Auris (Taschenbuch)

Thriller. Nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Taschenbuch
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Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler? Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von... (weiter)

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»Was liest Du?«-Rezension von Naraya, am 20.06.2019

Matthias Hegel ist der Star unter den forensischen Phonetikern. An der Stimme kann er alles erkennen: die Herkunft eines Menschen, seinen Gesundheitszustand, ob er an das glaubt, was er gerade sagt und viele weitere Dinge. Doch aktuell kann er seine Fähigkeiten nur begrenzt einsetzen, denn Hegel sitzt im Gefängnis, weil er eine Obdachlose mit zahlreichen Messerstichen getötet hat. Nun ist jedoch die Journalistin Jula auf den Fall aufmerksam geworden. Seit einem schrecklichen Verbrechen vor einigen Jahren hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, unschuldig Verurteilte in ihrem Podcast zu rehabilitieren. Das hat sie nun auch mit Hegel vor, der in ihrem Augen auf keinen Fall der Täter sein kann. Doch der weigert sich standhaft, Julas Hilfe anzunehmen.

Nach einigen Jahren der Stille um ihn legt Vincent Kliesch mit "Auris" einen Thriller vor, den er nach einer Idee von Sebastian Fitzek verfasst hat. Grundsätzlich ist diese Idee auch durchaus spannend: das Feld der forensischen Phonetik ist interessant und erinnert ein wenig an die deduktive Arbeitsweise von Sherlock Holmes. Nur leider kommt diese Technik nur wenig zum Einsatz, da Hegel sich ja im Gefängnis befindet und somit nur Mithäftlinge und Wärter für ihn erreichbar sind. Ein paar kleine Kostproben gibt es trotzdem und die lassen einen wünschen, die Thematik hätte stärker im Fokus gestanden.

Protagonistin des Romans ist Jula, die sich nach dem Verlust ihres Bruders an Halbbruder Elyas klammert und eigentlich dringend eine Therapie nötig hätte. Stattdessen vergräbt sie sich in die Recherche über Verbrechen und stößt schnell auf eine Spur in Hegels Fall. Die Figur der Jula war stellenweise unglaublich anstrengend und auch ein wenig inkonsistent: Menschen in ihrem Umfeld gegenüber manchmal unglaublich misstrauisch und ablehnend, bei Fremden dann auf einmal vertrauensselig und gutgläubig. Dennoch kommt sie in ihren Recherchen (ein wenig zu) gut voran und ist dem Täter dichter auf den Fersen, als sie selbst ahnt. Da die Handlung perspektivisch immer dicht an den Charakteren bleibt, ist auch der Leser nicht viel klüger.

Das Ende des Buches kommt nicht weiter überraschend und erinnert stark an einige Fitzek-Romane. Schade ist jedoch, dass vieles unaufgelöst bleibt und die Handlung somit von vornherein auf eine Fortsetzung angelegt ist, die laut Klieschs Website "Aurelia" heißen und 2020 erscheinen soll. Dies hätte ich im Vorfeld, ehrlich gesagt, gerne gewusst, denn ich mag es nicht, wenn mir statt eines einzelnen Romans eine versteckte Serie vorgelegt wird.

Fazit: eine Idee, deren stärken nicht genutzt wurden, mit einem zu großen Cliffhanger
        

Spannender Auftakt einer Reihe
»Was liest Du?«-Rezension von buecherwurm1310, am 19.06.2019

Der Phonetiker Matthias Hegel arbeitet als Forensiker in Berlin. Anhand der Stimme kann er Wahrheit von Lüge unterscheiden und so geholfen, Kriminelle zu überführen. Nun gesteht er selbst einen Mord und landet im Gefängnis.

Die junge Rundfunk-Journalistin Jula Ansorge betreibt einen True-Crime-Podcast. Sie möchte unschuldig Verurteilte rehabilitieren und gerät auch an Hebels Fall. Davon überzeugt, dass er unschuldig ist, hängt sie sich richtig rein und bringt sich damit nicht nur sich in Gefahr.

Es ist eine interessante Thematik, aber ich finde, dass die forensische Phonetik ein wenig zu kurz gekommen ist.

Die Handlung verläuft spannend und rasant.

Auch die Charaktere sind interessant. Matthias Hegel ist schwer zu durchschauen. Allzu glatt kommt ihm sein Geständnis über die Lippen. Jula Ansorge ist eine sympathische junge Frau, die ein Trauma mit sich herumträgt. Das motiviert sie dazu sich mit voller Kraft in die Klärung von zweifelhaften Urteilen zu begeben. Dabei will Hegel ihren Einsatz überhaupt nicht.

Es gab eine Reihe von Wendungen, die die Spannung hochgehalten haben. Das Ende ist stimmig, liefert aber auch Cliffhanger, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

Mich hat dieser spannende Thriller gut unterhalten.