Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (Buch)

Roman

Buch
Für Bewertung bitte einloggen!

Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien.... (weiter)

€ 24,99 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 19,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Walter Moers
Seiten 337
EAN 9783813507850
Sprache deutsch
erschienen bei Knaus Albrecht
Erscheinungsdatum 28.08.2017
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 32 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4 |  14 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  18 Bewertungen

5 Sterne
( 5 )
4 Sterne
( 5 )
3 Sterne
2 Sterne
( 1 )
1 Stern

Ins Dunkle Herz der Nacht
»Was liest Du?«-Rezension von Fornika, am 08.01.2018

Prinzessin Dylia leidet an krankhafter Schlaflosigkeit. Seit nunmehr 18 schlaflosen Tagen und Nächten quält sie sich durchs heimische Schloss, die eigenen Gedanken in den einsamen Nachtstunden sind die einzige Gesellschaft. Bis plötzlich ein alptraumfarbener Nachtmahr auftaucht, der ihr auch gleich gesteht, dass er nie wieder verschwinden wird; zumindest nicht, bis er Dylia in den Wahnsinn getrieben hätte. Die ist von Natur aus neugierig und will die Reise dorthin möglichst schnell antreten. Schnellste Reiseroute: einmal quer durchs eigene Gehirn.

Bücher von Walter Moers haben mich schon immer begeistert: witzig, skurril, abstrus, voll von überbordender Fantasie, philosophische Untertöne, Wortwitz, herrliche Zeichnungen… All das gibt es in diesem Buch auch. Aber eben eine Spur zu wenig. Mich hat die Handlung nicht richtig überzeugen können, über weite Strecken war sie mir zu dünn. Eine Reise durch ein Gehirn hatten wir schon mal (s. Blaubär) und gefühlt hat der Autor diese kurze Episode spannender gestaltet, als hier ein ganzes Buch. Gerade den Anfang fand ich erstaunlich zäh, bis ca. S. 60 hat man gefühlt 58 Seiten alphabetischer Aufzählungen von irgendwas gelesen. Später kommt natürlich Fahrt ins Geschehen, aber auch eher gemächlich. Erzählen kann Moers natürlich immer noch, überrascht hat er mich manchmal auch. Aber immer wieder wurde die Geschichte heruntergebremst, gerade wenn es eigentlich in wilder Fahrt hätte weitergehen sollen. Die farbigen Zeichnungen haben mir gut gefallen (das erste Mal nicht aus eigener Feder, sondern aus der von Lydia Rode), aber manchmal wäre weniger hier mehr gewesen. Kein Mensch braucht so viele Zeichnungen geometrischer Figuren. Auch nicht in Farbe ; ) Insomnia und der Nachtmahr sind schöne Figuren, ihre bekommt gerade durch das Nachwort noch mehr Tiefe. Das Gekabbel der beiden hat mich gut unterhalten, und man sollte sich definitiv nicht von dem Begriff „Liebesgeschichte“ im Klappentext abschrecken lassen, denn es ist keine. Zumindest keine schmalztriefende.

Fazit: Ich finde „Die Prinzessin…“ nicht schlecht. Aber ich finde, dass Moers es besser kann. Ich bin gespannt, ob er das in seinem nächsten Werk wieder zeigen wird.

mehr zeigen ...

Phantastisch, kreativ, witzig. Wieder mal ein toller Ausflug nach Zamonien und ein Muss für Fans.
»Was liest Du?«-Rezension von Manu66, am 03.11.2017

Zu den Begleiterscheinungen der seltenen Krankheit, unter der die Prinzessin leidet, gehört chronische Schlaflosigkeit. Dylia hat Wege gefunden, sich mit dem ständigen Schlafentzug zu arrangieren, auf den nächtlichen Wanderungen durch ihr Schloss erfindet sie die aberwitzigsten Wortkreationen und stellt sich immer neuen Denksportherausforderungen. In einer dieser Nächte bekommt sie Besuch von dem alptraumfarbenen Nachtmahr Havarius Opal, der ihr ankündigt, sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Zuvor soll es auf eine Reise quer durch Dylias Gehirn gehen. Ein Abenteuer, auf das die Prinzessin sich nur zu gerne einlässt…

 

Endlich wieder nach Zamonien! Endlich hat Walter Moers wieder ein Werk des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz übersetzt! Keine Frage, dieses Buch musste bei mir einziehen!

Der erste Eindruck, schon gleich zu Beginn, irritiert. Weshalb sind die Illustrationen nicht wie erwartet von Walter Moers selbst sondern von einer jungen Frau namens Lydia Rode? Kurz bin ich enttäuscht, ich hatte mich schließlich auf Bilder im bekannten Stil gefreut. Schon einige Seiten weiter bin ich aber versöhnt, denn die Aquarelle von Lydia Rode passen perfekt zum Text, sind nicht nur farbenfroh, sondern auch ausdrucksstark und spiegeln den enormen Einfallsreichtum, um den es im Text geht. Und als ich am Ende erfahre, wie es überhaupt dazu kam, dass der Autor nicht selber zum Stift griff, bin ich sehr berührt. Jeder Leser sollte unbedingt das Nachwort lesen!

Der Text hingegen ist von der ersten Zeile an genau so, wie ich ihn erwartet habe. Überschäumende Kreativität, Wortwitz und eine Phantasie, die ihresgleichen sucht, zeichnen ihn aus – ich musste beim Lesen immer wieder laut lachen. Schlafopern, unschädliche, aber hübsch ausschauende Naturkatastrophen, quergestreifte Regenbögen oder Nachtmahrpaläontologie – der Autor schöpft wieder aus dem Vollen. Freude am Spiel mit Worten und die Bereitschaft, sich auf eine kindlich überschäumende Phantasie einzulassen sind allerdings Voraussetzung, damit man das Buch so wie ich genießen kann.

Weshalb der Punktabzug? Nur deshalb, weil ich dieses Buch mit den anderen Zamonienromanen vergleiche, die mir meist noch besser gefielen.

 

Fazit: Phantastisch, kreativ, witzig. Wieder mal ein toller Ausflug nach Zamonien und ein Muss für Fans.

 

»Bevor mir langweilig wird, würde ich mir neunundneunzig neue Namen für Langeweile ausdenken.«

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.