Totenrausch (Buch)

Thriller

Buch
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Das furiose Finale der Totenfrau-Trilogie. Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. "Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder", sagt sie. Und: "Wenn du mir... (weiter)

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Details
AutorIn Bernhard Aichner
Seiten 471
EAN 9783442756377
Sprache deutsch
erschienen bei Btb
Erscheinungsdatum 09.01.2017
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.4 | 89 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.6 |  38 Rezensionen
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Spannender Abschluss der Trilogie
»Was liest Du?«-Rezension von fuechslein, am 16.08.2017


Wie hatte ich diesem dritten Teil der Blum-Trilogie entgegengefiebert! Teil 1 "Totenfrau" hatte mich berührt, wie kein Thriller vorher und teils schluchzend, teils atemlos weiterlesen lassen. Teil 2 "Totenhaus" hatte ein bisschen was von "Shining" und ließ mich am Ende mit der Frage zurück: "Wie, verdammt noch mal, soll denn hier alles wieder gut werden?" (Man sollte die drei Teile unbedingt auch in der richtigen Reihenfolge lesen.)
Und nun Teil drei. Tatsächlich findet Blum einen Weg zu einem Ort, der ihr und den Kindern wieder Geborgenheit gibt. Dass die Kinder dieses Gefühl genießen, in ihrer unschuldigen Naivität, ist normal. Dass Blum sich ebenfalls dieser Illusion hingibt, zumindest zeitweise verständlich. Nach allem, was sie durchgemacht hat, tut es ihr ebenso gut, wie den Kindern, wieder Normalität zu leben. Trotzdem sitzt sie auf einer tickenden Zeitbombe, das weiß sie. Darum kann ich ihre Handlungen gleich mehrfach nicht nachvollziehen, verliert Blum für mich ihre Glaubwürdigkeit. Erstens: Ihr Aussehen. Sie war mit Fahndungsplakaten in Österreich und Deutschland gesucht worden. Daran mögen sich manche Menschen noch erinnern. An keiner Stelle las ich, dass Blum ihr Aussehen verändert hätte, z.B. Haare geschnitten und gefärbt. Zweitens: Die Pässe für sich und die Kinder. Das war ihr großes Ziel. Warum haut sie nicht ab, als sie die Dokumente hat, sondern glaubt, ihre Schuld, ihr Versprechen nicht einlösen zu müssen? Drittens: Spätestens nach dem ersten Fehlschlag hätte sie die Kinder schnappen und verschwinden sollen. Natürlich, Blum ist müde geworden auf der Flucht. Aber jetzt hatte sie Zeit, sich zu erholen, weiter zu denken. Klar zu denken, so wie in den ersten beiden Teilen. Lange Zeit erschien sie mir in »Totenrausch« wie weichgespült. Kann Blum wirklich nur klar und logisch denken, wenn, salopp gesagt, die Kacke am Dampfen ist? Oder war ihr naives Vertrauen zu Schiele einfach nur notwendig, um die Geschichte so erzählen zu können, wie sie jetzt vor uns liegt? Wäre sie nach Erhalt der Pässe geflohen, wäre das Buch nach nicht einmal 90 Seiten zu Ende gewesen. So aber konnte Blum wieder zur Höchstform auflaufen und Totenrausch zu einem atemraubenden Finale führen. 
Alles in allem ein typischer Aichner. Die kurzen knackigen Sätze, die den Leser voranpeitschen. Manchmal noch einer hintendran gehängt. Und noch einer. Schnörkellose Dialoge, und damit meine ich nicht nur die fehlenden Anführungszeichen. Dadurch entsteht Tempo, man liest und will weiterlesen. Noch ein Kapitel. Noch eins, das war ja gerade so kurz. Und dann wieder die Momente, in denen wir mit Blum ganz still werden. Wenn sie die Kinder streichelt, während sie schlafen. Liebe und Hass, Leben und Tod so dicht beieinander. 
Das Bild auf dem Cover ist auch ein Aichner. Der Autor malt nämlich auch und das so gut und erfolgreich, dass es schon mehrere Ausstellungen gab. 

Fazit: Spannender Abschluss der Trilogie. 4****

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Nichts ist umsonst...
»Was liest Du?«-Rezension von badwoman, am 08.07.2017

~~Brünhilde Blum ist mit ihren beiden Kindern auf der Flucht, sie wird wegen Mordes gesucht. Die Österreicherin beschließt nach einem Aufenthalt in Norwegen sich in Hamburg eine neue Identität zu verschaffen. Hierzu benötigt sie die Hilfe einer Unterweltgröße, dem sie in ihrer Notlage verspricht,  notfalls für ihn sogar einen Mord zu begehen. Es fügt sich alles sehr gut, die kleine Familie bezieht ein schönes Haus, die Kinder gehen zur Schule und Brünhilde knüpft vorsichtig neue Kontakte. Sie findet sogar eine Anstellung in ihrem Beruf als Bestatterin. Doch dann kommt der Tag, an dem sie für ihr schönes neues Leben bezahlen muss.
„Totenrausch“ von Bernhard Aichner ist der letzte Teil einer Trilogie um die Bestatterin Brünhilde Blum. Die ersten beiden Teile „Totenfrau“ und „Totenhaus“ habe ich leider nicht gelesen, das war aber für das Verständnis auch nicht zwingend notwendig. Der Autor hat „Totenrausch“ in einem besonderen Schreibstil verfasst, z.B. gibt es keine Anführungszeichen in der wörtlichen Rede, was anfangs etwas seltsam anmutete. Ansonsten schreibt Herr Aichner sehr flüssig und spannend, man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Brünhilde Blüm ist eine Mörderin, aber eine sehr sympathische! Als Leser fiebert man mit ihr und ihren Lieben. Die Geschichte ist originell, sie unterscheidet sich sehr von mir bisher bekannten Thrillern. Schon alleine der Name der Protagonistin ist sehr ungewöhnlich so wie auch ihr Beruf. Man könnte einwenden, dass es einige unrealistische Situationen im Buch gab – ok, das ist so, ist aber in anderen Büchern auch üblich… Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Übrigens auch das Cover, das blutrot sofort den Thriller erkennen lässt. Auch der Titel passt zum Buch, aber auch zu den anderen beiden Titeln der Trilogie.
 

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Das furiose Finale der Totenfrau-Trilogie. Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. "Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder", sagt sie. Und: "Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten." Es wäre nicht das erste Mal ... Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss - denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist ...