Die Geschichte der Bienen (Buch)

Roman

Maja Lunde

Übersetzung: Ursel Allenstein

Buch
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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch... (weiter)

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Details
AutorIn Maja Lunde
Übersetzung Ursel Allenstein
Seiten 509
EAN 9783442756841
Sprache deutsch
erschienen bei Btb
Erscheinungsdatum 20.03.2017
Ursprungstitel Bienes historie
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 158 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  64 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.2 |  94 Bewertungen

5 Sterne
( 36 )
4 Sterne
( 18 )
3 Sterne
( 6 )
2 Sterne
1 Stern

Verstörend
»Was liest Du?«-Rezension von Giselle74, am 20.10.2017

Drei Zeitebenen, drei Schicksale, umklammert und verbunden durch die Bienen. Da wäre zum einen in den 1850igern der Samenhändler und Biologe William, der durch die Beschäftigung mit den Bienen seinen Lebenswillen zurückerhält und seine ganze Kraft in die Erfindung des perfekten Bienenkorbes legt. Dann lesen wir über den Imker George, den Beginn des Bienensterbens und wie es diesem Berufszweig abrupt den Boden unter den Füssen wegzieht. Und schlußendlich finden wir uns im Jahre 2098 wieder, wo es längst keine Bienen mehr gibt und alle Berstäubungsarbeit per Hand geschehen muss. Dort folgen wir der Arbeiterin Tao, deren Sohn einen merkwürdigen Unfall erleidet.

Maja Lunde gelingt, was so mancher Biologielehrer sich wünschen würde: sie erweckt ein echtes Interesse an Bienen und ihrer Lebensweise. Und versteckt in ihrem Roman auch einiges an Fachwissen zu diesem Thema, ohne jemals in Vortragston zu verfallen oder langatmig zu werden. Der Roman liest sich flüssig, ist an den richtigen Stellen spannend und erweckt auch die Zukunft in glaubwürdigem Maße. Für mich ungewohnt war, dass auch die Tatsache, dass ich kaum einen Charakter des Buches mochte, die Lesefreude kaum gemindert hat. Ja, ich gestehe, ich fand wirklich fast alle Personen eher unsympathisch und es hat mich nicht gestört, nur gewundert. Schlußendlich ist wohl das Schicksal der Bienen so spannend, dass das keine Rolle spielte.

Der Roman funktioniert daher so gut und ist so eindringlich, weil man eben weiß, dass die ersten beiden Erzählebenen auf Tatsachen beruhen und die Zukunftsvision wahrscheinlich gar nicht soweit entfernt von der Realität ist. Denn wie freundlich kann eine Welt ohne bestäubende Insekten schon sein? Und so bleibt die Hoffnung, dass dieses Buch etwas in den Köpfen bewegt und den Lesern die Dringlichkeit dieses Themas bewußt macht, damit die Zukunftsvision eben genau das bleibt, eine Vision, etwas das hätte sein können, aber gottseidank nie so geschehen ist...

 

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keine aufbauende Lektüre
»Was liest Du?«-Rezension von Birte, am 29.09.2017

Die Geschichte der Bienen - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In drei Zeitebenen verflicht Maja Lunde die Entwicklung der modernen Bienenkästen, die Entdeckung des Bienensterbens in unserer Zeit und ein mögliches Zukunftsszenario. Der Protagonist der Vergangenheit ist ein gescheiteter Forscher, der der Gegenwart ein Imker (der sich wohl selbst als gescheitert ansähe) und die der Zukunft eine Arbeiterin, die sich dem System entgegen ihrer Fähigkeiten fügen muss.

Zwischenzeitlich hatte ich Mühe, mich zu motivieren, weiterzulesen - insbesondere mit dem Protagonisten der Vergangenheitsebene konnte (oder wollte) ich mich so gar nicht identifizieren.

Keine Frage, das Thema an sich ist wichtig und interessant und einfach nicht dazu geeignet, daraus einen gute Laune Roman zu machen - für mich war es vielleicht auch der falsche Zeitpunkt, dieses Buch zu lesen.

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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock. Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden. China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit. Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?