Aeronautica
Taschenbuch
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Es geht hoch hinaus! Die Menschen erobern die Lüfte - ob mit Zeppelin, Heißluftballon oder dampfbetriebenen Maschinerien. Zwischen den Wolken und hinter dem Horizont warten neue Abenteuer, Intrigen, magische Wesen,... (weiter)

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Über den Wolken...
»Was liest Du?«-Rezension von bootedkat, am 29.06.2019

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Sie sind (nahezu) furchtlos, abenteuerlustig und vom Entdeckergeist getrieben. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sich die Charaktere in den zwölf Geschichten so bereitwillig daran machen, Grenzen zu überschreiten? Ob es mit dem Zeppelin, dem Heißluftballon, dampfbetriebenen Maschinerien oder tatsächlich einem Luftschiff ist – der Himmel wird in jeder Geschichte erobert. Mit neuen Möglichkeiten ergeben sich aber auch neue Herausforderungen und Abenteuer lassen auf ganz andere Weise angehen. Zwölf Autorinnen und Autoren sorgen für Reisen in fremde Welten und erzählen davon, was sich in den Lüften neben Piratenangriffen, Expeditionen und fantastischen Ereignissen so alles abspielt.

Wer zur See fährt, muss ein gewisses Maß an Unerschrockenheit mitbringen. Wer mit einem Luftschiff den Himmel erobert, muss dann wohl erst recht unerschrocken sein. So wie Leutnant Nilsen, der in „Am Ende der Welt“ von Manuel Otto Bendrin sein Leben gibt, um eine Katatstrophe zu verhindern oder Kapitän Ramirez, der nicht müde wird in „Der letzte Flug der Aristoteles“ von Yann Krehl nach dem Wrack des Schiffes zu suchen. Andere wiederum haben nicht nur eine große Liebe zur Luftschifffahrt, sondern auch eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Luftschiff. Für Lena Richters Heldin Xhemin ist es unvorstellbar, ihr Schiff aufzugeben. Zusätzlich lassen die Geschichten Raum für phantastische und magische Wesen und nicht immer sind die Helden menschlich.

„Aeronautica“ trägt den Untertitel „Logbuch der Lüfte“ und wird somit zu einer Chronik der Luftschifffahrt. Neben den fast unendlichen Möglichkeiten, die Steampunk als Genre bietet, fällt vor allem die Diversität in den Geschichten positiv auf. Menschen unterschiedlichster Nationalität und Hautfarben arbeiten an Bord Hand in Hand zusammen. In anderen Geschichten sind es Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die auf die Technik des Genres angewiesen sind und innerhalb der Handlung ihre vermeintliche Schwäche zu einer Stärke ummünzen können. Und mitten in der Luft lässt eine junge Frau sich doch noch überzeugen, ihre Partnerin zu heiraten. Hautfarbe, Behinderungen und Homosexualität sind in den, in „Aeronautica“ versammelten, Geschichten ganz selbstverständlich Teil der Handlung und werden nur so weit erwähnt, wie es für die Handlung relevant ist. Diversität passiert eben einfach. Die Geschichten sind alle unabhängig voneinander zu lesen, ergeben aber im Rahmen der Veröffentlichung ein vielseitiges und vielfältiges Bild nicht nur der Welt der Lüfte sondern auch des Genres insgesamt.

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Über den Wolken ...
»Was liest Du?«-Rezension von Grüne Ronja, am 16.06.2019

Die Aufmachung der Bücher aus dem art skript phantastik Verlag macht jedes Buch zu etwas besonderem, schon bevor man in die Geschichten überhaupt eintaucht. Dieses Buch ist außen schlickt gehalten mit bronzefarbener Schrift und Verzierungen auf dunkelblauem Hintergrund. Innen sind die Seiten mit Wolken hinterlegt, sodass ich mich schon beim bloßen Anblick über den Wolken befinde. Die Innenseiten der Broschur ist mit einer alten Weltkarte geschmückt. Wie immer ist die gesamte Aufmachung sehr stimmig.

 

Die Geschichten sind vielfältig wie ihre Autoren, die vor jeder Geschichte kurz vorgestellt werden. Die Beschreibung von Paul Tobias Dahlmann fand ich bereits schwierig und „Kurs Nord-Nordzenit“ hat diesen Eindruck bestätigt. Der Schreibstil ist altmodisch, die Geschichte mit den Geistern verwirrend. Es entsteht das Gefühl, als fehle etwas in der Kurzgeschichte und hinterlässt Fragen zu den Hintergründen des Geschehens.

Eine andere Geschichte, die mich nicht angesprochen hat ist „Weißer Teufel oder Die Möwe“ von Markus Heitkamp. Die Idee, Moby Dick mit Nagetieren frei nachzuerzählen, ist originell und der Erzählstil locker und flüssig. Der Igel mit dem kleinen Sprachfehler hat mich zum Schmunzeln gebracht, doch überzeugt hat mich die Geschichte nicht.

 

„Es ist zu Ende, wenn der Kiel geborsten ist, das Segel verbrannt und das Herz erloschen.“

(S.65, Ins Herz des Sturms von L.Richter)

 

„Ins Herz des Sturms“ von Lena Richter hat mir dafür sehr gefallen. Erzählt wird die Geschichte von Xhemin Sturmherz aus der Ich-Perspektive. Sie ist eine bekannte Kapitänin, die ihre besten Zeiten hinter sich hat und als Verbrecherin gesucht wird. Auf ihrem Schiff, der Anemoi, wird sie von einem jungen Jäger gestellt, der sein Glück kaum fassen kann. Allerdings steuert die Anemoi geradewegs in einem Sturm hinein. So turbulent der Sturm für die beiden ist, so ist auch das Leben von Xhemin gewesen, das in Rückblicken erzählt wird. Das Herz der Geschichte ist ist wie das Ende: gefühlvoll und mitreißend.

 

„Es wurde von der Miskatonic University in Arkham entdeckt und dem Militär zur Verfügung gestellt.“ (S. 148, Am Ende der Welt von M.O.Bendrin)

 

„Am Ende der Welt“ von Manuel O. Bendrin hat mich sehr an den Film „Das Ding aus einer anderen Welt“ von John Carpenter erinnert. Da der Film mich immer auch an die Geschichten von H.P.Lovecraft erinnert hat, fand ich die Anspielung auf Arkham sehr passend.

Ein norwegisches Team ist in die Arktis geflogen, um das amerikanische Luftschiff MAS Horizon aus dem Eis zu bergen. Die gesamte Crew ist tot, bis auf eine Person. Nicht lange, nachdem der Überlebende auf die Krankenstation des norwegischen Luftschiffes MLS Freya überführt worden ist, taucht grüner Rost im Maschinenraum auf und die die Crew fängt an sich seltsam zu benehmen. Professor Haugen und Kapitän Thorsen vermuten einen Zusammenhang zwischen dem grünen Rost und des Absturzes der MAS Horizon.

Die Kurzgeschichte ist spannend und düster, ganz wie H.P.Lovecraft und „Das Ding aus einer anderen Welt“.

 

Pina Parasol aus „Pina Parasol und das Verlorene Königreich“ von Tino Falke verliert professionell Dinge, die verschwinden sollen. Sie hat einen fantastischen Humor und der Autor einen humorvollen Schreibstil. Über Pina kann ich mir sehr gut eine längere Geschichte vorstellen; sie würde sich sicher gut zwischen Erasmus Emmerich und Archibald Leach fühlen.

 

Die 12 Kurzgeschichten führen in andere Welten, über die Wolken und Land, aber immer mit Hilfe eines Luftschiffes. Sie sind abwechslungsreich und spannend und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ich kann diese Anthologie auch Lesern empfehlen, die noch nichts aus dem Steampunk-Genre gelesen haben, denn die Geschichten setzen kein Wissen voraus oder beinhalten Insiderwissen.

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Es geht hoch hinaus! Die Menschen erobern die Lüfte - ob mit Zeppelin, Heißluftballon oder dampfbetriebenen Maschinerien. Zwischen den Wolken und hinter dem Horizont warten neue Abenteuer, Intrigen, magische Wesen, sowie kleine und große Helden. 12 Autorinnen und Autoren nehmen uns mit auf ihren Reisen über die Kontinente und in fremde Welten. Dieses Logbuch hat Abstürze überstanden, Piratenangriffe, Kriege und ist ebenso ein Zeuge für Freundschaft und Liebe. Erleben Sie den Traum vom Fliegen auf eine ganz neue Art.