Rache und Rosenblüte (Buch)

Renée Ahdieh

Übersetzung: Martina M. Oepping

Buch
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Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von... (weiter)

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Details
AutorIn Renée Ahdieh
Übersetzung Martina M. Oepping
Edition 1. Aufl.
Seiten 431
EAN 9783846600405
Sprache deutsch
erschienen bei Lübbe
Erscheinungsdatum 16.03.2017
Ursprungstitel The Rose and the Dagger
Altersfreigabe ab 12 Jahren
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø3.9 | 117 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.8 |  62 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.9 |  55 Bewertungen

5 Sterne
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1 Stern

Gelungener Abschluss mit vielschichtigen Charakteren
»Was liest Du?«-Rezension von Weltenträumerin, am 03.08.2017

! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER !

Inhalt:

Als das Inferno über Ray hineinbrach, ist Shahrzad aus der Stadt geflohen und lebt nun in einem Lager in der Wüste bei Tarik und ihrer Schwester, wo ihr Misstrauen entgegenschlägt. Während sich die Menschen um sie herum zu einem Krieg gegen den Kalifen und damit gegen ihre Liebe rüsten, sucht Shahrzad nach einer Möglichkeit, um Chalids Fluch zu brechen ...

Meine Meinung:

Ich denke, es bleibt jedem selbst überlassen, wie er die Ermordung der Mädchen bewertet. Denn ich glaube, genau diesen Konflikt, in den man dabei unweigerlich gerät, macht das Buch aus. Man kann sich wie Shahrzad dafür entscheiden, dass ihm keine Alternativen blieben, dass er durch den Fluch dazu gezwungen wurde, um sein Königreich zu retten, unschuldige Mädchen zu töten. Oder man sagt, dass er alles nur nicht das hätte tun sollen, keine Ahnung, sich umbringen oder zusehen, wie sein Königreich zerstört wird.
In gewisser Weise bleibt es also jedem überlassen, inwieweit man Chalid verantwortlich sieht. Und der Konflikt besteht eben darin, dass er letztendlich ein Mensch ist, der das so nicht gewollt hat.

Nimmt man diese ganze Sache außer Betracht, ist Chalid ein Charakter, den ich wirklich mochte. Vor allem wegen seiner Tiefe. Auf der einen Seite ist er manchmal voller Wut, auf der anderen meist beherrscht, kühl, kalkulierend, berechnend. Er ist ein Charakter, der geprägt ist von dem Leid (nicht nur was den Fluch angeht, sondern auch seine Herkunft) und der Verantwortung, wobei er letztere auf sich nimmt. Wenn er nicht gerade Mädchen umbringt, handelt er oft intelligent und trotz seiner Jugend durchaus wie ein würdiger Herrscher.
Auf der anderen Seite haben wir dann Shahrzad, die einen ebenso starken Charakter darstellt. Impulsiver, schlagfertig, aber niemand, der einfach aufgibt. Und niemand, der zusehen würde, wie ihr nahestehende Menschen verletzt würden. Sie ist leidenschaftlich, loyal und setzt sich zur Wehr. Sie kann aufbrausend sein, aber auch die Folgen ihres Handelns abwägen.

In diesem Teil erhält nun auch Shahrzads Schwester Irsa zunehmend Raum - auch dank einiger Passagen aus ihrer Sicht - und entfaltet sich als vielschichtiger Charakter. Trotz ihrer Jugend ist auch sie eine starke, wenn auch noch manchmal etwas unsichere, dennoch aber störrische Persönlichkeit.
Auch andere Charaktere zeigen sich oft als vielschichtig.
Zu meiner Freude wird das Liebesdreieck nicht unnötig dramatisiert. Shahrzad macht Tarik unmissverständlich klar, dass sie Chalid vorzieht, und obwohl Tarik mit Wut vor allem aufgrund Chalids Taten reagiert, will er doch seine alte Liebe zumindest schützen. Dabei zeigt sich vor allem in den Abschnitten aus seiner Sicht auch die Tiefe seines Charakters, der zwischen der Liebe zu Shahrzad und seinem Hass auf den Kalifen hin und her gerissen ist. Und auch er entwickelt sich weiter.

Zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Handlung ein wenig vor sich hindümpelt. Sie ist nicht direkt langweilig, aber es passiert eben auch nicht sonderlich viel. Besonders zum Ende hin nahm sie dann jedoch wieder Fahrt auf und schon aber der Mitte war ich absolut an das Buch gefesselt. Auch die Auflösung der Dilogie war letztendlich stimmig. Zwischendurch hat die Geschichte auch fast feministische Züge.
In dem Abschluss erfährt man nun auch mehr über die Magie, was ich ganz interessant fand, auch wenn der Aspekt aufgrund des fehlenden Raumes nicht allzu sehr vertieft wurde.

Fazit: Starke Protagonisten, vielschichtige Charaktere und eine Handlung, die erst ab der Mitte spannender wird, dann jedoch an die Seiten zu fesseln weiß

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Ein dramatisches Abenteuer in 1001 Nacht!
»Was liest Du?«-Rezension von MissPaperback, am 03.08.2017

Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich mich sehr auf diesen Reihenabschluss gefreut habe. Da mir Zorn und Morgenröte bereits so gut gefallen hat, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an den Abschlussband der Dilogie von Renée Ahdieh. Ich kam auch direkt wieder in der Geschichte an, obwohl längere Zeit des Lesens zwischen dem ersten und dem zweiten Band lag. Der Schreibstil der Autorin kam mir direkt wieder vertraut vor. Der flüssige, mitreißende Stil lässt den Leser eintauchen in die Welt aus 1001 Nacht, es fühlt sich an, als hätte man die Welt nie hinter sich gelassen. Der zweite Band knüpft demnach direkt am Ende des ersten an.

Die dramatische Szenerie hält den Leser in Atem, lässt einen die Welt voller Gier, Macht und Krieg spüren, aber dennoch verliert man nicht die romantische Seite der Liebenden in diesem Abenteuer.
Die Charaktere erleben im zweiten Band nochmal eine rasende Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Vor allem Chalid lernt man deutlich besser kennen und auch Shahrzad gewinnt immer mehr Eigenschaften dazu, die ich bisher nicht entdecken konnte. Ihre weiche Seite entweicht immer häufiger ihrem harten Kern und dennoch ist sie weiterhin sehr mutig und kämpft für ihre Ideale.

Die Handlungsstränge der Nebencharaktere, wie die Irsas, der kleinen Schwester Shahrzads, aber auch die des Tarik waren sehr angenehm und der Leser erhält ein rundes Bild über die handelnden Personen in der Geschichte. Zudem ist der Autorin die Darstellung der Szenerie, sowie den Handlungsorten sehr gut gelungen. Weshalb ich es an dieser Stelle betonen muss. Sie schafft es dem Leser eine große Welt mit vielen Details näher zu bringen, so zu beschreiben, als fühlte man sich am gleichen Ort wie Shahrzad und Chalid wieder. Eine großartige Gabe und meiner Meinung nach das Alleinstellungsmerkmal ihrer Geschichten.

Was ich jedoch etwas schade fand war der Handlungsverlauf. Das Leben findet doch sehr lange in dem Kriegslager statt, in dem Shahrzad wie eine Gefangene mit ihrer Familie lebt. Von Chalid bekommt man leider kaum etwas mit. Immer wieder kleine Passagen lassen darauf schließen, was er gerade macht. In diesem Punkt hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Da der Roman aber dennoch kaum an Tempo verliert und die Dramatik am Ende ihren Höhepunkt findet, ist dies nicht weiter störend.

Der Abschlussband der Dilogie von Renée Ahdieh hat mir sehr gut gefallen. Die schöne Szenerie und die Entwicklung der Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, weshalb ich diese Reihe nur empfehlen kann. Wer in 1001 Nacht entführt werden möchte, liegt mit dieser Geschichte genau richtig.

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Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von dir dieses Leben tausendfach. Shahrzad und Chalid haben sich gefunden. Und obwohl ihre Gefühle füreinander unverbrüchlich sind, lauert da immer noch der Fluch, der dem jungen Kalifen auferlegt wurde. Sie wissen beide, dass diese Last ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg steht. Und so verlässt Shahrzad den Palast. Sie verlässt Chalid. Aber kann sie einen Weg finden, ihre große Liebe nicht zu verlieren? Und kann sie verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben?