Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (Buch)

Roman

Buch
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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien.... (weiter)

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Details
AutorIn Walter Moers
Seiten 337
EAN 9783813507850
Sprache deutsch
erschienen bei Knaus Albrecht
Erscheinungsdatum 28.08.2017
Rezensionen
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Ein zamonisches (Alptraum-)Märchen
»Was liest Du?«-Rezension von Becky Bloomwood, am 27.01.2018

Seitdem ich vor sehr vielen Jahren Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär von Walter Moers gelesen habe, bin ich ein Fan seiner Zamonien-Romane. Seine Sprachkunst und fantastischen Wesen begeistern mich ein ums andere Mal. Als dann an Weihnachten Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr unterm Baum lag, war die Freude riesig.

In dem neuesten Zamonien-Werk treffen wir auf Prinzessin Dylia, die an Schlaflosigkeit leidet. Allerdings nicht an der harmloseren Art, bei der man vielleicht erst sehr spät einschlafen kann – nein, die Prinzessin bleibt tagelang wach. Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Nachtmahr namens Havarius Opal, der frei heraus gesteht, dass er die Prinzessin in den Wahnsinn treiben will. Der Weg dorthin führt sie durch das Gehirn der Prinzessin und da Dylia eine furchtlose Prinzessin ist, macht sie sich begeistert auf den Weg. Die beiden erwartet eine abenteuerliche Reise.

Auf den ersten Seiten – ich gebe es zu – war ich noch ein wenig skeptisch, was dieses neue Zamonien-Buch angeht. Ich war nicht sofort Feuer und Flamme, war mir aber auch nicht sicher, woran es lag. Doch als dann die Reise durch das Gehirn begann, ist meine Skepsis verflogen und als ich dann das Ende erreichte, war ich begeistert wie eh und je. Walter Moers Kunst, mit den Worten umzugehen, neue Worte zu kreieren und vorhandene, aber eher unbekannte, zu nutzen, ist einfach unglaublich. Ich wünschte, ich könnte mir die vielen schönen Pfauenworte merken, wie z. B. Pisanzapra: Die Zeit, die man benötigt, um eine Banane zu essen. Ist das nicht wunderbar? Es stammt offenbar aus dem Malaiischen. Wunderbar.

Natürlich begegnen dem Leser während der Reise durch das Gehirn der Prinzessin wieder allerhand wundersame Kreaturen. Mit jeder verliebte ich mich mehr in Moers‘ Stil. Am allerliebsten hätte ich ja einen dieser regenbogenfarbenen Schwebegnome, also einen Zwielichtzwerg.

Das Ende ist dramatisch und traurig und daher absolut passend für eine Walter Moers Geschichte. Friede, Freude, Eierkuchen ist hier ja wirklich nicht an der Tagesordnung.

Hervorzuheben sind auf jeden Fall die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode. Es ist daher natürlich ihr Verdienst, wenn ich so gern einen Zwielichtzwerg zu Hause hätte.

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr ist ein wunderbares zamonisches Märchen, das mit seiner Sprachkunst und den großartigen Zeichnungen begeistert. Ein Muss für Fans!

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Ins Dunkle Herz der Nacht
»Was liest Du?«-Rezension von Fornika, am 08.01.2018

Prinzessin Dylia leidet an krankhafter Schlaflosigkeit. Seit nunmehr 18 schlaflosen Tagen und Nächten quält sie sich durchs heimische Schloss, die eigenen Gedanken in den einsamen Nachtstunden sind die einzige Gesellschaft. Bis plötzlich ein alptraumfarbener Nachtmahr auftaucht, der ihr auch gleich gesteht, dass er nie wieder verschwinden wird; zumindest nicht, bis er Dylia in den Wahnsinn getrieben hätte. Die ist von Natur aus neugierig und will die Reise dorthin möglichst schnell antreten. Schnellste Reiseroute: einmal quer durchs eigene Gehirn.

Bücher von Walter Moers haben mich schon immer begeistert: witzig, skurril, abstrus, voll von überbordender Fantasie, philosophische Untertöne, Wortwitz, herrliche Zeichnungen… All das gibt es in diesem Buch auch. Aber eben eine Spur zu wenig. Mich hat die Handlung nicht richtig überzeugen können, über weite Strecken war sie mir zu dünn. Eine Reise durch ein Gehirn hatten wir schon mal (s. Blaubär) und gefühlt hat der Autor diese kurze Episode spannender gestaltet, als hier ein ganzes Buch. Gerade den Anfang fand ich erstaunlich zäh, bis ca. S. 60 hat man gefühlt 58 Seiten alphabetischer Aufzählungen von irgendwas gelesen. Später kommt natürlich Fahrt ins Geschehen, aber auch eher gemächlich. Erzählen kann Moers natürlich immer noch, überrascht hat er mich manchmal auch. Aber immer wieder wurde die Geschichte heruntergebremst, gerade wenn es eigentlich in wilder Fahrt hätte weitergehen sollen. Die farbigen Zeichnungen haben mir gut gefallen (das erste Mal nicht aus eigener Feder, sondern aus der von Lydia Rode), aber manchmal wäre weniger hier mehr gewesen. Kein Mensch braucht so viele Zeichnungen geometrischer Figuren. Auch nicht in Farbe ; ) Insomnia und der Nachtmahr sind schöne Figuren, ihre bekommt gerade durch das Nachwort noch mehr Tiefe. Das Gekabbel der beiden hat mich gut unterhalten, und man sollte sich definitiv nicht von dem Begriff „Liebesgeschichte“ im Klappentext abschrecken lassen, denn es ist keine. Zumindest keine schmalztriefende.

Fazit: Ich finde „Die Prinzessin…“ nicht schlecht. Aber ich finde, dass Moers es besser kann. Ich bin gespannt, ob er das in seinem nächsten Werk wieder zeigen wird.

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Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.