QualityLand

QualityLand (Buch)

Roman

Buch
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Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer... (weiter)

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Details
AutorIn Marc-Uwe Kling
Seiten 381
EAN 9783550050152
Sprache deutsch
erschienen bei Ullstein Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 22.09.2017
Stichwörter Neuerscheinung 2017
Neu 2017
Zukunft
Dystopie
Satire
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 45 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.3 |  19 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  26 Bewertungen

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Ein perfektes Zusammenspiel mit dem Schreibstil und der sehr detaillierten Welt!
»Was liest Du?«-Rezension von Emmy29, am 15.03.2018

Titel: Qualityland
Autor: Marc-Uwe Kling
Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 22.09.2017
Seitenzahl: 384 
Preis: 18,00 Euro

Qualityland ist ein Ort, an dem alles rund läuft. Denn es ist die Zukunft. QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt, TheShop liefert dir dein gewünschtes Produkt, von dem du noch nicht einmal wusstest, dass du es brauchst und keiner braucht mehr Entscheidungen zu treffen. Doch Peter Arbeitsloser hat das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt, denn Maschinen werden immer menschlicher und Menschen immer maschineller...

Ich muss zugeben, dass ich nicht sofort wusste, dass es sich hier um eine Geschichte voller Humor handelt, die in der Zukunft spielt. Denn genau so kann man es beschreiben. Und ich denke, dass diese Art von Humor jeden auch nur ansatzweise zum Lachen bringen kann.

Man kann recht viel zum Inhalt sagen, aber ich versuche nicht alles vorwegzunehmen. Qualityland ist ein eigenes Land, welches in der Zukunft spielt und man könnte sagen, dass die Erschaffer ziemlich eitel waren. Man sollte im Zusammenhang mit Qualityland immer das Superlativ benutzen. Und auch die Nachnamen wurden geändert. Der Junge bekommt immer als Nachnamen den Beruf des Vaters und anders herum. So hatte der Vater von Peter Arbeitsloser beispielsweise keinen Beruf.

Auch gibt es selbstfahrende Autos und Maschinen können sprechen - es scheint sogar, als würden sie eigene Gefühle entwickeln. Der Betrieb TheShop sendet einem das Produkt zu, welches man sich gerade wünscht. Eine etwas unglaubwürdige Welt, aber wenn man das Buch länger liest, lernt man die Welt auch unglaublich gut kennen. 

Das Buch ist sehr gut aufgebaut und ich liebe diese Aufmachung einfach. Der Klappentext ist auf der ersten Seite des Buches versteckt und auf den ersten drei Seiten ist noch eine kurze Einführung aufgelistet. Diese ist meiner Meinung nach auch notwendig, denn sonst versteht man das ganze Konstrukt nicht so schnell. Meistens wird aus der Sicht von Peter Arbeitsloser erzählt, aber es gibt auch ein paar Figuren, die ein paar kleinere Gastrollen spielen. Einer davon ist Martyn, welcher der Sohn eines angesehenes Politikers ist und von Beruf auch einer ist. Er ist zuerst ein etwas verwirrender Charakter, aber dennoch muss man einfach über ihn lachen. Bereits auf den ersten paar Seiten von seiner Sicht kann man erkennen, dass er nicht ganz normal ist.

Auch gibt es zwischen diesen Sichten schwarze Seiten, auf denen mit weißer Schrift ein bisschen über dieses Land erzählt wird, es gibt Chats, aber auch Artikel. Zwischen all diesen kleineren Hinweisen versteckt sich irgendeinen Zusammenhang und es gab viele Momente, wo mir ein Licht aufgegangen ist, weil wieder ein Zusammenhang aufgeklärt wurde. 

Der Autor hält alles größtenteils recht einfach und man kann leicht seinen Erklärungen folgen. So gibt es auch einzelne Rückblicken auf die Vergangenheit wie dem Nationalsozialismus. Wie die Leute mit dieser Zeit umgehen ist eigentlich schon erschreckend, allerdings wurde es so grandios umgesetzt, dass es schon wieder zum Lachen war.

Den Schreibstil mochte ich total gerne und er war sehr flüssig, aber auch sehr außergewöhnlich. Die Handlungen waren nur so von Humor geprägt, was sie aber auch absurd machte. Aber genau das mochte ich so gerne an diesem Buch. 
Anfangs hat mir der rote Fanden etwas gefehlt, weil man nur so durch die Welt geschwebt ist, aber es gab kein konkretes Ziel, auf welches der Autor zugesteuert hat. Dann begann aber eine Art Reise für Peter Arbeitsloser und ich mochte  die Wendung nicht sofort, weil es für mich schon etwas zu absurd war. Es passte meiner Meinung nach nicht ganz in diese Welt und auch nicht zum Charakter von Peter Arbeitsloser. Dies führte auch dazu, dass ich nicht ganz vollends zufrieden mit dem Ende war, welches aber auch noch andere Gründe hatte, welche ich nicht näher erläutern werde, weil es sonst ein gewaltiger Spoiler werden würde. 

Fazit: Es ist mal ein außergewöhnliches Humorbuch, welches aber auch Geschmackssache ist. Nicht jeder wird es so gerne mögen wie ich, allerdings mochte ich das Zusammenspiel mit diesem Schreibstil und der detaillierten Welt sehr gerne. Das Ende war nicht ganz so mein Geschmack, aber ansonsten kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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Gesellschaftskritik verpackt hinter humorvollem Zukunftsszenario
»Was liest Du?«-Rezension von Magdalena Kappler, am 06.02.2018


Ein Land, in welchem ein Level alles aussagt, was man über einen Menschen wissen muss, in welchem Großkonzerne und Politik jedem Menschen seine Handlungen vorgeben und man sich nicht entziehen kann, und in welcher in Kürze ein Androide zum Präsident gewählt werden soll. Um dieses Land geht es in Marc-Uwe Klings humorvoll aufbereitetem Zukunftsroman. Dem System zu entkommen ist nicht vorgesehen. Trotzdem versucht Peter sein Glück, zusammen mit einer kleinen, zusammengewürfelten Truppe aus schrottreifen Maschinen. 
Das Buch ist gut und humorvoll geschrieben und trifft viele Dinge auf den Punkt. Es ist die Beschreibung einer faszinierenden Welt, in welcher Menschen immer mehr zu Maschinen werden und Maschinen immer menschlicher, und das mit allen Konsequenzen. Die Beschreibung ist gelungen, nimmt einen mit, zeigt teilweise die faszinierenden, aber auch die fragwürdigen Seiten einer fortschreitenden Überwachung und Technisierung auf. Der Handlungsstrang hingegen ist eher mau, die Handlung ist Nebensache, nicht übermäßig spannend und ausgefeilt. Das hat mich jedoch nicht weiter gestört. Das Buch lebt von seinen schrägen, komischen, und manchmal nachdenklich stimmenden Ideen, von seinem Humor, von der Überzeichung einer zugespitzten Science-Fiction Welt. 
Und nicht zuletzt fand ich die Vermarktung absolut clever, was könnte zu so einem Buch besser passen als individualisierte Ausgaben für unterschiedliche Lesercharaktere?
 

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Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig - und so komisch wie die Känguru-Trilogie.