Auris (Taschenbuch)

Thriller. Nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Taschenbuch
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Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler? Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von... (weiter)

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absolutes Gehör
»Was liest Du?«-Rezension von urmeli, am 21.05.2019

~~Als Jula in Argentinien im Urlaub einen berühmten Friedhof besucht wird sie dort vergewaltigt. Ihr Bruder Moritz, der kurz zuvor mit ihr zusammen war, gibt die Vergewaltigung zu und erhängt sich anschließend. Jula ist sich sicher, dass Moritz es nicht war, doch warum sollte er lügen? 3 Jahre später verarbeitet sie mittels eines Podcasts ihr Trauma, sie möchte Fälle aufdecken, in denen Menschen zu Unrecht ins Gefängnis kamen. Sie stößt auf den Mord an einer Obdachlosen, die mit 23 Messerstichen brutal von dem berühmten forensischem Phonetiker Matthias Hegel, genannt Auris, zu deutsch Ohr, hingerichtet wurde. Mit seinem absoluten Gehör kann er aus Tonbandaufzeichnungen vieles über Täter und Tatorte heraushören. Nun ist er seit einem Jahr rechtskräftig verurteilt, er hat die Tat zugegeben, doch vieles spricht gegen ihn. Jula verbeißt sich immer mehr in den Fall, sie wird bedroht und ihr Halbbruder Elyas entführt. Wird Auris erpresst, schützt er jemand anderen?
Die Personenzahl in diesem äußerst spannenden Thriller ist überschaubar und dennoch gibt es immer neue Zusammenhänge zwischen diesen Personen und immer neue Verdächtigte. Durch verschiedene Sichtweisen und Szenenwechsel kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Man wird zum Mitraten aufgefordert und denkt auch kurz vor Schluss, nun jetzt verstehe ich alles, und dann wird alles wieder über den Haufen geworfen.
Ein besonderes Lob gilt der Umschlagsgestaltung - sehr edel für ein Taschenbuch.

einem Fitzek gleich
»Was liest Du?«-Rezension von Vivi 73, am 21.05.2019

Auch wenn es "nur" nach einer Idee von Starautor Sebastian Fitzek herrührt, ist auch der Stil und der Aufbau dem seinen sehr ähnlich. Was hier nicht als Kritik gelten soll. Vor diesem Werk wusste ich noch nicht einmal, dass es einen Autor namens Vincent Kliesch gibt. Und wie es vielleicht auch von den beiden Autoren beabsichtigt war, habe ich mir als Fitzek-Fan natürlich auch dieses Werk besorgt, weil ich natürlich wissen wollte, was dem Mann schon wieder für irres Zeug durch den Kopf ging. Im Vorwort erzählt uns Herr Fitzek auch, was es mit diesem Arrangement auf sich hat. Es gibt sogar ein Hörbuch, welches sich von diesem Buch unterscheidet.

Vincent Kliesch hat diese Idee fantastisch umgesetzt. Die junge Journalistin Jula Ansorge meint, dass der berühmte Profiler Mathias Hegel, auch Auris genannt, wegen seiner außerordentlichen Begabung, kleinste Details aus dem gesagten Wort herauszuhören, unschuldig im Gefängnis sitzt. Und das obwohl er sich selbst für schuldig bekennt. Einige Dinge passen so nicht ins Bild, meint sie und macht sich auf, den Fall nochmal durchzuwühlen. Dabei stößt sie wohl auf Erkenntnisse, was jemandem nicht so in den Kram passt. Sie erhält einen üblen Drohanruf, den sie als Mittel benutzt, um endlich zu Hegel vorzudringen, der bisher jegliche Journalisten abwimmelte. Dieser fühlt sich auf einmal wieder voll in seinem Element und rät Jula dringend davon ab, weiter zu recherchieren. Es könne zu gefährlich für sie werden. Und es wurde gefährlich, und nicht nur für sie.

Spannung von der ersten Minute an wartete auf mich. Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel, die mich an deren Ende des Öfteren den Mund und die Augen aufreißen und laut "Was???" rufen ließen, sorgten dafür, dass ich nur so durch das Buch flog. Es beherbergt so einige Überraschungen. Auch wenn ich schon recht früh das Gefühl hatte, dass es ganz anders enden wird, wie uns hier vorgegaukelt, war ich doch recht perplex, als ich auf die letzten Seiten traf. Hauptsächlich war es da das "Wie", weniger das "Wer". Genial gemacht. Das Buch einfach schließen und "Das war's" sagen war da nicht. Ich hielt das Buch immer noch in meiner Hand und ging das Ende mehrmals geistig durch und immer wieder schüttelte ich den Kopf und musste lachen. Ja, auch lachen. Darüber, wie genial manche Köpfe ticken.

 

Danke, Herr Fitzek, für die Bekanntmachung dieses jungen Mannes. Nun werde ich mal schauen, wie er so seine eigenen Ideen ausgearbeitet hat. Vincent Kliesch scheint mir ein Autor zu sein, den man sich auf jeden Fall merken sollte.