Schneewittchen muss sterben

Schneewittchen muss sterben (Taschenbuch)

Kriminalroman. Originalausgabe

Taschenbuch
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Der Millionen-Bestseller von Nele Neuhaus Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver... (weiter)

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Details
AutorIn Nele Neuhaus
Seiten 544
EAN 9783548609829
Sprache deutsch
erschienen bei Ullstein Taschenbuchvlg.
Erscheinungsdatum 07.2010
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 133 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  29 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  104 Bewertungen

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Spannung pur!
»Was liest Du?«-Rezension von Sabz, am 16.03.2018

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:

https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2018/03/rezension-schneewittchen-muss-sterben.html

Inhalt:

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…

Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Buch schon seit ein paar Jahren bei mir rumliegt. Ich weiß gar nicht seit wann genau, schätze aber, dass ich es kurz nach Erscheinen im Jahr 2010 gekauft habe. Nach dem ich es nun gelesen habe, ärgere ich mich, denn ich hatte die ganze Zeit einen kleinen Schatz in meinem Bücherregal liegen und habe nichts gemerkt.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und das Buch ist sehr angenehm zu lesen. Auch das Cover gefällt mir, der Himmel wirkt recht düster und die Blutflecken zeigen schon einmal, was auf einen zukommt.

Das Buch beginnt mit der Rückkehr von Tobias, der wegen Doppelmordes an zwei Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde und seine Strafe nun abgesessen hat. Erst nach seiner Rückkehr werden ihm die Konsequenzen für seine Eltern deutlich – seine Mutter ist ausgezogen und hat ihren Namen geändert, sein Vater hat seinen Gasthof verloren und einen Haufen Schulden gemacht. Nun muss sich Tobias nicht nur dem Hass der Dorfbewohner, sondern auch seiner Vergangenheit stellen. Denn obwohl er verurteilt wurde, erinnert er sich selbst angeblich nicht an die Tat und auch die Leichen der Mädchen wurden nie gefunden.

Als eines Tages jedoch eine Mädchenleiche gefunden wird und die Polizei zu ermitteln beginnt, kommen leise Zweifel an Tobias’ Schuld auf.  

Im Verlaufe der Geschichte lernen wir auch die anderen Dorfbewohner kennen und alle scheinen irgendwie Dreck am Stecken zu haben: Wieso lügen einige der Dorfbewohner? Wieso ist ein Mann aufgrund des einen Anrufs so schockiert? Wieso denkt eine Frau „Bitte, bitte nicht noch einmal“ als sie ein Mädchen sieht, das einem der Opfer von damals ähnelt? Je weiter wir in der Geschichte voranschreiten, desto mehr Hinweise und Rätsel gibt es.

Besonders positiv aufgefallen sind mir die Kapitel, in denen keine Namen genannt wurden. Man weiß also, was dieser jemand gerade denkt und was er tut, aber nicht um wen es sich dabei handelt. Das hat nicht nur die Spannung in die Höhe getrieben, sondern mich auch ein bisschen wahnsinnig gemacht, weil ich einfach so gar keinen Schimmer hatte, wer das sein könnte, es aber unbedingt wissen wollte. Zum Glück gab es nur wenige solcher Kapitel, sonst hätte ich die Spannung wahrscheinlich gar nicht ausgehalten.

Aber auch abgesehen von diesen Kapiteln strotzt das Buch nur so vor Spannung. Ich hatte keine ruhige Minute! Selbst am Ende, wo sich alles aufgeklärt hat und ich dachte, ich könnte nun endlich einmal durchatmen – Fehlanzeige! Der Spannungsbogen umfasst tatsächlich die erste bis zur letzten Seite.

Der einzige Störfaktor waren für mich die vielen Charaktere. Da in dem Dorf alles Familien wohnen, fiel es mir manchmal schwer einzuordnen, zu welcher Familie die einzelnen Dorfbewohner nun gehörten und in welchem Verhältnis sie z.B. zu Tobias, dem verurteilten Doppelmörder, standen.

Fazit:

Ein sehr angenehmer Schreibstil und ein von vorne bis hinten unglaublich spannendes Buch. Es erhält von mir 4,5 von 5 Sterne. 

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Mittelklassig
»Was liest Du?«-Rezension von verschlungene Bücher, am 13.11.2016

MEINE MEINUNG

Mir wurde dieses Buch als „unglaublich gut“ beschrieben. Leider konnte ich die Begeisterung nicht teilen. Ich hatte aber auch etwas ganz anderes erwartet. Ich dachte das Buch sei aus der Sicht der Ermittler geschrieben, so dass man diese bei den Ermittlungen begleitet. Doch dem ist nicht so. Das Buch ist aus sehr vielen, meiner Meinung nach schon zu vielen, verschiedenen Perspektiven geschrieben. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, dass es darum geht den Fall zu lösen, sondern vielmehr nur darum den Leser zu verwirren.

Allerdings fängt das Buch sehr gut an. Tobias wird nach 10 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in sein altes Elternhaus zurück. Er wurde wegen dem Mord an zwei Mädchen verurteilt, dessen Leichen bis heute nicht gefunden wurden. Durch seine Rückkehr wird er zur Zielscheibe im gesamten Dorf.

Die Autorin hat ein Talent zu Beginn viele verschiedene Handlungen anzusprechen, die scheinbar keinen Zusammenhang haben. Erst im Laufe der Geschichte erkennt man die Zusammenhänge. Allerdings finde ich es Schade, dass so viele unwichtige Nebenhandlungen mit aufgenommen wurden, die für den Verlauf des Buches keine Bedeutung haben. Ein paar Nebenhandlungen, durch die man die Charaktere besser kennen lernt, finde ich nicht schlimm, aber sie sollten unauffälliger in die Handlung mit eingebaut werden und nicht so abgehakt sein.

Am meisten hat mich jedoch gestört, dass die Geschichte eigentlich schon viel früher zu Ende sein könnte. Auf den letzten Seiten hatte ich das Gefühl, als wenn der Abschluss für die Autorin noch nicht dramatisch genug war und sie deswegen noch mehr Dramatik brauchte. So kam es zu dem Unfall im Krankenhaus und der Schießerei. Beides fand ich eher unnötig und hatte keine Verbindung zu den vorderen Teilen der Handlung. Mir wäre es lieber gewesen dies Buch wäre eher zu Ende gewesen.

Als letztes muss ich kritisieren, dass es teilweise so wirkte, als habe die Autorin die Handlung aus den Augen verloren. So kam es mir zumindest vor, als Pia und Oliver das vermisste Mädchen suchen sollen und sich immer wieder mit ganz anderen Dingen beschäftigen.

Aber nichts desto trotz  hat das Buch eine gut durchdachte Handlung, die dem Leser während des Lesens genug Fragen aufwirft. Für die es aber eine plausible Erklärung gibt.

DER SCHREIBSTIL

Die Autorin hat einen guten Schreibstil. Sie schreibt in verschachtelten Sätzen, die dennoch leicht zu verstehen sind. Vor allem, dass sie einen etwas anderen Wortschatz benutzt, als ich es sonst gewohnt bin, hat mir sehr gut gefallen.

DIE CHARAKTERE

In dem Buch gibt es so viele Personen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Und weswegen ich auch immer leicht verwirrt war, wer wer ist. (Ich und Namen...) Am besten hat mir Tobias gefallen, denn er hat mich am meisten berührt. Mit seiner Person habe ich immer mitgefiebert und gehofft, dass alles für ihn gut wird.

Die Ermittlerin Pia Kirchhoff kam mir etwas zu perfekt rüber. Sie löst die Probleme anderer scheinbar ohne Schwierigkeiten und hat auch noch mit allen ihren Vermutungen recht. Wobei sie aber scheinbar keine Schwächen hat. Ihr Kollege Oliver von Bodenstein ist da ganz anders. Er macht in dem Buch eine interessante Entwicklung durch. Und er scheint das Gegenteil von perfekt zu sein. Seine Angst vor Ratten macht ihn mir irgendwie sympathisch.

Zwei weitere wichtige Personen für dieses Buch sind Thies, der Autist, und Amelie, das zweite Schneewittchen. Die beiden Charaktere sind aus dem Buch nicht wegzudenken und ermöglichen der Autorin viel mehr Spielraum.

FAZIT

Das Buch hat eine gute Handlung, die genaustens durchdacht ist, dennoch wurde ich mit dem Krimi nicht richtig warm. Ob dies an den vielen Nebenhandlungen, meinen anderen Erwartungen oder an dem Ende lag? Ich kann es nicht sagen. Dennoch vergebe ich 3 Sterne, da dieses Buch ein guter Zeitvertreib war.

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Der Millionen-Bestseller von Nele Neuhaus Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd... Entdecken Sie auch SOMMER DER WAHRHEIT, einen fesselnden Roman, den Nele Neuhaus unter dem Namen Nele Löwenberg geschrieben hat!