird. Humorvoll, ausgestattet mit einem enormen Wortschatz und wörterverliebt. Ungewöhnlich, sympathisch und schlaflos. Trifft auf Opal, den Nachtmahr. Das kann ja heiter werden. Und das wird es. Heiter, lustig und abenteuerlich. Wie ein guter Moers eben ist. Sprachlich ausgefeilt, anspruchsvoll und außergewöhnlich – definitiv nichts für jüngere und unerfahrene Leser. Moers ist ein so kreativer Mensch, dass er an manchen Stellen die Auffassungsgabe und das Vorstellungsvermögen seiner Leser extrem einfordert. Darauf muss man sich einlassen, sich regelrecht einlesen, dann ist es wunderbar. So geschieht es auch in seinem neuen Werk, in dem er seine Leser auf eine erstaunliche Reise durch das Gehirn führt.

Fazit:

Ein Buch für alle Zamonien-Fans und diejenigen Leser, die ein Herz für außergewöhnliche Bücher haben.

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Typisch Walter Moers
»Was liest Du?«-Rezension von Tintenwelten, am 13.10.2017


Prinzessin Dylia leidet an Schlaflosigkeit. Tage, Wochen wandelt sie ruhelos im Schloss umher und hängt ihren Gedanken nach. Doch dann begegnet sie eines nachts dem alptraumfarbenen Nachtmahr Opal. Er prophezeit ihr, dass er sie heimsuchen, in den Wahnsinn und letztendlich in den Tod führen wird. Vorher bietet er ihr allerdings an mit ihm nach Amygdala, der Stadt der Angst zu reisen. Die Prinzessin stimmt zu, denn sie glaubt zu träumen und für den unwahrscheinlichen Fall, dass dies kein Alptraum sein sollte, hängt schließlich ihr Leben von dieser Reise ab.


 

Die Aufmachung des Buches ist ein absoluter Traum und zwar kein Alptraum. Es befindet sich darin eine Vielzahl an Illustrationen aus Aquarellfarbe, welche die Stimmung gut hervorheben und die Geschichte an sich noch aufwerten. Die Künstlerin Lydia Rode leidet selber an einer Erkrankung, mit der auch Schlaflosigkeit einher geht und war so Inspirationsquelle zu “Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr”.


 

Teilweise war das Buch leider ein wenig langatmig. Vor allem das erste Drittel beschäftigt sich hauptsächlich mit Prinzessin Dylias Schlaflosigkeit und ihren Umgang damit. Sie lebt fast ausschließlich in ihrer Gedankenwelt, ist sehr intelligent und ihre Phantasie sehr ausgeprägt. Doch bis sie Opal trifft, passiert deshalb nicht besonders viel.


 

Auch als die Reise beginnt, schlägt der Spannungsbogen nicht oft extrem aus. Was mich hier beeindruckt hat, ist eher die Idee, dass die Suche nach Amygdala durch Dylias Gehirn geht. Dabei erforschen die beiden verschiedene Areale des Denkorgans und treffen auf furchteinflößende Kreaturen. Das war für mich wirklich innovativ und etwas neues.


 

Der Schreibstil und die Geschichte sind typisch für Walter Moers. Idee, Setting und Handlung sind phantastisch, skurril und verrückt. Seine Sprache ist einfach einzigartig und wunderschön. Beginnt man zu lesen, weiß man direkt “Ah, Walter Moers, ganz klar”. Der Text ist gespickt mit Wortspielen und Wortneuschöpfungen. Dies macht das Buch jedoch nicht so leicht zu lesen. Es ist definitiv keine Nacht-Lektüre. Man sollte schon alle Sinne beisammen haben. Doch diese Art und Weise zu schreiben ist eben typisch für den Autoren und wer es mag, wird es lieben.

 

 

 

 


 

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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.