Bretonische Geheimnisse (Taschenbuch)

Kommissar Dupins siebter Fall

Taschenbuch
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Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm. Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte... (weiter)

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Details
AutorIn Jean-Luc Bannalec
Seiten 400
EAN 9783462052015
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum 07.2018
Stichwörter TV-Krimi
Artus-Sage
Commissaire Dupin
Bretonische Verhältnisse
Bretagne
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 4 Meinungen

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davon Bewertungen:
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Etwas enttäuschend
»Was liest Du?«-Rezension von Matzbach, am 09.07.2018

Eigentlich bin ich ein Fan der Reihe um den Commissaire Dupin, doch dieses Mal bin ich leicht enttäuscht. Der Fall um eine Mordserie an Artus-Forschern, in die Dupin eher zufällig hineingerät, ist mir einerseits etwas zu dick aufgetragen, andererseits nervt das penetrant dargestellte Mystische des Waldes von Brocéliande, in dem die Handlung beheimatet ist. Dazu kommen einige Erzählstränge, die die Handlung unnötig in die Länge ziehen (Stichwort verschwundene Inspektoren) und das erbsenzählerische Protokollieren der durch Dupin getrunkenen Tassen Kaffee. Doch damit nicht genug, der Roman weist viele Satzbaufehler auf, die ich keinem meiner Studierenden durchgehen lassen würde. Als eines von leider zahlreichen Beispielen hier das auf Seite 312: "Es hatte aufgehört zu regnen. In den dickbäuchigen finsteren Wolken waren vereinzelte Löcher zu sehen. Durch die ein Bündel dramatischer Sonnenstrahlen (ziemlich schräges Bild, wie mir gerade beim Abtippen auffällt) fiel, das die übernasse Welt grell silbern aufblitzen lies. Vor allem das Straßenpflaster". Warum nur werden Nebensätze nicht durch ein Komma, sondern durch einen Punkt vom Hauptsatz abgetrennt? Und warum geht das bei Lektoren durch?

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Eine Sonderermittlung für Dupin
»Was liest Du?«-Rezension von Nabura, am 05.07.2018

Kommissar Dupin reist in den Forêt de Brocéliande, denn er schuldet seinem Freund und Pariser Kollegen Jean Odinot noch einen Gefallen. Doch er ist nicht allein unterwegs. Die Fahrt wurde von Nolwenn kurzerhand zum Betriebsausflug erklärt, und so fahren die beiden gemeinsam mit den Inspektoren Riwal und Kadeg gen Tréhorenteuc. Dupin muss nur kurz seinen Termin mit Fabien Cadiou wahrnehmen, einem der weltweit führenden Artus-Forscher. Danach können sie gemeinsam die mythischen Orte erkunden, die mit zahlreichen keltisch-bretonischen Legenden und insbesondere der Artussage verknüpft sind. Doch als Dupin bei Cadiou eintrifft, liegt der erschossen in seiner Wohnküche. Im Nu findet sich Dupin als Sonderermittler in einem neuen Fall wieder.

Schon der letzte Fall hat Dupin urlaubsbedingt ein gutes Stück von Concarneau weggeführt. Auch diesmal verlässt er die heimischen Gefilde, allerdings gemeinsam mit seinem Team. Und im Gegensatz zu seinen Nachforschungen an der Côte de Granit Rose muss er sich nach dem Totenfund nicht mit Zuständigkeiten auseinandersetzen. Denn sein Pariser Kollege macht ihn im Handumdrehen und gegen seinen Willen zum Sonderermittler, während der ortsansässige Kommissar sich zufrieden verabschiedet, um den Geburtstag seiner Schwägerin zu feiern.

Dupin hat seine Kollegen praktischerweise schon vor Ort, und so stürzen sie sich gemeinsam in die Ermittlungen. Während er noch die Erkenntnis sacken lässt, dass es einen Mörder zu finden gilt, wird ihm ein zweiter Toter gemeldet: Einer der Forscherkollegen Cadious, die für eine Artus-Konferenz angereist sind, liegt erstochen im Wald. Und eigentlich sollte Dupin Cadiou auf den Zahn fühlen, ob bei dem Tod von dessen im Frühsommer verstorbenen Kollegen, welcher der Bruder des Innenministers war, keine Fremdeinwirkung im Spiel war. Hat er es etwa mit drei Morden zu tun? Was steckt dahinter? Etwa die Suche um den Heiligen Gral? Die fünf ebenfalls zur Konferenz angereisten Wissenschaftler wollen nichts ungewöhnliches bemerkt haben.

Dupins neuer Fall weist schnell eine gewisse Komplexität auf, bei der es den Überblick zu wahren gilt. Unter der Oberfläche brodelt so einiges, doch alle Artus-Forscher erweisen sich als höchst verschlossen. Auch aus der Frau des ersten Opfers und des örtlichen Erzählers, der das zweite Opfer gefunden hat, ist kaum etwas herauszubekommen. Gleichzeitig steht Dupin unter Zeitdruck, denn er will schnellstmöglich nach Hause zurück. Die unfreiwillige Ermittlung bietet auch einige Szenen, die mich zum Schmunzeln bringen konnten, zum Beispiel hat er kein Clairefontaine für seine Notizen dabei und muss mit den freien Stellen in der Bedienungsanleitung seines Citroën vorlieb nehmen.

Die Situation vor Ort spitzt sich immer weiter zu, denn irgendjemand scheint noch immer eine Rechnung offen zu haben. Dupin befragt systematisch die Kollegen und Bekannten der Opfer und lässt sich auch mal von einem Geistesblitz leiten. Immer wieder gibt es neue Hinweise und unerwartete Zwischenfälle, die mich neugierig weiterlesen ließen. Vor der Kulisse der geheimnisvollen Artus-Orte kommt es zu spannenden Szenen und einem spektakulären Showdown. Die Motivation hinter den Taten fand ich jedoch nicht so plausibel. Trotzdem konnte „Bretonische Geheimnisse“ mich mit neuen Abenteuern für die liebgewonnen Charaktere und dramatischen Wendungen sehr gut unterhalten.

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Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm. Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich - glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen? Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Was wissen die versammelten Wissenschaftler über die jüngsten Ausgrabungen in der Gegend? Wie stehen sie zu dem Vorhaben, Teile des Waldes in einen Vergnügungspark umzuwandeln? Und warum rückt keiner von ihnen mit der Sprache raus? Schon bald ist selbst Nolwenn, Dupins sonst so unerschütterliche Assistentin, in Sorge - und das will wirklich etwas heißen. Geheimnisvoll, raffiniert und spannend - im siebten Fall der Erfolgsserie von Jean-Luc Bannalec ermitteln Commissaire Dupin und seine Inspektoren im Herzen der Bretagne.

Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten fünf Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin, 'Bretonische Verhältnisse', 'Bretonische Brandung', 'Bretonisches Gold', 'Bretonischer Stolz' und 'Bretonische Flut' wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel 'Mécène de Bretagne' ausgezeichnet.