Böses Kind

Böses Kind (eBook)

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei

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JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN. Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln. Suse, heillos mit ihren Kindern... (weiter)

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gelungener Auftakt
»Was liest Du?«-Rezension von Else, am 23.04.2019

Martin Kirst´s "Böses Kind" ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie. Das angegebene Genre Thriller passt hier meiner Meinung nach nicht ganz. Das Buch lässt sich gut lesen. Kurze Kapitel, die offen enden und gelegentliche Gedankenblitze eines Protagonisten lassen den Schreibstil sehr eindringlich und mitreißend wirken. Zudem werden immer wieder Kapital aus einer anderen Zeit eingefügt, man erfährt vom Schicksal einer gefangen gehaltenen Frau, die gequält wird. 
Henry Frei ermittelt mit seinem Team in Berlin. Den Fall einer ermordeten prominenten Pfarrersfrau hat er eigentlich geklärt, als er mit seinem Team bereits in einen neuen Fall verwickelt wird. Jacqueline, die älteste Tochter einer verzweifelten alleinerziehenden Frau wird vermisst, einige ihrer Sachen findet man bei einer Leiche. Häufig denkt man, ach so ist das, um im nächsten Moment zu merken, dass man in die Irre geführt wurde. Die vielen Wendungen machen Spaß, das Ende fand ich dann leider nicht richtig überzeugen, obwohl Frei immer wieder darauf hinweist, dass die Lösung eben manchmal doch ganz banal ist. 
Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Der Fall der ermordeten Frau mit dem das Buch begann hat ebenfalls eine unvorhergesehene Wendung genommen und alles ist wieder offen. Man kann gespannt sein wie es weitergeht.

Authentische Charaktere in einem packenden Reihenauftakt!
»Was liest Du?«-Rezension von Unsere Bücherwelt, am 22.08.2018

Hui, das nenne ich mal einen Reihenauftakt!

Ich habe das Gefühl, das Buch gerade erst begonnen zu haben und tatsächlich ist es bereits zu Ende gelesen.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, denn die kurzen Kapitel mit den ständigen Perspektivenwechseln und jeweils fiesen Cliffhangern, haben es wirklich nicht zugelassen, dass ich das Buch auch nur ein mal zuklappe!

Für mich war es jedoch vielmehr ein Krimi als ein Thriller.

Der Thrill war zwar da und es passieren auch so einige unvorhersehbare, grauenvoll spannende Dinge, jedoch stand hier klar der Kriminalbeamte Frei und sein Team im Vordergrund, die wir bei der Lösung ihres Falls intensiv begleiten. Insofern wurde man auf die eigentlichen Überraschungsmomente, durch die Erkenntnisse der Ermittler langsam vorbereitet und bekommt sie nicht ungefiltert knallhart präsentiert, wie es vielleicht bei klassischen Thrillern üblich ist.

Intensiv-schaurige Momente bekommen wir jedoch durchaus auch geboten, denn das Ermittler-Duo wird zu der hoffnungslos überforderten, alleinerziehenden Mutter Suse gerufen, deren Tochter vermisst wird. Ich habe wirklich sehr mit Suse mitgefiebert, ihre Panik hautnah miterlebt und ihre innere Lähmung gespürt, als sie einfach nicht mehr weiter wusste und ihre Überforderung übermächtig wurde. Ihre Sichtweise bietet Spannung und so einige Fragezeichen, die es zu lüften gilt.

Der Schreibstil von Martin Krist ist so grandios, dass sogar ich, die klassische Krimis aus der Sicht der Ermittler eigentlich gar nicht so sehr mag, absolut gefesselt war.

Er schreibt kurz und knackig, präzise auf den Punkt gebracht, schonungslos bildlich und vor allem realistisch. Durch die vielen Nebengedanken, an denen wir bei unserem Hauptprotagonisten Henry Frei teilhaben dürfen und die nebenbei erwähnten Songs, die das Geschehen untermauern und lebendiger machen, sowie die dauerhaft eingefügte Zeitangaben, hatte ich hin und wieder das Gefühl ein literarisches Drama oder Filmdrehbuch zu lesen.

Hinzu kommt, dass Kommissar Frei und seine Kollegin Albers sehr ungekünstelte Personen sind, die mitten im Leben stehen und man sich mit ihnen absolut identifizieren kann. Sie sind nicht abgedroschen oder abgehoben, sondern sie sind so herrlich „normal“, haben ihre eigenen Problemchen und das macht sie sympathisch und vor allem menschlich.

So hat Frei beispielsweise mit einigen Zwangsneurosen zu kämpfen, die nur penible Ordnung und penetrante Einhaltung derer dulden. Er ist quasi die „personifizierte Korrektheit“, wie seine Kollegin Albers sagen würde.

Tja und Albers selbst ist eine übermüdete Frischmutti, die sich durch ständiges Karotten essen wachzuhalten versucht.

Charly, der auch zum Team gehört, versucht sich in das perfekt harmonierende Ermittler-Duo zu integrieren und tut das auf eine erfrischende Art und Weise.

Man spürt absolut, dass „Das Böse Kind“ ein Serienauftakt ist. Man erfährt viel über das Leben der Ermittler, aber zig Fragen sind noch offen oder es wurde sogar bewusst neugierig darauf gemacht! Ich habe also gar keine andere Wahl, als mich nun auf den 2. Teil zu stürzen!

Die einzige Kritik, die ich habe ist, dass mir das Ende viel zu schnell abgehandelt und abrupt kam und mir hierzu auch Antworten fehlen. Der Ermittlungsfall an sich ist zwar abgeschlossen, aber ich habe doch sehr mit der alleinerziehenden Mutter Suse mitgefiebert und hätte gerne noch ein wenig mehr Input zu ihr erhalten.

Aber vielleicht bekomme ich den ja noch? Möglich wäre es, denn ein zuvor angeschnittener Ermittlungsfall wird Hauptthema in Band 2 werden und mächtig neugierig darauf gemacht wurde ich bereits! Mit Cliffhangern geizen tut der Autor jedenfalls nicht. :-)

Fazit

Ein rasanter, packender und vor allem authentischer Reihenauftakt rund um den Ermittlungsbeamten Henry Frei.

Durch die natürlich menschlichen Protagonisten, die alle irgendwelche nachvollziehbare Probleme haben, kann man sich prima mit jedem identifizieren und somit rein fühlen.

Viele Momente des Grauens und Schreckens tun ihr übriges und man grübelt ständig und will der Wahrheit auf die Spur kommen.

So wird „Böses Kind“ zu einem spannenden Leseerlebnis, der wahnsinnig neugierig auf den 2. Band macht, denn obwohl dieser Fall am Ende abgeschlossen ist, wurde auf den nächsten bereits vorbereitet.