Auris (Taschenbuch)

Thriller. Nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Taschenbuch
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Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler? Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von... (weiter)

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Details
AutorIn Vincent Kliesch
Edition 10. Aufl.
Seiten 352
EAN 9783426307182
Sprache deutsch
erschienen bei Droemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum 02.05.2019
Stichwörter forensischer Phonetiker
Geständnis
Thriller Berlin
Ermittlerin
Obdachlose
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 162 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  80 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.2 |  82 Bewertungen

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1 Stern

Spannend bis zum Ende und auch darüber hinaus
»Was liest Du?«-Rezension von Scalymausi, am 20.08.2019

Inhalt:

Matthias Hegel ist forensischer Phonetiker, d. h. er kann am Klang der Stimme ausmachen, ob derjenige lügt oder die Wahrheit sagt. Mit diesem Talent hat er schon viele Kriminelle hinter Gittern bringen können. Doch nach dem letzten Einsatz gesteht Hegel plötzlich eine Obdachlose ermordet zu haben. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und Hegel wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die junge True-Crime Podcasterin Jula Ansorge ist von seiner Unschuld überzeugt. Sie ist damals einem Verbrechen zum Opfer gefallen, was sie dazu gebracht hat sich auf unschuldige Verurteilte zu spezialisieren und ihre Fälle genauer zu betrachten. Dies tut sie auch bei Hegel und gräbt immer weiter. Jula erkennt, dass sie der Wahrheit schon ganz nahe ist, da sie immer wieder Drohungen erhält, sich aus dem Ganzen herauszuhalten.

 

 

Meine Meinung:

Auris basiert auf einer Idee von Sebastian Fitzek, was er im Vorwort auch noch einmal anmerkt, jedoch geschrieben hat es Vincent Kliesch.

Schon die ersten Seiten waren wirklich spannend. Durch die kurzen Kapitel und den wunderbaren Schreibstil von Vincent Kliesch bin ich einfach nur so durch die Seiten geflogen. Die Handlung hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern entwickelt sich rasant, sodass ich zu keinem Zeitpunkt Langeweile empfunden habe. Auch die Wendungen fande ich großartig und die Entwicklung der Geschichte sowie das Ende waren für mich überhaupt nicht vorhersehbar.

In der ersten Hälfte des Buches hat man einen guten Einblick in das Leben der Protagonisten erhalten, v. a. von Jula Ansorge. Ihre Vergangenheit wird gut dargestellt und auch ihre Entwicklung dadurch ist nachvollziehbar. Sie war mir von Anfang an sympathisch, da sie mutig, selbstbewusst und auch ein wenig stur (auf positive Weise) ist. Sie gibt nicht auf und hält an dem fest, was sie für richtig hält.

Von Matthias Hegel erfährt man nach und nach auch immer mehr, aber selbst am Ende war ich mir immer noch nicht sicher, wie ich ihn nun einschätzen sollte. Auch hätte ich mir erhofft mehr von ihm als forensischer Phonetiker zu erleben. Es kamen zwar schon Stellen vor, aber ich hätte mich über mehr gefreut, da ich dieses Thema wirklich spannend finde und davon auch vorher noch nie gehört habe.

Am Ende des Buches dachte ich mir nur: „Das darf doch jetzt wohl nicht wahr sein?! Ihr wollt mich doch veräppeln!!“ Ich habe ja wirklich nichts gegen Cliffhänger, aber dieser bei dem Buch ist wirklich gemein. Ich hoffe nur, dass Vincent Kliesch für den nächsten Teil nicht auch 3 Jahre braucht; ich möchte so bald wie möglich wissen, wie es weitergeht.

 

Fazit:

Auris ist wirklich ein Thriller wie ich ihn so noch nicht gelesen habe, da ich die Ermittlung durch forensische Phonetik wirklich sehr interessant und spannend fand und das eben noch nicht kannte. Das Buch bleibt von Anfang bis zum Ende spannend und es kam bei mir zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, das lag auch schon allein an dem tollen Schreibstil, der rasanten Entwicklung der Geschichte und den kurzen Kapiteln. Die Charaktere waren auch alle interessant beschrieben.

Jedoch hätte ich mir noch ein wenig mehr von Hegels Phonetik gewünscht. Aber ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe 4,5 Sterne.

 

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Für mich ein perfekter Start , der die Zerbrechlichkeit des eigenen Seins vor Augen führt
»Was liest Du?«-Rezension von aly53, am 13.08.2019

Nach jahrelanger Durststrecke endlich neuer Lesestoff von Vincent Kliesch. Ich bin ein großer Fan seiner Trilogie rund um Julius Kern und dessen Gegenspieler Tassilo Michaelis. Eine Trilogie, die man unbedingt gelesen haben muss. Da zeigt sich wahres Können.
Daher war meine Freude unglaublich groß, das endlich etwas neues von ihm erschienen ist und mit “Auris” legt er einen fulminanten Start einer neuen Thriller Reihe hin, in dessen Fokus Matthias Hegel und Jula Ansorge stehen.
Und letztendlich steht die Frage im Raum: Ist er Opfer oder Täter?

Ich liebe die leichte, fesselnde, bildhafte und mitreißende Art, mit der Vincent Kliesch schreibt.
Seine Charaktere sind sehr tiefgründig, facettenreich und authentisch. Charaktere , bei denen an jeder Ecke ein neues Geheimnis ans Licht kommt.
Matthias Hegel hat mich ganz besonders fasziniert. Ein akustischer Profiler, ist etwas, was ich bis dato noch gar nicht kannte und was mich unglaublich fasziniert hat. Bereits auf den ersten Seiten stellt er sein Können unter Beweis, nur um es mit einem Schocker zu beenden.
Für mich war völlig klar, das er unschuldig ist.
Er ist klug, raffiniert und dem Gegenüber immer ein Schritt voraus. Völlig ausgeschlossen, das er so ein stümperhaftes Verbrechen begangen haben soll.
Doch was steckt tatsächlich dahinter?
Hegel ist ein sehr charismatischer Mann, der sofort ungemein faszinierend und sympathisch rüberkommt. Es gelang ihm spielend leicht, mich um den Finger zu wickeln. Und ich glaubte ihm blind jedes Wort.
Niederträchtige Attribute traute ich ihm nicht zu. Das war einfach völlig abwegig. Was dazu führt, daß man ihm schnell keine Beachtung mehr schenkt.
Dafür gerät Jula in den Fokus und ganz besonders mit ihrem Hintergrund hat sie mich sehr berührt und nicht mehr losgelassen. Obwohl dieser Aspekt ihrer Geschichte, nicht sehr detailreich ausgearbeitet ist, so spürt man doch, was es mit Jula selbst gemacht hat und man selbst verspürt dabei Angst, Wut und Unglaube.
Man denkt: Was zum Teufel…
Aber das ist nur der eine Aspekt einer sehr komplexen Story, bei der man nicht weiß, wer tatsächlich am längeren Hebel sitzt.

Vincent Kliesch gelingt es eine sehr düstere und elektrisierende Atmosphäre zu schaffen, die ungemein gefangen nimmt.
Dabei erfährt man hier auch vordergründig Julas Perspektive und in einigen Abschnitten auch die von Hegel.
Ich konnte mich sehr gut in beide hineinversetzen und es nachvollziehen, was sie antrieb und bewegte.
Jula hat mich dabei am meisten beschäftigt und ich verstand, warum sie sich so verbissen auf Hegels Fall stürzte.
Ein Fall der sie auf eine gewaltige Probe stellte und ihr alles abverlangte.
Der Thriller ist wirklich sehr gut ausgearbeitet und wird beherrscht von sehr viel Schmerz, Angst und Leid.
Abgründe sind weniger zu finden, auch wenn diese unterschwellig immer wieder hervorschimmern.
Man kann der Handlung sehr gut folgen und dabei auch sehr gut selbst miträtseln.
Dabei verschwimmen die Grenzen von Gut und Böse zusehends.
Man selbst gerät in einen Konflikt und fragt sich immer wieder, was Lug und was Trug ist.
Bis zu einem gewissen Handlungsstrang fand ich es auch sehr vorhersehbar. Es ist jedoch so brillant und fesselnd geschrieben, das zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt.
Man lernt dabei Jula , als auch Hegel sehr gut kennen und fiebert ununterbrochen mit.
Besonders die Entwicklung Julas kam hier sehr gut heraus. Jula ist eine Person, die immer mitten durch die Wand will,was sie immer wieder in die Bredouille bringt. Aber zugleich ist es ein Aspekt an ihr, den ich einfach sehr liebe.

Das letzte Drittel brachte noch einiges mit sich, was mich doch sehr überraschte und was ich keinesfalls erwartet hatte.
Unglaube und Fassungslosigkeit erfassten mich und es verschaffte zudem dem ganzen eine neue Dimension und neue Blickwinkel.
Zweifel, innere Zerrissenheit und sich immer mehr steigernde Verzweiflung.
Vincent Kliesch begnügt sich nicht damit, einen Mordfall aufzuklären,er setzt noch einen drauf und webt gekonnt einen weiteren Handlungsstrang hinein, der mich fast noch mehr gekostet hat und die ganze Zerbrechlichkeit einer heilen kleinen Welt aufzeigte.
Definitiv kommt hier noch einiges auf uns zu und mir schwant bereits jetzt Böses.

Einerseits kann man sich jetzt entspannt zurücklehnen, aber auf der anderen Seite möchte man auch sofort wissen, wie es weitergeht.
Ich hab in dieser Hinsicht schon eine Vermutung und bin gespannt, ob es sich bewahrheiten wird.

Fazit:
Mit “Auris” legt Vincent Kliesch einen richtig genialen und mega spannenden Start einer neuen Reihe rund um den akustischen Profiler Matthias Hegel und der True-Crime Podcasterin Jula Ansorge hin.
Ein Thriller der unglaublich nervenaufreibend und explosiv ist und gerade mit Julas Hintergrund unglaublich berührt.
Was ist Schein und was Sein?
Was Lug, was Trug?
Die Frage aller Fragen: Schuldig oder Unschuldig?
Ich bin begeistert von diesem Facettenreichtum, was sich hier herauskristallisierte.
Für mich ein perfekter Start , der die Zerbrechlichkeit des eigenen Seins vor Augen führt.
Unbedingt mehr davon.
Nicht so mega wie seine Trilogie rund um Julius Kern und Tassilo Michaelis. Aber die Weichen sind gestellt,um etwas ganz Großes zu werden.

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Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler? Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr ... Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek - rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.

Kliesch, Vincent Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Mit »Auris« schrieb er den Roman zu einer Hörspiel-Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.