Bretonische Geheimnisse (Taschenbuch)

Kommissar Dupins siebter Fall

Taschenbuch
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Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm. Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte... (weiter)

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Details
AutorIn Jean-Luc Bannalec
Seiten 400
EAN 9783462052015
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
Erstverkaufsdatum 26.06.2018
Stichwörter TV-Krimi
Krimi-Neuerscheinungen
Commissaire Dupin
Urlaub
Bretonische Verhältnisse
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4 | 14 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.9 |  8 Bewertungen

5 Sterne
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3 Sterne
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1 Stern

Zu viel Mythologie, zu wenig Spannung
»Was liest Du?«-Rezension von talisha, am 18.01.2019


Nach dem tollen sechsten Band hatte ich ein wenig Mühe, hier Fuss zu fassen. "Bretonische Geheimnisse" beginnt im Auto, Betriebsausflug ins Val sans retour!

Zuerst auf dem Weg noch schnell einen Termin wahrnehmen und dann nur noch geniessen. So der Plan. Doch alles kommt anders, eine Leiche durchkreuzt die schönen Pläne. Ob der Fall tatsächlich so brisant ist wie Paris vermutet oder ob etwas ganz anderes dahinter steckt, weiss niemand. Die Verdächtigen, alles Experten der Artus-Sage, schweigen, jemand wird verletzt und dann werden auch noch Riwal und Kadeg vermisst. Ein schwieriger Fall für Dupin.

Und schwierig für den Leser. Alles dreht sich um die Artus-Sage. Die Gegend, der Tote, die Verdächtigen - alles spricht und lebt von diesen Legenden. Da ist selbst Riwal mit seinen ausführlichen Geschichten fast stumm. Aber auch er kommt immer noch mehr als genug zu Wort. Gegen ein bisschen Artus und ein bisschen bretonische Geschichte habe ich gar nichts. Doch hier nimmt es überhand, ist viel zu ausschweifend und tut in dem Ausmass nichts für den Fall an sich. Dann bringt auch noch der dunkle Wald und die alten Gemäuer ringsrum eine schlechte, düstere Stimmung mit sich. 

Ganz doof fand ich das Gehetze, nur wegen Claire den Fall innert 2 Tagen aufzuklären. Sie ist Ärztin und muss selbst Sonderschichten einlegen. Sie kann ja auch nicht mitten in einer Operation den aufgeschnittenen Patienten liegen lassen, nur weil ihr Partner zuhause nicht alleine Kisten auspacken mag. Und sie weiss, dass Dupins Beruf das auch nicht zulässt. Das war also sehr überflüssig. 

Witzig war allein das Fehlen von Dupins Notizbuch. Nachdem im letzten Fall das Clairefontaine die falsche Farbe hatte, ist er hier nicht mehr kleinlich und benutzt eine Auto-Gebrauchsanleitung, was bei vielen Befragten für Verwirrung sorgt und lustig rüber kam.  
Fazit: Mit weniger Mythologie hätte es ein passabler Krimi werden können. Hier gab es viel zu viel davon, und nichts anderes - das machte "Bretonische Geheimnisse" langatmig. 
3 Punkte. 

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Es war einmal in einem dunklen Wald…
»Was liest Du?«-Rezension von Blümchen, am 17.11.2018

Der siebente Band der Urlaubskrimis aus der Bretagne führt Kommissar Dupin und seine Kollegen in den Foret de brocéliande, einen tiefen Wald, der mit der Artussage in Verbindung gebracht wird. Eigentlich sollte es ein Betriebsausflug werden – aber dazu kommt es gar nicht erst. Im Mittelpunkt steht diesmal eine Gruppe von Wissenschaftlern, die an der Artussage forschen. Aber der Kreis wird durch mehrere Morde immer kleiner… und Dupin, der sich in diesem dunklen Zauberwald nicht wohlfühlt und merkwürdige weiße Tiere vorbeihuschen sieht, läuft die Zeit davon.

Endlich habe ich einen Dupin-Roman mal wieder so richtig genossen! Bei den letzten Bänden hatte ich immer das Gefühl, irgendwas fehlt... Diesmal war der Krimi für mich eine runde Sache. Die Stimmung passte, der Fall war aufgrund der vielen Verstrickungen zwischen den Wissenschaftlern kniffelig und da die gesamte Handlung innerhalb von zwei Tagen spielt, folgte Schlag auf Schlag und es wurde nicht langweilig. Ich als Leser hatte meine Freude dran, aber um Dupin habe ich mir  zwischenzeitlich Sorgen gemacht – denn das was er hier leisten musste, war fast übermenschlich. Deshalb sei ihm auch das sehr versöhnliche Ende (in privater Hinsicht) und der Sonnenuntergang am Meer mehr als gegönnt – wobei ich mich frage, wann er denn endlich mal schlafen will :-) Trotz allem birgt das Ende dieses Romans einen kleinen Cliffhanger, da sich für Dupin (ohne zuviel verraten zu wollen – Achtung Spoiler!) neue berufliche Perspektiven ergeben. Ich bin mir zwar relativ sicher,  dass er sich richtig entscheiden wird… Nachlesen werde ich das im nächsten Band aber auf jeden Fall ;-)

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Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald und verschrobene Wissenschaftler auf der Jagd nach ewigem Ruhm. Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich - glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen? Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Was wissen die versammelten Wissenschaftler über die jüngsten Ausgrabungen in der Gegend? Wie stehen sie zu dem Vorhaben, Teile des Waldes in einen Vergnügungspark umzuwandeln? Und warum rückt keiner von ihnen mit der Sprache raus? Schon bald ist selbst Nolwenn, Dupins sonst so unerschütterliche Assistentin, in Sorge - und das will wirklich etwas heißen. Geheimnisvoll, raffiniert und spannend - im siebten Fall der Erfolgsserie von Jean-Luc Bannalec ermitteln Commissaire Dupin und seine Inspektoren im Herzen der Bretagne.

Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten sieben Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin, »Bretonische Verhältnisse«, »Bretonische Brandung«, »Bretonisches Gold«, »Bretonischer Stolz«, »Bretonische Flut«, »Bretonisches Leuchten« und »Bretonische Geheimnisse«, wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel »Mécène de Bretagne« ausgezeichnet. Seit 2018 ist er Ehrenmitglied der Académie littéraire de Bretagne.