Kerstin Gier: Silber - Das zweite Buch der Träume Das zweite Buch der Träume ist die fulminante, spannende Fortsetzung der SILBER-Trilogie.

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben sowohl tagsüber als auch nachts.

Kerstin Gier: Silber - Das zweite Buch der Träume
Fischer FJB - gebunden - 19,99€
Erscheint am 26.6.2014



XXL-Leseprobe aus Silber - Das zweite Buch der Träume

Charles hatte es mir wirklich nicht schwer gemacht, seine Tür zu finden: Sie war mit einem lebensgroßen Foto von ihm selber bedruckt, breit grinsend in einem blütenweißen Kittel, auf dessen Brusttasche »Dr. dent. Charles Spencer« stand, und darunter: »Der Beste, den Sie für Ihre Zähne bekommen können.«
Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass das Foto zu singen anfing, als ich die Türklinke berührte.
»Working hard to keep teeth clean!«, schmetterte es voller Inbrunst und mit hübscher Tenorstimme auf die Melodie von »Twinkle, twinkle little star«. Erschrocken schaute ich mich im Korridor um. Meine Güte, ging es vielleicht auch etwas leiser? Ich hatte ohnehin schon die ganze Zeit das Gefühl, beobachtet zu werden. Obwohl außer mir und Foto-Charles niemand zu sehen war, nur Türen, so weit das Auge reichte. Meine eigene lag gleich um die nächste Ecke, und im Grunde wollte ich nichts lieber, als dorthin zurückzulaufen und die Aktion abzubrechen. Mein Gewissen brachte mich beinahe um. Das hier war in etwa so, als würde man jemandes geheimes Tagebuch lesen, nur noch viel schlimmer. Obendrein hatte ich einen Diebstahl dafür begehen müssen, auch wenn man sich durchaus darüber streiten konnte, ob das wirklich so unmoralisch war, wie es klang. Juristisch betrachtet war es natürlich ein Diebstahl, aber diese Sorte fellgefütterte Trappermütze mit Ohrenklappen, die ich Charles entwendet hatte, stand nur den wenigsten Menschen gut. Die meisten sahen darin aus wie unterbelichtete Schafe, und Charles machte da keine Ausnahme, also hatte ich ihm im Grunde sogar einen Gefallen getan. Hoffentlich kam nur niemand in mein Zimmer und sah mich mit der dämlichen Mütze im Bett liegen. Denn das war es, was ich gerade wirklich tat: Im Bett liegen und schlafen. Mit einer geklauten Trappermütze auf dem Kopf. Nur, dass ich nicht irgendwas Nettes träumte, sondern jemanden im Traum ausspionierte. Jemanden, der möglicherweise gerade im Begriff war, Lottie (ihres Zeichens beste Verrückte-Frisuren-Flechterin, Plätzchenbäckerin, Hundeflüsterin und Mädchenseelentrösterin der Welt) das Herz zu brechen. Und da niemand auf der Welt ein sanftmütigeres Herz hatte als Lottie (offiziell übrigens unser Kindermädchen), durfte das auf keinen Fall passieren. Also heiligte in diesem Fall doch hoffentlich der Zweck die Mittel. Oder?
Ich seufzte. Warum musste eigentlich immer alles so kompliziert sein?
»Ich tu’s ja nicht für mich, ich tu’s für Lottie«, sagte ich halblaut und nur für den Fall, dass ich einen unsichtbaren Zuhörer hatte, dann holte ich tief Luft und drückte die Klinke hinunter.

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Kerstin Gier lässt dich weiterträumen und wir schenken dir den 2. Band der "Silber"-Trilogie - signiert!


Was musst du tun, um mit etwas Glück bald ein Exemplar in den Händen zu halten?

Fußpilztrüffelpardon mit Filzpantoffelpompom!

Secrecy muss, um Einlass in ihre Traumwelt zu bekommen, in den Briefkastenschlitz ihrer Traumtür ein Passwortzettel schieben. Ihr letztes Passwort »Filzpantoffelpompom« ist veraltet und daher muss sie sich ein Neues überlegen.


Welches supertolle, witzige und außergewöhnliche neue Passwort für Secrecys Traumtür kommt dir in den Sinn? Die 10 kreativsten Wortfindungen gewinnen ein Exemplar von "Silber - Das zweite Buch der Träume".

*Pflichtfeld.
Einsendeschluss ist der 31.07.2014. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Preise können nicht ausgezahlt werden. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen, die sich persönlich an dem Gewinnspiel beteiligen, d. h. die Teilnahme über einen gewerblichen Anbieter zur Teilnahme an Gewinnspielen wird hiermit ausgeschlossen.
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XXL-Leseproben, Hörbuch und eBook

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 Kerstin Gier: Silber - Das erste Buch der Träume!

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen,sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …

Kerstin Gier: Silber - Das erste Buch der Träume
Fischer FJB - gebunden - 18,99€




Leseprobe aus Silber - Das erste Buch der Träume

Der Hund schnüffelte an meinem Koffer. Für einen Drogenspürhund war er ein erstaunlich flauschiges Exemplar, vielleicht ein Hovawart, und ich wollte ihm gerade die Ohren kraulen, als er die Lefzen anhob und ein bedrohliches »Wuff« von sich gab. Dann setzte er sich hin und drückte energisch die Nase an die Kofferwand. Der Zollbeamte schien darüber genauso erstaunt zu sein wie ich, er schaute zweimal vom Hund zu mir und wieder zurück, ehe er nach dem Koffer griff und sagte: »Na, dann wollen wir doch mal schauen, was unsere Amber da aufgespürt hat.«
Na, großartig. Kaum eine halbe Stunde auf britischem Boden, und schon wurde ich verdächtigt, Drogen zu schmuggeln. Die echten Schmuggler in der Reihe hinter mir freuten sich bestimmt gerade diebisch, dank mir konnten sie nun unbehelligt mit ihren Schweizer Uhren oder Designerdrogen durch die Absperrung spazieren. Welcher Zollbeamte mit Verstand winkte denn ein fünfzehnjähriges Mädchen mit blondem Pferdeschwanz aus der Reihe anstatt beispielsweise dieses nervös wirkenden Typs mit dem verschlagenen Gesicht da hinten? Oder diesen verdächtig blassen Jungen mit strubbeligen Haaren, der im Flugzeug schon eingeschlafen gewesen war, bevor wir die Startbahn erreicht hatten. Kein Wunder, dass der jetzt so schadenfroh grinste. Seine Taschen waren wahrscheinlich gestrichen voll mit illegalen Schlaftabletten.
Aber ich beschloss, mir nicht die gute Laune verderben zu lassen, schließlich wartete hinter der Absperrung ein wunderbares neues Leben auf uns, mit genau dem Zuhause, das wir uns immer erträumt hatten.
Ich warf meiner kleinen Schwester Mia, die schon neben der Absperrung stand und ungeduldig auf- und abwippte, einen beruhigenden Blick zu. Alles war gut. Kein Grund zur Aufregung. Das hier war nur die letzte Hürde, die zwischen uns und besagtem wunderbaren neuen Leben stand. Der Flug war tadellos verlaufen, keine Turbulenzen, also hatte Mia sich nicht übergeben müssen, und ich hatte ausnahmsweise mal nicht neben einem fetten Mann gesessen, der mir meine Armlehne streitig machte und nach Bier stank. Und obwohl Papa wie üblich bei einer dieser Billigflug-Airlines gebucht hatte, die angeblich immer zu wenig tankten, war das Flugzeug nicht in Schwierigkeiten geraten, als wir über Heathrow mehrere Warteschleifen hatten drehen müssen. Und dann war da noch dieser hübsche, dunkelhaarige Junge gewesen, der auf der anderen Seite in der Reihe vor mir gesessen und sich auffällig oft nach mir umgedreht und mich angelächelt hatte. Ich war kurz davor gewesen, ihn anzusprechen, aber dann hatte ich es gelassen, weil er in einem Fußball-Fanmagazin blätterte und beim Lesen die Lippen bewegte wie ein Erstklässler. Derselbe Junge starrte jetzt übrigens ziemlich neugierig auf meinen Koffer. Überhaupt starrten alle neugierig auf meinen Koffer.
Ich sah mit großen Augen zu dem Zollbeamten auf und setzte mein allernettestes Lächeln auf. »Bitte … wir haben keine Zeit, der Flieger hatte schon Verspätung, und wir haben noch eine Ewigkeit am Gepäckband gewartet. Und draußen steht unsere Mum, um meine kleine Schwester und mich abzuholen. Ich schwöre feierlich, in meinem Koffer befindet sich nur jede Menge dreckige Wäsche und …« Weil mir in exakt diesem Augenblick einfiel, was sich sonst noch in diesem Koffer befand, verstummte ich kurzzeitig. »… auf jeden Fall keine Drogen«, ergänzte ich dann etwas kleinlaut und sah den Hund vorwurfsvoll an. So ein dummes Tier!
Ungerührt hievte der Zollbeamte den Koffer auf einen Tisch. Ein Kollege öffnete den Reißverschluss und klappte den Deckel auf. Sofort war allen Umstehenden klar, was der Hund gerochen hatte. Denn ganz ehrlich – dafür brauchte man nun wirklich keine empfindliche Hundenase.
»Was zur Hölle …?«, fragte der Zollbeamte, und sein Kollege hielt sich die Nase zu, während er mit spitzen Fingern anfing, einzelne Wäschestücke zur Seite zu räumen. Für die Zuschauer musste es so aussehen, als würden meine Klamotten bestialisch stinken.
»Entlebucher Biosphärenkäse«, erklärte ich, während mein Gesicht vermutlich eine ähnliche Farbe annahm wie der weinrote BH, den der Mann gerade in den Händen hielt. »Zweieinhalb Kilo Schweizer Rohmilchkäse.« Ganz so schlimm stinkend hatte ich ihn allerdings nicht in Erinnerung. »Schmeckt besser als er riecht, ehrlich.«

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Kurzinterview zu „Silber. Das erste Buch der Träume“ mit Simona Pahl

Gibt es eine Figur in „Silber“, die Ihnen beim Lesen und Vorbereiten besonders ans Herz gewachsen ist?

Ich finde, dass alle Figuren sehr durchdacht und eigen sind. Neben Liv als Hauptperson, hat mir das neue Paar »Mr Planänderung, mein-Charakter-entspricht-exakt meinem stinkkonservativen- Vornamen Ernest Spencer« und seine reizende Angebetete alias »Mom«, viel Spaß gemacht. Besonders, wenn sie durch ihre pubertierenden Kinder aus dem Konzept gebracht werden.
Aber auch die frische Art von Mia hat mir immer Freude gemacht. Und natürlich der Moment, als Lottie Hastlhuber die Buchstaben vertauscht, als sie sich verliebt. Bei den Jungs hatte ich viel Spaß mit Jasper. Da konnte man nun wirklich alle »schön ist gleich doof« Klischees ausleben.
 

Haben Sie nach dem Einlesen von Silber selbst auch lebhafter geträumt als sonst?

Auf jeden Fall während der Zeit der Aufnahmen! Aber von Friedhöfen muss ich nicht noch mal träumen …
Und ich konnte manchmal nicht einschlafen, weil ich mir überlegt habe, wie die Tür zu meinen Träumen wohl aussehen würde.
 

Wenn Sie Ihre Träume beeinflussen könnten, was würden Sie gern träumen?

Ich würde gern träumen, dass ich fliegen kann. Und ich würde gerne in Amys rosaroter Traumwelt Karussell fahren und von dem besonderen Baum ein paar Apfelsinen und Äpfel pflücken!
 

Was hoffen Sie, passiert im zweiten Teil?

Natürlich stellt man sich die Frage : Wer ist bloß diese Secrecy? Aber ob das schon im zweiten Teil verraten wird? Wir haben schon Wetten abgeschlossen, wer es sein könnte. Und ich bin gespannt, wie Arthur sich nach dem Desaster entwickeln wird.
Und was wird wohl noch aus dem pickeligen Sam? Ich habe das Gefühl, dass der noch eine größere Rolle spielen wird. Wir werden sehen …

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Kerstin Gier

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie die »Müttermafia« oder »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner« sind längst Kult und auf allen Bestenlisten zu finden, genauso wie »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün«, die auch international zu Bestsellern wurden. Im März 2013 kam mit »Rubinrot« bereits die zweite Verfilmung eines ihrer Bücher mit Starbesetzung in die Kinos. »Silber« ist ihre neue phantastische Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.


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Offizielle Internetseite

www.silber-trilogie.de