BECOMING (Buch)

deutschsprachige Ausgabe

Michelle Obama

Übersetzung: Harriet Fricke, Tanja Handels, Elke Link, Andrea O'Brien, Jan Schönherr, Henriette Zeltner

Buch
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Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug... (weiter)

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Einblicke in ein Politikerleben
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 02.12.2018

Die Autobiografie von Michelle Obama hat großes Aufsehen erregt und das Buch wurde in vielen Medien besprochen.

Michelle Obama teilt ihr Buch in drei Abschnitte ein:

Becoming Me - Ich werden, über ihre Kindheit und Jugend in der armen South Side von Chicago

Becoming Us - Wir werden, über ihr Eheleben mit Barack Obama und ihren beiden Kindern und dem Spagat, den sie als Politikergattin, berufstätige Frau und Mutter hinbekommen musste

Becoming More- Mehr werden, über ihr Leben als First Lady im Weißen Haus.

Dem folgt noch ein Epilog, in dem sie ihre Ansichten über das Nachfolgerehepaar darlegt.

In diesem Buch bestätigt sich, dass Michelle Obama eine mitfühlende, warmherzige Frau ist, die aus ihren Erfahrungen in der Kindheit heraus empathisch und unkompliziert auf andere Menschen zugeht. In einem ganz eigenen Stil beschreibt sie sehr eindringlich ihr Leben, den Verlust naher Angehöriger und ihr Engagement für Kinder und verwundete Militärangehörige. Dabei bleibt sie immer diskret, wesentliche Erlebnisse wie die künstliche Befruchtung oder das Aufsuchen einer Ehebaratung werden zwar angesprochen, aber nicht sensationsheischend ausgewalzt. Obama bleibt auch in ihrem Buch sehr selbstkritisch und nimmt viele Vorfälle ernster, als es die Öffentlichkeit wahrscheinlich getan hat. Trotzdem werden auch Verletzungen sichtbar, durch ungerechtfertigte Angriffe des politischen Gegners  und unbeteiligter Menschen auf sie und ihren Mann. Dass sie dabei auch humorvoll und locker sein kann ist eine der Stärken des Buches.

Das Buch ist zwar politisch, bringt dem Leser aber vor allem den Menschen Michelle Obama nahe. Die ständige Sorge um ihren Mann, der ein riesiges Arbeitspensum absolviert, und um ihre Kinder, die im Weißen Haus unter ständiger Bewachung kein wirklich normales Teenagerleben führen können, bestimmt ihren Alltag und sie versucht die Familie zusammenzuhalten. Daneben engagiert sie sich beispielhaft für gute Ernährung bei Kindern, legt am Weißen Haus einen Gemüsegarten an, hält Reden an Schulen und Universitäten, um benachteiligte Menschen dazu zu bewegen ihre Schulbildung zu intensivieren und besucht verwundete Militärangehörige - ein riesiges Pensum für eine Frau, die nicht einmal einen offiziellen Titel trägt und eigentlich in der Politik nicht vorkommt.

Der Vergleich mit ihrer Nachfolgerin drängt sich förmlich auf. Ihre Herzlichkeit und Zugewandtheit wird auch in den Bildern deutlich, die dem Buch beigefügt sind. Auf ähnliche Bilder wartet man bei Melania Trump vergeblich...

Im Epilog wird deutlich, dass Michelle Obama damit hadert, dass ausgerechnet ein Frauenfeind und ausgeprägter Egozentriker wie Donald Trump ihrem Mann nachgefolgt ist. Er zerstört so vieles, was Obama aufgebaut hat und macht Amerika wieder zu einem Land der alten weißen Männer, während es Obamas Bestreben war, die ganze Vielfalt des multikulturellen Landes auch in seiner Amtsführung abzubilden.

Ein lesenswertes Buch!