Am Grill dürfen Männer sein, wie Männer eben sind. Hier haben sie alle Macht behalten: Sie dürfen sich nächtelang probieren und austauschen, scheitern und siegen. Sie suchen nach der besten Holzkohle und der höchsten Fleischqualität, testen Temperaturen und Garzeiten, Marinaden, Saucen und Gewürze. Sie lassen Beilagen links liegen, dort, wo sie ihrer Meinung nach hingehören, und kümmern sich um das Wesentliche: Tier und Bier. Aus dem Hobby haben sie längst eine Wissenschaft gemacht, sie bauen ihren Grill selbst, wissen, wie man köhlert und wurstet, wo das beste Fleisch wächst und wie man schlachtet. Sie gründen Klubs und bestreiten Wettkämpfe und haben längst auch den Winter als Saison entdeckt. Die Autoren verraten die geheimen Tricks der Profis, zeigen die besten Werkzeuge und legen die schönsten und skurrilsten Rezepte vor.

Dieses Buch schickt den Leser auf Entdeckungsreise durchs Feuer und lässt ihn verstehen, warum sich immer mehr Männer um einen Rost versammeln.

Eduard Augustin, Matthias Edlinger, Philipp von Keisenberg
Ein Mann - ein Rost - Das Grillbuch
Mosaik
April 2013 - gebunden - € 19,99

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Einsendeschluss ist der 15.05.2013. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise können nicht ausgezahlt werden. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen, die sich persönlich an dem Gewinnspiel beteiligen, d.h., die Teilnahme über einen gewerblichen Anbieter zur Teilnahme an Gewinnspielen wird hiermit ausgeschlossen.Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung


Der Trailer



Die Autoren

Eduard Augustin, geboren 1966, arbeitet als freier Autor, Regisseur und Produzent in München. Seine Arbeiten wurden u.a. mit dem „Eyes and Ears-Award” und vom „Art Directors Club Germany” ausgezeichnet.
Matthias Edlinger, Jahrgang 1972, legte seinen Magister Artium in Kommunikationswissenschaft 1999 in einer Klarsichtfolie im Keller ab. Heute arbeitet er als Regisseur und Autor in München. Er ist einer der Autoren der Romane “205.293 Zeichen” und “Hirschfänger”.
Philipp von Keisenberg, geboren 1975 in Düsseldorf, hat Visuelle Kommunikation an der AFTRS Sydney, KABK Den Haag, FH Vorarlberg studiert. Seit 2003 selbstständiger Grafik-Designer in München.



Leseprobe

Es ist ein Naturgesetz. Wann auch immer ein Grillfeuer lodert – und irgendwo auf der Welt brennt immer eins –, hat ein Mann die Flamme entzündet. Der Grill ist kampflos aufgegebenes Gebiet: Obwohl Frauen längst fast alles besser können, haben sie das Grillen den
Männern überlassen. Um es triumphierend auszudrücken: Grillen ist die letzte Bastion des Mannes. Nur am Rost hat er das Vorrecht und die Macht behalten, und unnachgiebig hält er daran fest. Die Glut des Feuers ist ihm heilig. Niemals würde er seine Grillzange
freiwillig aus der Hand geben. Niemals dürfte ein anderer seine Feuerstelle übernehmen. Schon gar keine Frau. Das Patriarchat greift durch, regiert und legt Briketts nach.

Warum aber ist das Grillen eigentlich Männersache, und warum stellen sich weltweit Männer bei jeder Witterung auf Balkone und Terrassen, in Vorgärten und Parkanlagen, nur um ein brutzelndes Stück Rinderhüfte zu bewachen? Warum treffen sie einander in Argentinien beim Asado, in den USA beim Barbecue, in der Karibik an einer Jerk-Tonne, in Südafrika beim Braai? Warum zelebrieren sie in Brasilien das Churrasco, in Armenien Chorowaz und in Australien sogar Barbie? > Es ist das Beherrschen einer Naturgewalt, das sie fasziniert – das Spiel der Flammen, das Knistern von Kohle und Holz, der Geruch von Röstaromen und angebratenem Fleisch. Am Grill verlässt der Mann die Zwänge der Zivilisation und kehrt für einen kurzen Moment zu seinen Ursprüngen zurück. Er hängt sein Sakko an den Haken und streift das Fell über, wird wieder Jäger, Fährtenleser, Forscher und Entdecker, und wenn er eine Familie mit Koteletts zu versorgen hat, auch Stammesoberhaupt und Ernährer.

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