Steampunk Akte Deutschland

Steampunk Akte Deutschland (Taschenbuch)

15 Steampunk-Geschichten aus Deutschland. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Phantastik-Preis 2015, Kategorie Beste Original-Anthologie

Taschenbuch
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Deutschland - Geografisches Herz Europas, Land der Dichter und Denker, Hochburg des Erfindergeistes. In einer retro-futuristischen Welt wurden die Weichen der Geschichte neu gestellt und zwischen Dampfmaschinen und Zeppelinen... (weiter)

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Details
AutorIn Detlef Klewer, Corinna Schattauer, Katharina Fiona Bode, Daniel Huster, Daniela Herbst, Kim Christine Wiefelspütz
Seiten 223
EAN 9783945045008
Sprache deutsch
erschienen bei Art Skript Phantastik
Erscheinungsdatum 17.07.2014
Altersfreigabe ab 14 Jahren
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 9 Meinungen

davon Rezensionen:
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davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  4 Bewertungen

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Gute, aber nicht herausragende Anthologie
»Was liest Du?«-Rezension von Archer, am 11.04.2016

Nachdem ich vor kurzem erst Steampunk 1851 gelesen hatte, das vom selben Verlag (ArtSkript) war und mir sehr gut gefiel, nahm ich mir auch diese Anthologie vor. Und im direkten Vergleich zu 1851 fällt diese Geschichtensammlung ein wenig ab, sowohl in der Originalität als auch im Schreibstil.

Wie schon bei der ersten Anthologie gebe ich eine kurze Beschreibung zu den einzelnen Geschichten ab.

Der Mechanische Mann (Detlef Klever): Zombies vs. Cyborgs. Im deutsch-französischen Krieg kämpft man mit allen Mitteln um den Sieg und Bismarck ist kein einfacher Mensch. (So oder so nicht.) Aber Flobert-Waffen? Wirklich? Meines Wissens nach wurden die nicht im Krieg eingesetzt, zu schwache Wirkung.

Die Geister, die ich rief (Corinna Schattauer): Eric und Cleo bauen eine Maschine, die etwas Schlimmeres erweckt als neue Erkenntnisse.

Erasmus Emmerich & der Messing-Türknauf: Was passieren kann, wenn ein dilletantischer Detektiv die falschen Fragen stellt, richtige Antworten erhält und aus Versehen die Welt dadurch rettet.

Proterius' Konservendose (Daniel Huster): Eine recht verwirrende Geschichte über einen Erfinder und seine Schöpfung.

Seelenverzehrer (Daniela Herbst): Ein Setting in der Zukunft mit Ansichten und Technologie des 19. Jahrhunderts mit übernatürlichen Wesen und einem Mann, der in seine eigene Falle läuft.

Wolfsjäger (Kim Christine Wiefelspütz): Die schwächste Geschichte über einen mit Steampunktechnik ausgerüsteten Werwolfsjäger.

Die Tücken der Technik (Dennis Frey): Ein Mechaniker in Geldnöten baut mit Hilfe teuflischer Mächte für einen alten Soldaten eine Uniform, die ihn unbesiegbar machen soll.

 Archibald Leach und der Plan des Kaisers (Markus Cremer): Eine weitere Geschichte über Leach, den man schon bei 1851 kennenlernen durfte; weiterhin Auftritte haben Karl May und Cyborgs, Dr. Moreau und der Rhein, der sich plötzlich um Magdeburg schlängelt. ^^

Der Geist in der Maschine (Marion Fischl): Eine Maschine, die gut und böse unterscheiden kann, bekommt die Macht, die "Bösen" zu exekutieren.

Der Plan des Grafen von B. (Adrian Sommerfeldt): Ein teuflischer Plan, den dieser Graf da ausheckt, um mit Hilfe von diversen Maschinen und "Freiwilligen" seine Tochter zu retten.

Der Wunsch (Ashley Kalandur): Und wieder ist es eine Maschine und das, was sie enthält, die etwas bewirken soll - in dem Fall die Verjüngung und das ewige Leben.

Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth (Isabelle Wallat): Die geschickte und kluge Helena, die auch Mechanikerin ist, rettet ihre Freunde und Nachbarn vor einem uralten Wesen.

Der Mann in Schwarz (Fabian Dombrowski): Zeitreisen und ihre Auswirkungen, Steam Punk war das eher nicht, obwohl es eine interessante Geschichte war.

Der Parasiteur (Andrea Bienek): Ein Kommissar findet am Ort eines Verbrechens nicht nur geheimnisvolle Maschinen und Fallen, sondern auch seine Bestimmung.

Der Gehilfe des Puppenmachers (Daniel Schlegel): Der Sohn eines berühmten Puppenmachers geht einen Pakt mit dem Teufel ein, um die Fähigkeiten seines Vaters zu übertreffen und schreckt auch vor Mord nicht zurück.

Ich finde, weniger wäre mehr gewesen, hätte der Anthologie mehr Präsenz und Eindruck verschafft. So geht alles ein bisschen unter, zumal die meisten Geschichten eher durchschnittlich und manchmal ähnlich sind.

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Chapeau vor diesem Meisterwerk der Anthologien !
»Was liest Du?«-Rezension von Sandra Wegl, am 02.03.2016

Diese Anthologie enthält 15 fantastische Kurzgeschichten aus der Welt des Steampunk und der düsteren Fantasy vom Art Skript Phantastik Verlag, den wir auf diesem Blog schon kurz vorgestellt haben.

Inhalt :

15 extrem spannende und fantasievolle Kurzgeschichten auf einer Länge von jeweils 15-20 Seiten entführen uns in eine kurzweilige und bunte Welt.

Geister, Werwölfe, biomechanische Erfindungen aller Art.  Seelenwanderung, Zeitreisen, Menschenfresser. Vampire, grauenhafte Zukunftsvisionen, Trolle und Zombies – hier kommt wirklich niemand zu kurz.

Eine der Geschichten, die ich besonders hervorheben möchte, ist „die Geister die ich rief“ von Corinna Schauer. Durch eine kleine Maschine gelingt es Cleo und Eric, in einem alten Dom einen Geist ins Leben zu rufen. Leider wird ungebetenerweise auch ein Seelenfresser aus der anderen Welt herübergeholt.  Glücklicherweise besitzt die katholische Kirche ein Gerät, das den Seelenfresser zurückschicken kann….

Ebenfalls leider für mich zu kurz war die Werwolfgeschichte „Wolfsjäger“ von Kim Christine Wiefelspütz, in der Pascal versucht, Castrop-Rauxel von der Werwolfplage zu befreien, und eines Nachts fast selbst gebissen wird. Doch da kommt ihm die geheimnisvolle Elisabeth zur Hilfe.

In „die Tücken der Technik“ von Dennis Frey will der begabte Maschinenbauer Joris einem Kriegsveteranen wieder zu alter Kraft – und mehr – verhelfen, schafft es aber einfach nicht, die Maschinenteile so zu konstruieren, dass Wilhelm sich damit bewegen und arbeiten kann.  Eines Tages betritt ein mysteriöser Geselle den Laden und bietet ihm Hilfe gegen einen „Gefallen bei Gelegenheit“ an.  Als Joris und Wilhelm die so entstandene Maschinerie auf der Weltausstellung vorführen, geht es gewaltig schief, denn die wörtlich zu nehmende Dauerspannung in Wilhelms Körper hat ungeahnte Folgen !

Die Geschichte „Archibald Leach und der Plan des Kaisers“ lässt Karl May und Dr. Moreau auf ungeahnte Weise aufeinandertreffen. Mehr über diese kuriose Kombination wird nicht verraten – wir wollen ja nicht die ganze Spannung rausnehmen J

Was ich noch verraten kann ist, dass wir in unseren Short Stories auch noch einer sich verselbständigenden Konservenmaschine begegnen, einer beseelten Maschine, die in der Lage ist, gute und böse Menschen auseinanderzusortieren, der jungen Helena Roth, die nur durch Menschenopfer am Leben erhalten wird, aber keine Vampirin ist, und einem von der Stasi verfolgten DDR Flüchtling, der angeblich das Zeitreisen beherrscht – und noch einige andere Dinge werden Euch da begegnen.

 

Zum Buch

Dieses Buch  wurde spürbar mit viel Liebe und Herzblut gestaltet und man spürt richtiggehend schon bei der Äußeren Betrachtung des Buchs, wie viel Liebe hier in die ganze Gestaltung gesteckt wurde.

Man beachte den schönen Schmetterlingsdruck auf der Längskante des Buches ( leider auf dem Foto nicht zu sehen ).

Das Cover ist stimmig zum Genre und der Einführung durch den geheimnisvollen Archivar – dieses Vorwort hat mich übrigens direkt für das Buch eingenommen.

Wirklich ausnahmslos jeder der kurzen Geschichten ist unterhaltsam, düster, spannend und bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt des Steampunk. Irgendwie teilweise auch beängstigend, zu welchen abstrusen Dingen das menschliche Gehirn in der Lage ist – sei es auch nur um eine Geschichte darüber zu schreiben, möchte ich gar nicht wissen, an wie vielen der seltsamen Gerätschaften eventuell tatsächlich einmal begonnen wurde zu forschen.

Ich finde, das so gut wie alle dieser Kurzgeschichten das Potential haben, auch zu größeren Novellen oder sogar Romanen ausgearbeitet zu werden.

Der Verlag hat sich hier mit der Zusammenstellung außerordentliche Mühe gegeben und dieses Buch ist ab sofort ein echtes Lieblingsteil in meinem Schrank – und das ist von mir, die ich eigentlich nie ein großer Fan von Kurzgeschichten war, ein wahrer Ritterschlag !

Ich fand es nur schade, dass es so schnell zu Ende war, und wünsche mir noch ganz viel mehr solcher Geschichten, denn gerade die Kürze und das stellenweise plötzliche Ende lassen die eigene Fantasie in einer Art und Weise lebendig werden, die ein ausgefeilter Roman niemals zustande bringen kann.

Eine Verbeugung vor diesem Werk !

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Deutschland - Geografisches Herz Europas, Land der Dichter und Denker, Hochburg des Erfindergeistes. In einer retro-futuristischen Welt wurden die Weichen der Geschichte neu gestellt und zwischen Dampfmaschinen und Zeppelinen entsteht ein neues Deutschland, voller biotechnischer Errungenschaften, wundersamer Automaten und High-Tech-Waffen. Doch auch die dunklen Wesen aus Sagen und Legenden sind lange keine Fantasiegestalten mehr, sondern der Realität näher, als es sich die kühnsten Literaten je hätten vorstellen können. Angetrieben von Kupfer, Dampf und Blut greifen die Zahnräder des Lebens ineinander und bewegen die Maschinerie der Geschichte.