Seelenspalter (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
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Düster, intensiv, geheimnisvoll: "Seelenspalter" ist atemberaubende Assassinen-Fantasy von der mehrfach preisgekrönten Autorin Ju Honisch Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem... (weiter)

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Details
AutorIn Ju Honisch
Seiten 816
EAN 9783426518441
Sprache deutsch
erschienen bei Droemer/Knaur
Erscheinungsdatum 23.02.2017
Rezensionen
Autorenportrait
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Seelenspalter
»Was liest Du?«-Rezension von Mine_B, am 25.05.2017

Die Autorin Ju Honisch hat mit „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ den Auftakt zu einer Fantasy- Reihe geschrieben. In diesem Buch wird man in die Klingenwelt eingeführt und auch die Welt der Xyi, einer Gemeinschaft aus Assassinen, welche im Geheimen die Geschehnisse dieser Welt lenken, wird näher beleuchtet.

 

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):

Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Elixier lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

 

Das Fantasy- Buch „Seelenspalter“ war mein erstes Buch von dieser Autorin. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und ich war schon sehr gespannt, wie Ju Honisch ihre Geschichte über eine Gemeinschaft aus Assassinen erzählt.

Auf den ersten paar Seiten musste ich mich erst einmal an den Schreibstil gewöhnen. Die teilweise recht häufig vorkommenden Schachtelsätze empfand ich zu Beginn als recht gewöhnungsbedürftig. Doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte mich dieses Buch packen, ich empfand den Schreibstil dann sogar als angenehm und packend, sodass ich vollkommen in die Klingenwelt abtauchen konnte. Der bildhafte Erzählstil von Honisch hat mir ebenfalls gut gefallen, sodass ich mir diese fremdartige Welt gut vorstellen konnte. Hierbei werden selbstkreierte Wörter und auch Wesen, welche an unserer Sprache angelehnt sind, verwendet, um die Andersartigkeit zu unserer Welt zu betonen. Die fantastische Welt ist vielseitig gestaltet und kann durchaus durch seine Komplexität überzeugen. Auch werden gewisse Themen wie die Geographie oder auch die Geschichte dieser Welt thematisiert, dies hat mir gut gefallen und konnte mir diese gefährliche Welt näher bringen. Leider hat mir eine Karte im Buch gefehlt. Diese wäre auf jeden Fall hilfreich gewesen, da man im Verlauf der Geschichte doch recht unterschiedliche Schauplätze besucht. Eine grobe Orientierung anhand einer Karte wäre meiner Meinung nach auch für die Geschichte wesentlich gewesen. Öfters habe ich mir beim Lesen eine Karte gewünscht, weil ich einfach gerne den Weg der Personen mit verfolge, besonders wenn dieses Geschehen in einer fiktiven Welt spielt und unterschiedliche Orte aufgesucht werden – diese Personen sich in der Welt bewegen.

Gut gefallen haben mir die verschiedenen Erzählstränge. Hierbei wird unter anderem die Vergangenheit der Protagonistin Maleni thematisiert. Wie sie ihre Familie verloren hat und wie sie zu der Gemeinschaft der Xyi gekommen ist, wie diese sie erzogen haben. Durch den Einblick in die Erziehung kann man gut gewisse Handlungen und Ansichten von Maleni nachvollziehen. Man erfährt aus erster Hand den Werdegang von Maleni und bekommt dadurch einen Einblick in die Welt der Assassinen. Auch empfand ich, dass die Vergangenheit gut in das aktuelle Geschehen mit eingeflossen ist. Die Verknüpfung dieser beiden Stränge, das Ineinandergreifen von Gegenwart und Vergangenheit, hat mir gut gefallen und konnte mich von den Erzählkünsten der Autorin überzeugen. Auch das Konzept der Bruderschaft fand ich ansprechend. Man bekommt bruchstückhaft Informationen zu dieser Gemeinschaft. Zu Beginn des Buches kennt man nur Malenis Ansicht zu den Xyi. Doch im Verlaufe des Buches ändert sich immer mehr die Meinung zu dieser Zusammenkunft. Dennoch bleiben die Xyi bis zum Ende des Buches recht geheimnisvoll und ich stellte im Verlaufe des Buches einige Theorien zu dieser Bruderschaft auf. Man möchte einfach immer mehr über sie erfahren, dabei wird die Spannung permanent gesteigert. Allgemein werden einige spannende Wendungen eingebaut, wobei ich mit vielen wirklich nicht gerechnet hatte. Selten konnten die Protagonisten durchatmen, eine spannende Szene jagte die andere und dennoch wirkte der Verlauf der Geschichte nicht aufgesetzt oder überladen.

Was mir persönlich auch gut gefallen hat: das Konzept mit den zwei Seelen in einem Körper. Dieses Konzept ist nicht neu, dennoch fand ich die Umsetzung gelungen. Ich selber habe gerätselt, was es mit dieser zweiten Seele eigentlich auf sich hat, was dahinter steckt. Auch die Auflösung dahinter konnte mich überzeugen.

Der Einstieg in die Geschichte ist recht direkt. Man wird mitten in das Geschehen hereingeworfen und ist mitten bei einer Aktion von Maleni bzw. Taryah dabei. Taryah ist die Kriegerseele von Maleni. Zu Beginn musste ich mich erst einmal an den Umstand gewöhnen, dass die beiden Seelen in einem Körper stecken, aber nicht vereint sind – dass sie unterschiedliche Aufgaben und auch Gedanken und Gefühle haben. Aber diese Eingewöhnung dauerte nicht lange und durch diese innere Zerrissenheit wurde zusätzliche Spannung aufgebaut. Auch die Nebenfiguren haben mir gefallen. Zu gerne hätte ich noch ein bisschen mehr über diese gelesen. Leider erfährt man nur bruchstückhaft etwas über die beiden Schmiede. Zum Ende hin erfährt man zwar immer mehr über diese beiden ungewöhnlichen Gesellen, dennoch hätte ich gerne einfach mehr über sie erfahren.

Das Ende ist recht fulminant gehalten. Leider konnte es mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Meiner Meinung nach passte es nicht so ganz zur restlichen Geschichte. Die Geschichte an sich ist abgeschlossen. Dennoch können wir uns auf weitere Geschichten aus der Klingenwelt freuen, wobei ich noch nicht weiß, ob wir Maleni und ihre Reisegefährten wiedertreffen werden.

 

Insgesamt hat mir „Seelenspalter – Die Geheimnisse der Klingenwelt“ von Ju Honisch gut gefallen. Ein gelungener Auftakt, welcher das Interesse an der Welt weckt, sodass man einfach gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Aufgrund ein paar kleinerer Schwachstellen möchte ich dem Buch 4 Sterne vergeben.

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Gelungener Auftakt
»Was liest Du?«-Rezension von thebookpassion, am 07.05.2017

Im Achten Reich herrscht ewig Krieg und es scheint so, als ob sich ein Jeder einmischt. Jeder möchte die endgültige Macht erhalten und so werden oft harte Mittel eingesetzt. Neben den offensichtlichen politischen Gegner scheint sich aber auch ein geheimer Orden einzumischen. Maleni und zugleich auch Taryah, ist eine Assassine. Sie wurde von eben diesem Orden ausgebildet. Seitdem führt sie ohne jedes Wenn und Aber ihre Aufträge aus. Doch sind die Seelen in dem Körper wirklich Freunde oder doch eher erbitterte Feindinnen?

Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach neuen Autorinnen oder Autoren aus dem deutschsprachigen Raum und war daher sehr gespannt auf „Seelenspalter“. Schon die ersten Seiten zeigen, dass der Roman voller rasanter Abenteuer, Gewalt und Gefahr ist. 
So gibt es keine große Einleitung und man befindet sich direkt mitten in einem gefährlichen Auftrag von Maleni/ Taryah, denn die beiden sind im Auftrag ihres Ordens unterwegs. 
Ich konnte von Beginn an den Orden nicht in eine Sparte einordnen und kam nicht um hin mich ständig zu fragen, welche Absichten der Orden verfolgt und ob er eher gut oder böse ist. Auch Maleni weiß viel zu wenig über den Orden, obwohl sie dort aufgewachsen ist, denn die Anführer hüten ihre Geheimnisse und versuchen alle wichtigen Informationen zu verschleiern. Nach und nach beschleichen jedoch auch Maleni gewisse Zweifel und so konnte ich mir zusammen mit der Protagonistin Gedanken bezüglich der Absichten machen. Die Autorin lässt einem genug Raum zum Spekulieren. Man wird angeregt nachzudenken und eigene Theorien zu ersinnen und dennoch erhält man genügend Informationen über die Welt, sodass man sich alles bestens vorstellen und verstehen kann.

Durch Rückblenden erhält man ein relativ umfassendes Bild von Malenis Ausbildung, sodass man verstehen kann, warum sie zu dieser Figur wurde und sich so verhält. Zudem erhält man durch die Rückblenden auch einige Informationen über die Seelen und wie es zwei Seelen gelingt einen Körper zu bewohnen. Insgesamt ist die Idee nicht neu aber wirklich gut umgesetzt. Man bekommt nach und nach eine Erklärung für das „Seelenspalten“ geliefert und man muss es nicht einfach als eine gegebene Tatsache akzeptieren.

Der Autorin gelingt es eine gewisse Grundspannung aufzubauen und hat mir jedoch auch gleichzeitig die Möglichkeit gegeben zwischen rasanten Situationen Luft zu holen. Aufgrund dessen wirkt die Geschichte trotz der konstanten Spannung nicht gehetzt.

Mir hat vor allem die Protagonistin Maleni gefallen, denn Ju Honisch schildert den Zwiespalt der Figur und das Hadern mit unterschiedlichen Entscheidung einfach sehr realistisch. Durch die zuvor erwähnten Rückblicke konnte ich die Entscheidung einfach immer recht gut nachvollziehen und verstehen. 
Die anderen Figuren wirkten für mich aber leider etwas flach und ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin zu sehr auf die Protagonisten fixiert, sodass die Nebenfiguren kaum Platz erhalten haben. Oft waren für mich die Gefühle der Charaktere nicht nachvollziehbar oder sogar übertrieben.

Insgesamt konnte mich „Seelenspalter“ auf ganzer Linie überzeugen, auch wenn ich ein paar Probleme mit den Nebenfiguren hatte. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung (jedoch mit anderen Figuren). Die Protagonistin und die Welt sind gut ausgearbeitet und haben einen ganz eigenen Charme.

(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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Düster, intensiv, geheimnisvoll: "Seelenspalter" ist atemberaubende Assassinen-Fantasy von der mehrfach preisgekrönten Autorin Ju Honisch Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Ritual lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist - sondern ihr größter Feind.

Ju Honisch ist in Bayern aufgewachsen und hat Anglistik und Geschichte in München studiert. Vieles, was sie schreibt, gehört in den Bereich der Phantastik oder ist nicht weit entfernt davon angesiedelt. Ihr Debütroman Das Obsidianherz wurde mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet, für Schwingen aus Stein gewann sie 2014 den Phantastik-Preis "Seraph". Ju Honisch lebt in Hessen.