Wenn es Frühling wird in Wien

Wenn es Frühling wird in Wien (Buch)

Roman

Buch
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Wien, 1912. Nach einer Kindheit in Armut hat Marie Haidinger es geschafft. Seit wenigen Monaten ist sie Kindermädchen in der Sternwartestraße 71 - dem Haushalt des berühmten Schriftstellers Arthur Schnitzler im... (weiter)

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Details
AutorIn Petra Hartlieb
Edition 2. Aufl.
Seiten 176
EAN 9783832198480
Sprache deutsch
erschienen bei DuMont Buchverlag GmbH
Erscheinungsdatum 19.02.2018
Stichwörter Rowohlt
Arthur Schnitzler
Ein Winter in Österreich
Wien
Frühlingsgefühle
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø3.9 | 66 Meinungen

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Liebenswert und süß, aber kitschiger als Teil 1
»Was liest Du?«-Rezension von naibenak, am 15.03.2018

Als ganz besonders liebenswert und mit Wohlfühlfaktor versehen habe ich den ersten Teil dieser Reihe von Petra Hartlieb - Ein Winter in Wien - in Erinnerung. Deshalb habe ich nicht lang überlegt, als der Nachfolger zur Verlosung stand. Überkommt mich doch ab und zu durchaus das Bedürfnis nach leichterer Kost, und da habe ich gedacht, mit Marie und Oskar steht einem entspannten Wohlfühlleseerlebnis nichts im Weg. Mit entsprechenden Erwartungen bin ich also an Teil 2 herangegangen. So weit, so schön.

Wir erfahren nun Weiteres aus dem Leben der lieben Marie, die eine grausame und lieblose Kindheit in Oberösterreich auf dem Land gehabt hat, und die nun so gesegnet ist mit ihrer Stelle als Kindermädchen im Schriftsteller-Hause der A.Schnitzlers, in Wien. Sie ist vernarrt in die beiden Schnitzler-Sprösslinge (was auf Gegenseitigkeit beruht), hat ein gutes, wenn auch sehr von Arbeit erfülltes Leben und hat ja nun auch den Oskar kennengelernt. Den Buchhändler. Bereits im ersten Teil ein wenig angenähert, geht die zaghafte Annäherung nun weiter. Mit der einen oder anderen kleinen Hürde. Aber insgesamt doch alles sehr auf Sparflamme. Und diese Sparflamme zieht sich durch die gesamte Geschichte. Große, lodernde Emotionen kann man in diesem "Romänchen" nicht erwarten. Diese Geschichte bleibt in allem - seien es nun gravierende Ereignisse, Liebeleien oder das Leben der Schnitzlers - an der Oberfläche. Sie plätschert so dahin und das ist gar nicht so schlimm, wie ich finde. Denn es ist eben von vorne bis hinten leichte Kost. Der Schreibstil ist ganz lieb und zart und flüssig lesbar. Was mich aber diesmal etwas frustriert hat, sind die vermeintlich großen Ereignisse, wie in diesem Fall der Untergang der Titanic, die wohl für mehr Spannung sorgen sollen... *gähn* ;) Oder aber solche besonders kitschbehafteten Momente, wenn eine Verkupplungsaktion mit Oskar ansteht, er mit einer anderen Frau gesehen wird, Marie schmollt... etcpp. So etwas mag ich nicht besonders und deshalb hat mir dieser zweite Teil im Ganzen auch nicht so gefallen wie der erste. Viel lieber hätte ich noch ein wenig mehr über die Schnitzlers erfahren. Da ist definitiv Luft nach oben. Aber mit weiteren Teilen ist zu rechnen und so kann man vielleicht noch hoffen ;) Allerdings glaube ich nicht, dass ich diese Reihe noch weiter verfolgen mag. Mal schauen.

Fazit: Auch der zweite Teil dieser Reihe um Marie und Oskar in Wien ist liebenswerte, süße und schöne Kost für die kleinen Pausen zwischendurch. Ich habe aber die (vermeintlichen) Spannungsmomente als recht konstruiert und kitschig empfunden. Deshalb hat mich Teil 2 im Ganzen nicht so abholen können, wie es der erste Teil geschafft hat.

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Nostalgisch mit Wohlfühlfaktor
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 11.03.2018

Die Geschichte von Marie und Oskar geht weiter.

Das liebe Kindermädel Marie hat doch tatsächlich ein Rendezvous mit dem jungen Buchhändler Oskar, noch dazu im herrschaftlichen Wiener  K.u K. Hofburgtheater. Die Karten dazu hat sie von ihrem Brotherren, Arthur Schnitzler als Geschenk erhalten

Sehr langsam und  zart gedeiht die Liebesbeziehung zwischen Marie und Oskar. Wenn nicht die herrschenden Konventionen wären, immerhin schreiben wir das Jahr 1912. Zauberhaft, altmodisch und ein bisserl verstaubt erleben wir Maries Alltag mit den beiden anvertrauten Kindern Lili und Heini. Genauso liebevoll wie Marie  mit den Kindern geht Petra Hartlieb mit ihren Protagonisten um. Ja, es ist ein Liebesroman vor einer nostalgischen Kulisse und trotzdem ist die Geschichte weder süßlich noch kitschig. Trotz aller Romantik zeigt die Autorin eine Zeit, die wie in ein Korsett gezwängt ist, nicht nur textil sondern vor allem auch moralisch und gesellschaftlich. Es gibt noch die Trennung „zu ebener Erde und im ersten Stock“, die eigene Welt der Herrschaften und ihrer Untergebenen. Die Schwierigkeiten, in die junge Frauen sich bringen konnten finden in diesem Buch genauso Platz und wie leicht man dabei ohne soziales Netz unter die Räder kommen konnte. Auch die Selbstbestimmung der Frau, selbst aus der „besseren Gesellschaft“ war unüblich und unerwünscht

Neben der zwischenmenschlichen Liebesgeschichte ist es aber auch eine Liebeserklärung ans Lesen, die Literatur und vor allem an eine ganz bestimmte wundervolle Buchhandlung.

Wenn es Frühling wird in Wien bietet angenehme Unterhaltung mit Wohlfühlfaktor, darüber hinaus ist das Buch optisch und haptisch ansprechend gestaltet, so dass einem kurzweiligen Lesevergnügen nichts im Wege steht.

 

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Wien, 1912. Nach einer Kindheit in Armut hat Marie Haidinger es geschafft. Seit wenigen Monaten ist sie Kindermädchen in der Sternwartestraße 71 - dem Haushalt des berühmten Schriftstellers Arthur Schnitzler im gediegenen Cottage-Viertel. Als sie für ihren Dienstherrn in der nahe gelegenen Buchhandlung auf der Währinger Straße ein Buch abholt, lernt sie eine völlig neue Welt kennen: Die Welt der Bücher. Und Oskar, den ebenso charmanten wie mittellosen Buchhändler, der ihr schon bald Avancen macht. Aber meint Oskar es auch ernst mit ihr? Wie brüchig das Glück sein kann, wird Marie klar, als Sophie, das Dienstmädchen der Schnitzlers, nach einer Abtreibung fast stirbt. Und als sie zufällig mithört, dass der Hausherr Oskar spätabends im feinen "Sacher" gesehen hat - in Begleitung einer überaus hübschen jungen Dame ... Vor dem Hintergrund der Werke Arthur Schnitzlers und genau recherchierter historischer Ereignisse lässt Petra Hartlieb das Wien des großen Dichters wiederauferstehen - vom Dienstbotentrakt bis in die glamourösen Salons der freigeistigen Intellektuellen der Zeit.