Wie Sonne und Mond

Wie Sonne und Mond (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
Für Bewertung bitte einloggen!

Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf - Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf... (weiter)

€ 9,99 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 9,99
  • sofort lieferbar ?
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Nicole Walter
Seiten 352
EAN 9783426511442
Sprache deutsch
erschienen bei Droemer/Knaur
Erscheinungsdatum 28.08.2013
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 55 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4 |  19 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  36 Bewertungen

5 Sterne
( 6 )
4 Sterne
( 4 )
3 Sterne
( 4 )
2 Sterne
1 Stern

Zwei entfernte Schwestern
»Was liest Du?«-Rezension von FlipFlopLady007, am 28.04.2016

Birgit und Kira sind Schwestern, die sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Ihre gemeinsame Zeit endete mit einem Ibizaurlaub, aus dem Kira nicht wieder zurück gekommen ist. Birgit gibt sich selbst dafür die Schuld und auch ihre Eltern können Birgit nicht mehr so gegenübertreten, wie vorher. Schon lange haben sie nichts mehr von Kira gehört, bis auf ein paar Postkarten, die immer wieder von allen möglichen Orten der Welt eintrudeln. Als Kira beschließt nach Hause zurück zu kehren, bringt sie damit das Leben ihrer Mutter und das ihrer Schwester Birgit gewaltig durcheinander.

Inhalt:
Der Inhalt des Buches hat mir ganz gut gefallen. Das Auftauchen von Kira bringt Birgit dazu sich mit ihrem Lebenstraum auseinander zu setzen, denn ihre Schwester auf eine ganz andere Art und Weise glücklich zu sein als sie selbst. Die beiden Schwestern geben sich gegenseitig etwas, ohne es zu merken. Dies hat mir gut gefallen. Dennoch hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass die Handlung etwas langatmig ist. Auch hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt. An einigen Stellen hatte ich nicht unbedingt das Gefühl weiter lesen zu müssen, was ich schade finde.

Schreibstil und Aufbau:
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Das Buch liest sich sehr gut und flüssig. Der Schreibstil ist lebendig und es geht sowohl um die Gedanken und Gefühle der handelnden Personen als auch um die Handlung an sich. Bis auf die Tatsache, dass mich das Buch nicht so sehr gefesselt hat, liest es sich gut und eignet sich als nette Lektüre für zwischendurch.
Nun zum Aufbau: Das Buch unterteilt sich in viele, relativ kurze Kapitel, die eine wirklich angenehme Länge habe. Sie sind in sich abgeschlossen, sodass das Buch zwischen den Kapiteln sehr gut unterbrochen werden kann.

Charaktere:
Die Charaktere in diesem Buch sind mir teilweise etwas zu blass geblieben. Zwar werden vor allem Birgit und Kira mit ihren Gefühlen dargestellt, aber das gewisse Etwas hat hier gefehlt. Es fiel mir schwer echte Sympathie für eine der beiden oder für beide zu empfinden.

Cover und Klappentext:
Auch wenn das Cover dieses Buches sehr schlicht gehalten ist, so hat es mir auf den ersten Blick gut gefallen. Die verschiedenen Früchte auf dem weißen Hintergrund haben mich sofort angesprochen. Und auch der Klappentext hat seine Aufgabe erfüllt, da er mich neugierig auf den Rest des Buches gemacht hat. Ich finde, er gibt den Inhalt des Buches sehr gut wieder, ohne dabei zu viel über das Ende zu verraten.

Fazit:
Das Buch hat mich leider nicht ganz überzeugen können, da ich die Figuren zum einen etwas blass finde und mich die Handlung zum anderen leider nicht ganz fesseln konnte. Ich finde es ist ein Buch, dass man gut unterwegs lesen kann, wenn man einen Zeitvertreib für die Bahnfahrt oder ähnliches sucht.

mehr zeigen ...

Tag und Nacht, Licht und Schatten
»Was liest Du?«-Rezension von Mara S., am 26.04.2016

Neid und Missgunst sind ein böses Übel in unserer Gesellschaft und sicher keine neue Erfindung, sondern ebenso alt wie die biblische Geschichte über Kain und Abel. Der Neid auf den Erfolg des eigenen Bruders und die damit einhergehende vermeintliche Herabsetzung des eigenen Wertes vor den Augen Gottes ließ Kain seine Liebe und Verbundenheit zu seinem leiblichen Bruder Abel für einen Augenblick vollkommen vergessen und seine niederen Triebe die Oberhand gewinnen: Er erschlug den Bruder.
Nicole Walter siedelt ihren Roman über die ungleichen Schwestern Birgit und Kira in der Nähe dieser christlichen Erzähltradition an. Kain und Abel liebten und fürchteten ihren Gott, die Schwestern buhlen um die Gunst der Eltern, vor allem der Mutter, und verschwören sich wenn nötig auch gemeinsam gegen ihre Erzeuger. Doch der Mensch ist ein egoistisches Wesen. Er vergleicht sich zu gern mit anderen und schielt neidisch auf die Vorzüge seiner Mitmenschen, die ihm selbst verwehrt wurden. Davor sind auch die Schwestern nicht gefeit, die in ihrer von emotionalen Extremen geprägten Jugendlichkeit diese Unterschiede nur schwer kompensieren können und weitreichende Entscheidungen treffen.
Die jüngere Schwester Kira reist ihrem großen Schwarm Tom nach Ibiza hinterher, die große Schwester Birgit als Anstandsdame im Schlepptau. Kira ist wild und abenteuerlustig, Birgit verantwortungsbewusst, zielstrebig und angepasst.
Während Kira die Welt auskosten will, schlägt bei Birgit und Tom der Blitz ein. Sie verlieben sich ineinander und verbringen noch auf Ibiza ihre erste gemeinsame Nacht. Kira ist auf einer Party auf hoher See und hinterlässt schließlich einen Zettel im Hotel, dass sie einer neuen Liebe hinterher reist.
Nun folgen 20 Jahre der Funkstille. Ab und zu erhalten die Eltern von ihrer Jüngsten eine Postkarte mit einem sich wiederholenden Einzeiler, der bezeugen soll, dass es ihr gut geht. Der Vater stirbt vor Gram, die Mutter verliert ihren Verstand an die Demenz, nur Birgits Familienleben mit Tom im umgebauten Elternhaus scheint perfekt – bis Kira plötzlich unvermittelt vor der Tür steht und alles ins Wanken gerät.
Nicole Walters Roman berührt, wühlt auf und versöhnt. Die Beziehung zur Schwester vermag eng, bereichernd und tiefgründig sein, aber sie ist nicht per se immun gegen Neid und Missgunst. Nur weil der gesellschaftliche Code die Liebe zwischen Geschwister als oberstes Gebot versteht, so ist die Beziehung zwischen ihnen als Liebende ebenso vielschichtig wie zwischen allen anderen Liebenden und bekanntlich liegen Hass und Liebe nah beieinander.
Die Einsicht in die eigenen Schwächen, Stärken und Wünsche und die Aussöhnung mit diesen, geben uns Kraft, um den anderen auf Augenhöhe zu begegnen. Diese Weisheit hat die Autorin in einen manchmal etwas sperrigen Plot gepackt und kräftig durchgeschüttelt. Als Ergebnis unterhält den Leser ein kurzweiliger Roman über zwei Schwestern, deren Motivation manchmal nachzuvollziehen und manchmal zu sehr aus der Trickkiste für literarische Wendungen zu entspringen scheint.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Birgit lebt glücklich und zufrieden mit ihrem Mann Tom und den beiden Kindern in einem Haus am Starnberger See. Dort taucht plötzlich ihre Schwester Kira wieder auf - Kira, die Rebellin, die Weltenbummlerin, die auf Ibiza lebt und die sie seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Auf einmal beginnt Birgit ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen: Hat sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen, als sie eine bürgerliche Existenz mit Familie und Wohlstand wählte? Gibt es da nicht auch noch etwas anderes? Kira dagegen kann nicht vergessen, was in jener Nacht vor zwanzig Jahren geschah, als sie den Geliebten verlor und ihr Leben zerstört wurde - von ihrer Schwester ...