Bretonisches Vermächtnis (Taschenbuch)

Kommissar Dupins achter Fall

Taschenbuch
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Ein Verbrechen im Herzen Concarneaus - Kommissar Dupin ermittelt vor der eigenen Haustür Concarneau, die "blaue Stadt" am Meer, kurz vor den Pfingsttagen. In der berühmten Altstadt Ville Close feiern die Bretonen mit... (weiter)

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Details
AutorIn Jean-Luc Bannalec
Seiten 320
EAN 9783462052657
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum 19.06.2019
Stichwörter Maigret und der gelbe Hund
Commissaire Dupin
Bretonische Verhältnisse
Bretagne
Georges Simenon
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.6 | 8 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Nach dem Durchhänger vom siebten Roman wieder gewohnte Qualität
»Was liest Du?«-Rezension von Matzbach, am 14.07.2019

Ausgerechnet im Haus, in dem sich das "Admiral", Dupins Lieblingsrestaurant, befindet, stürzt ein angesehener Arzt zu Tode. Ein Mord, wie sich schnell heraustellt. Und so ist Dupin gezwungen, erstmals in seiner Heimatstadt, quasi vor seiner Haustür zu ermitteln. Doch zunächst tut er sich schwer, fehlt doch aus Urlaubs- und Erziehungszeitgründen sein bewährtes Team aus Nolwenn, Riwal und Kadeg, außerdem haben sich seine Schwiegereltern zum Besuch angesagt, eine Perspektive, die Dupin schon unter normalen Bedingungen mit Grausen erfüllt. Gemeinsam mit zwei neu eingeführten Ermittlern stößt der Kommissar auf einige Verdächtige im Umfeld des getöteten Arztes, der zugleich ein umtriebiger Geschäftsmann war, aber keiner hat eigentlich ein Motiv, das stark genug für einen Mord wäre. Erst als Nolwenn und Riwal sich einschalten und ein weiterer Mord sowie ein Sabotageanschlag auf eine Werft geschehen, nimmt die Ermittlungsarbeit an Fahrt auf und dank eines alten Simenon-Romans gelingt es Dupin, die Hintergründe der Verbrechen und die Verantwortlichen zu stellen.

Nachdem ich den letzten Roman "Bretonische Geheimnisse" schon etwas grenzwertig (nach unten) fand, hat sich Jean-Luc Bannalec meiner Ansicht nach eines Besseren besonnen und wieder einen ordentlichen Krimi geschrieben. Zwar werden auch dieses Mal wieder die Vorzüge der Bretagne hervorgehoben, aber nicht so penetrant wie im Vorgängern und der Leser hat nicht das Gefühl, an einen als Krimi getarnten Reiseführer geraten zu sein.

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Ein Mordfall mitten in Concarneau
»Was liest Du?«-Rezension von Nabura, am 13.07.2019

Kommissar Dupin blickt einem Wochenende mit Claire und ihren Eltern entgegen, als ihn ein Anruf aus Concarneau erreicht. Docteur Pierre Chaboseaus ist aus seinem Arbeitszimmer im obersten Stock gestürzt und wurde von seiner Frau tot aufgefunden. Und er wohnte ausgerechnet über dem Amiral, Dupins Lieblingsrestaurant! Problematisch ist jedoch, dass Nolwenn und Riwal sich aufgrund von Renovierungsarbeiten im Kommissariat Urlaub genommen haben und Kadeg sich in Elternzeit befindet. Zum Glück ist das Team kürzlich um zwei Kolleginnen verstärkt worden, mit denen er sich in die Ermittlungen stürzen kann: Rosa Le Menn, frisch von der Polizeischule und Iris Nevou, die es nach der Scheidung von ihrem Mann in die Gegend gezogen hat. Schnell stellen die drei fest, dass für einen Mord an dem Arzt und Geschäftsmann Chaboseaus zahlreiche Motive in Frage kommen.

Zu Beginn des Buches versucht Dupin, sich am Pointe Du Raz zu erholen, doch die Ruhe währt nicht lange. Die Eltern von Claire kündigen um einen Tag vorgezogene Ankunft an, wofür Dupin sich nur schwer begeistern kann. Doch gleich der nächste Anruf unterrichtet ihn von einem neuen Fall, vermutlich Mord - und das mitten in Concarneau!

Ich habe mich gefreut, dass nun zwei neue Kolleginnen Dupins Team verstärken. Bislang waren die Rollen sehr klassisch verteilt - drei Männer und eine Sekretärin - jetzt mischen zwei Ermittlerinnen das Team auf. Durch die vorübergehende Abwesenheit der anderen haben sie gleich ordentlich zu tun, sodass man sie in Aktion erlebt und kennenlernen kann.

Schnell ist klar, dass es sich bei dem Tod von Chaboseau um Mord handelt. Doch wo kann man für die Ermittlungen ansetzen? Seine Frau wirkt beherrscht und emotional kühl, hat das etwas zu bedeuten? Wollte ein ehemaliger Patient vielleicht Rache nehmen? Oder ist er bei seinen zahlreichen Geschäften in den unterschiedlichsten Branchen mit jemandem aus Wirtschaft oder Politik aneinandergeraten? Alle Ansätze werden verfolgt und durch Dupins Befragungen erhält man stückweise ein besseres Bild, was für eine Person das Opfer war.

Für zusätzliche Spannung sorgt die Tatsache, dass es bald zu weiteren Vorfällen kommt, die Ermittlungen verlangen. Hängen sie mit dem Mord an Chaboseau zusammen oder geht es um etwas ganz anderes? Neugierig las ich weiter und rätselte aktiv mit. Zum Schmunzeln brachten mich vor allem Dupins Begegnungen mit Claires Eltern, die ihm immer wieder in den falschen Momenten über den Weg laufen. Zum Ende hin gibt es eine gelungene Wendung, die mich trotz einiger Hinweise überraschen konnte.

„Bretonisches Vermächtnis“ bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, Unterhaltung und Eintauchen in die bretonische Lebensart. Für mich der beste Dupin-Krimi seit langem!

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Ein Verbrechen im Herzen Concarneaus - Kommissar Dupin ermittelt vor der eigenen Haustür Concarneau, die "blaue Stadt" am Meer, kurz vor den Pfingsttagen. In der berühmten Altstadt Ville Close feiern die Bretonen mit Musik und Tanz den Auftakt des Sommers, und alles könnte so wunderbar heiter sein. Gäbe es nicht plötzlich einen Toten - genau vor Kommissar Dupins Lieblingsrestaurant, dem Amiral. Doch damit nicht genug: Ausgerechnet in diesen Tagen sind Dupins Inspektoren beurlaubt und Nolwenn unerreichbar. Gemeinsam mit zwei neuen Kolleginnen widmet sich der Kommissar der alles entscheidenden Frage: Wer hatte es auf Docteur Chaboseau abgesehen? Einen Arzt, der großes Ansehen genoss und aus einer der einflussreichsten Familien der Gegend stammte. Weder dessen Frau noch seine engsten Freunde, ein stadtbekannter Apotheker und ein Weinhändler, können sich einen Reim darauf machen. Könnte es etwas mit den Vorlieben des Arztes zu tun haben, der nicht nur Kunstsammler war, sondern auch in bretonische Brauereien und traditionelle Fischkonservenfabriken investierte? Während Dupin noch fieberhaft nach Anhaltspunkten sucht, kommt es zu einem Anschlag, der die gesamte Stadt in Aufruhr versetzt. So spannend wie stimmungsvoll macht dieser Krimi das wunderschöne Städtchen Concarneau zum Protagonisten: Seine Häfen und Strände, seine Galerien und Restaurants, seine Traditionen und seine ganz besondere Geschichte. Und natürlich: seine Bewohner!

Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten sieben Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin, »Bretonische Verhältnisse«, »Bretonische Brandung«, »Bretonisches Gold«, »Bretonischer Stolz«, »Bretonische Flut«, »Bretonisches Leuchten« und »Bretonische Geheimnisse«, wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel »Mécène de Bretagne« ausgezeichnet. Seit 2018 ist er Ehrenmitglied der Académie littéraire de Bretagne.