BECOMING (Buch)

deutschsprachige Ausgabe

Michelle Obama

Übersetzung: Harriet Fricke, Tanja Handels, Elke Link, Andrea O'Brien, Jan Schönherr, Henriette Zeltner

Buch
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Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug... (weiter)

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Becoming
»Was liest Du?«-Rezension von StephanieP, am 23.07.2019

Michelle Obama, die ehemalige First Lady der USA, gewährt in ihrer Biographie sehr private Einblicke in ihr Leben. Sie beschreibt sowohl sehr anschaulich ihre Kindheit und schulischen sowie beruflichen Werdegang als auch das Kennenlernen von Barack Obama. In weiterer Folge geht Mischelle ganz ehrlich auf ihren Familienwunsch, die Schwierigkeiten bei der Gründung einer solchen und das große Glück ein, welches sie nach der Geburt der Kinder verspürt hat. Aber auch Barack Obamas politischer Werdegang und die daraus resultierenden Entbehrungen für Michelle werden ganz offen thematisiert. Mir persönlich haben die Kapitel rund um den Wahlkampf die Präsidentschaft besonders gut gefallen, da in diesen Schilderungen ganz bewusst auf Michelles Aufgaben und Leistungen eingegangen wird, welche oftmals in der Presse übersehen werden. Es wird nicht nur auf die Vorteile der First Family eingegangen, wie den Privatjet oder die Räumlichkeiten im weißen Haus, sondern es werden auch die Entbehrungen sehr anschaulich aufgeführt. So beispielsweise die ständige Begleitung mehrere Securitymitarbeiter und Bodyguards. Aber auch die Amtsübergabe an Donald Trump wird erläutert und hierbei fand ich wirklich beeindruckend, dass sich Michelle sehr kritisch über diese Wahl geäußert hat.

 

Normalerweise lese ich keine Biographien, aber für diese habe ich gerne eine Ausnahme gemacht und das hat sich mehr als gelohnt. Aufgrund der vielen Einblicke in ganz private Situationen ist das Buch sehr flüssig und nie langatmig oder trocken, wodurch man es binnen weniger Tage fertig lesen kann. Ich fand die Kapitel sehr fesselnd und habe gerne immer weiter gelesen um mehr über Michelle Obamas Leben zu erfahren.

 

FAZIT:

„Becoming“ ist eine wirklich gelungene, offene, ehrliche und warmherzige Biographie über eine der faszinierendsten Frauen unserer Zeit. Michelle Obamas Biographie ist wirklich flüssig geschrieben und enthält sehr viele sehr private Einblicke in ihr Leben, welche mich oftmals staunen ließen. Besonders beeindruckt hat mich Michelles große Liebe für ihre Kinder, welche in jeder Seite deutlich spürbar ist. Aber auch die bedingungslose Unterstützung für Barack und die vielen Entbehrungen fand ich sehr faszinierend. Ich kann diese Biographie jedem empfehlen, der auch einmal die Situation einer First Lady kennen lernen will. Ich aufgrund der beeindruckenden Leistungen von Mischelle Obama, welche in diesem Buch noch einmal verdeutlicht werden, vergebe ich 5 Sterne!

Werden, eine ewige Reise
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 03.03.2019

Michelle Obama war von 2009 bis 2017 First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Man kann sich jetzt natürlich fragen, muss jeder, der einmal eine gewisse Prominenz erlangt hat, gleich eine Biografie schreiben. Müssen? Nein. Können ja. MAN muss sie ja auch nicht lesen, können ja. Und ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

In ihrer Biografie schreibt Michelle Obama von ihrer Kindheit und Jugend in der Southside von Chicago. Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie war Bildung und Ausbildung ihren Eltern sehr wichtig. Ehrgeizig und zielstrebig schafft es die junge Frau nach Princeton, studiert Rechtswissenschaften, wird Anwältin.

Immer wieder fragt sie sich: „Bin ich gut genug?“, unbeirrbar auf Leistung fokussiert.  In einer renommierten Kanzlei in Chicago tätig wird sie Mentorin für einen jungen Studenten, wird dessen Mentorin, verliebt sich in ihn. Auch heute noch ist die durch und durch organisierte Frau mit dem Typen zusammen, der  seine Klamotten einfach gerne in Häufchen auf dem Boden liegen lässt. Dieser Typ -  Barack Obama - wurde 2009 als erster Schwarzer Präsident der vereinigten Staaten. Auf dem weg dorthin erleidet Michelle Obama ein Schicksal, das sie mit vielen Frauen (auch weniger erfolgreicher, engagierter Männer)teilt: „Alleinerzieherin mit Mann“, Beruf, Kinder, Haushalt bringt sie unter einen Hut, während Barack Obama politisch erfolgreich zunächst für den Senat von Illinois, später für den Senat der Vereinigten Staaten kandidiert.

Michelle Obama hinterfragt ständig ihr Leben: „Was für ein Mensch möchte ich sein? Auf welche Weise kann ich auf der Welt etwas beitragen?“  Auch ihre eigene berufliche Veränderung stellt sie unter diese Prämisse. Der Beruf als Anwältin befriedigt sie nicht, wechselt ins Büro des Bürgermeisters von Chicago, gründet später die Chicagoer Sektion von „Public Allies“, einer Organisation, die jungen  Menschen auf den Eintritt ins Berufsleben im öffentlichen Dienst vorbereitet.

Als First Lady kann sie sich nur  vielen Themen widmen, die ihr wichtig sind, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Bewegung. Dabei tritt sie vor allem für Mädchen ein, die gegen die Unsichtbarkeit anzukämpfen haben, die mit den Merkmalen „arm“, „weiblich“, „andere Hautfarbe“ einhergehen.

Sie selbst steht dabei unter strenger Beobachtung, von der Presse, der politischen Gegenseite. Kleidung, Mimik, Gestik, ein falsches Wort, ein Lächeln zu viel oder zu wenig, wird interpretiert. Ständig unter Bewachung durch den Secret Service versucht sie ihren Kindern weitestgehend ein normales Aufwachsen zu ermöglichen. Keine leichte Aufgabe, wenn bei jeder Einladung der Background der Schulfreunde durchleuchtet werden muss.

Michelle Obamas Botschaft, vor allem an junge Menschen ist: Nutze die Schule, nutze Bildung, seid solidarisch! Wenn Sie selbst auf die Berufsberaterin gehört hätte, sie sei kein „Material für Princeton“, wer weiß wie anders ihr bisheriges Leben verlaufen wäre. Auf die Frage „Bin ich gut genug?“ kann die Antwort immer nur lauten: „Ja, das bin ich!“

Becoming: Was willst du werden, wenn du groß bist?“. Diese Frage hat wohl jedes Kind schon einmal gehört. „Als ob das Werden ein Ende hätte.“
„Werden“ ist kein Ziel das es zu erreichen gilt, es ist eine Reise, die nicht endet. Man darf gespannt sein, wohin die Reise Michelle Obama noch hinführen wird.