Alles ist möglich (Buch)

Roman

Elizabeth Strout

Übersetzung: Sabine Roth

Buch
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In ihrem neuen Roman erzählt Elizabeth Strout unvergessliche Geschichten über die Menschen einer Kleinstadt, die sich nach Liebe und Glück sehnen, aber oft Kummer und Schmerz erleben. Da sind zwei Schwestern:... (weiter)

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Details
AutorIn Elizabeth Strout
Übersetzung Sabine Roth
Seiten 256
EAN 9783630875286
Sprache deutsch
erschienen bei Luchterhand Literaturvlg.
Erscheinungsdatum 12.11.2018
Ursprungstitel Anything Is Possible
Stichwörter New York Times Bestseller
mittlerer Westen
Amerika
Klatsch und Tratsch
Illinois
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø5 | 8 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  4 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 5 |  4 Bewertungen

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Wiedersehen mit Lucy Barton
»Was liest Du?«-Rezension von FIRIEL, am 13.07.2019

Im Frühling habe ich mein erstes Buch von Elizabeth Strout gelesen, "My Name is Lucy Barton / Die Unvollkommenheit der Liebe", und ich war begeistert. Nun habe ich ihr folgendes Buch gelesen und habe mich gefreut, viele der Menschen wiederzutreffen, von denen Lucys Mutter am Krankenbett erzählt. In der ersten Geschichte ist es der freundliche Hausmeister, der Lucy erlaubt, sich auch nach Schulschluss weiter im Schulgebäude aufzuhalten. Wir erfahren, was er vor seiner Hausmeistertätigkeit erlebt hat, lesen von seinen Werten und woran er glaubt, von der Beziehung zu seiner Frau, von  seinen  Erinnerungen  an Lucy, und wir begleiten  ihn auf einen Besuch bei Lucys Bruder, bei dem er etwas Wichtiges vermittelt und gleichzeitig etwas für sich verliert. In nicht ganz dreißig Seiten wird eine ganze Lebenswelt gezeichnet. Außerdem treffen wir Kathy Nicely und zwei ihrer drei Töchter, die ganz unterschiedliche Entscheidungen treffen, Charlie Macauley, die Mississippi-Mary und eine ihrer fünf Töchter, die Schauspielerin Annie Appleby, Lucys Cousin Abel und ihre Cousine Dottie, ihren Bruder Pete, ihre Schwester Vicky, ihre Nichte Lila und schließlich auch Lucy selbst. 

Elizabeth Strout kann in wenigen Seiten das Wesentliche eines Menschen zeichnen, so dass dem Leser Empathie möglich wird. Es sind ganz "normale" Menschen mit Stärken und Schwächen, die sich alle danach sehnen zu lieben und geliebt zu werden, doch diese Liebe bleibt auch hier immer unvollkommen. Bei allen Enttäuschungen gibt es aber immer wieder Momente des Verständnisses und des Einklangs. Deutlich wird auch das Beziehungsgeflecht zwischen den Personen und wie sie aufeinander einwirken. Das ist Erzählkunst vom Feinsten!

Ich habe dieses Buch zunächst auf Englisch gelesen ("Anything is Possible") und anschließend auf Deutsch. Da dieses Buch wohl schon das sechste aus Strouts Feder ist, werde ich nach und nach auch ihre ersten Bücher vornehmen, denn Strout könnte eine meiner Lieblingsautorinnen werden. Ich freue mich auf neue Entdeckungen!

- Aline, du kannst mir gern die Punkte für diese Rezension streichen, da sie genau der Rezension des englischen Buches entspricht. Aber ich möchte sie unbedingt hier einstellen in der Hoffnung, damit die Chance zu erhöhen, dass das Buch weitere Leser findet! - 

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Berührende Einblicke
»Was liest Du?«-Rezension von Readaholic, am 19.01.2019

Elizabeth Strout beschreibt in „Alles ist möglich“ das Leben einer Handvoll Menschen in der fiktiven Kleinstadt Amgash in Illinois, inmitten des „Corn Belt“, wo die Menschen vom Anbau von Sojabohnen und Mais leben. Die Bevölkerung ist arm, und nur wenige schaffen es wegzuziehen um anderswo ihr Glück zu machen. Eine davon ist Lucy Barton, eine in New York lebende Schriftstellerin, die als Kind bitter arm war. Ihr Bruder hat die Heimat nie verlassen und lebt nach wie vor im heruntergekommenen Elternhaus. Nach vielen Jahren beschließt Lucy ihren Heimatort wieder zu besuchen und dabei Bruder und Schwester wiederzusehen. Dabei brechen alte Gefühle wieder auf.

Dies ist nur eine von vielen Geschichten, um die es in diesem Buch geht. In jeder Kurzgeschichte geht es um eine andere Person oder Familie, doch gibt es immer Verbindungen zwischen den einzelnen Personen. Wir lernen ganze Familien kennen, zum Beispiel die Nicely-Schwestern, die früher von allen die „Nicely Prinzessinnen“ genannt wurden. 

Elizabeth Strout beschreibt alle nur denkbaren menschlichen Gefühle und Neigungen mit großer Wärme. Sie beherrscht es meisterhaft, diese Gefühle mit wenigen Worten und Bildern auszudrücken. So beschreibt sie das Gefühl der Angst beispielsweise als Elritze, die hektisch im Wasser hin- und herflitzt.

Am Ende des Buchs hätte ich gerne noch mehr gelesen über die Bewohner von Amgash und ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten.

 

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In ihrem neuen Roman erzählt Elizabeth Strout unvergessliche Geschichten über die Menschen einer Kleinstadt, die sich nach Liebe und Glück sehnen, aber oft Kummer und Schmerz erleben. Da sind zwei Schwestern: Die eine gibt für die Ehe mit einem reichen Mann ihre Selbstachtung auf, während die andere sich von einem Buch dazu inspirieren lässt, ihr Leben zu ändern. Der Hausmeister der Schule will einem Außenseiter helfen und stürzt dabei in eine Glaubenskrise; eine erwachsene Frau sehnt sich immer noch wie ein Kind nach der Liebe ihrer Mutter. Und eine in New York erfolgreiche Schriftstellerin kehrt nach siebzehn Jahren zum ersten Mal in ihre Heimat zurück, um ihre Geschwister zu besuchen. Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle, von Hass und Neid, Einsamkeit und Wut bis zu innigster Menschenliebe entfaltet sich in diesen Familiengeschichten. Es sind Geschichten über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, über die unendliche Vielfältigkeit des Lebens.

Strout, Elizabeth Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. »Die Unvollkommenheit der Liebe« wurde für den Man Booker Prize 2016 nominiert. »Alles ist möglich« wurde 2018 mit dem Story Prize ausgezeichnet, erhielt ein überwältigendes Presseecho in den USA und stand in allen großen Medien auf den Empfehlungslisten; die Übersetzungsrechte wurden in 16 Länder verkauft. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.