Bretonisches Vermächtnis

Bretonisches Vermächtnis (Taschenbuch)

Kommissar Dupins achter Fall

Taschenbuch
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Ein Verbrechen im Herzen Concarneaus - Kommissar Dupin ermittelt vor der eigenen Haustür Concarneau, die "blaue Stadt" am Meer, kurz vor den Pfingsttagen. In der berühmten Altstadt Ville Close feiern die Bretonen mit... (weiter)

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Details
AutorIn Jean-Luc Bannalec
Edition 3. Aufl.
Seiten 311
EAN 9783462052657
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum 25.06.2019
Serien Kommissar Dupin
Stichwörter Maigret und der gelbe Hund
Bretonische Verhältnisse
Bretagne
Georges Simenon
Frankreich-Urlaub
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 18 Meinungen

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Ein weiterer Urlaubs-Krimi von Bannalec
»Was liest Du?«-Rezension von sommerlese, am 09.01.2020

In Concarneau, der blauen Stadt am Meer, feiern die Bretonen vor Pfingsten den Auftakt des Sommers. Kommissar Dupin möchte mit seiner Claire die Zeit genießen, doch der Tod von Docteur Chaboseau macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Immerhin kann er sich durch diesen Arbeitseinsatz auch seine Schwiegereltern vom Leib halten. Es wird trotzdem eine schwere Zeit, denn Dupins Inspektoren und seine fähigste Kraft Nolwenn sind nicht im Dienst. Wer hatte es auf den Arzt abgesehen? Immerhin war er sehr einflussreich und hatte einen Namen als Kunstsammler und investierte auch in bretonische Brauereien und Fischkonservenfabriken. Noch während der Ermittlungen sorgt ein Anschlag für Aufregung in der Stadt.

Kommissar Dupin freut sich auf einen schönen Abend mit seiner Freundin Claire, doch leider sorgt ein Leichenfund direkt  vor seinem Lieblingsrestaurant für einen spontanen Arbeitseinsatz. Der Tote ist ein angesehener Arzt, Docteur Chaboseau. Dupin befragt dessen direktes Umfeld, seine Frau und seine Freunde, ein reicher Apotheker und ein Weinhändler, die mit dem Toten in viele Geschäfte investiert haben. 

Leider muss Dupin für die Ermittlungen  auf sein gewohntes Team verzichten, besonders Nolwenn mit ihrem Scharfsinn und ihrer Kenntnis der Bewohner fehlt ihm sehr. Ein zweiter Toter und ein Anschlag auf die Werft des Ortes bringen Dupin an seine Grenzen. Er müht sich allein sehr, aber erst als sein Team aus dem Urlaub zurückkehrt, kommt etwas Licht in die Sache.  

Während dieser Zeit sollte er eigentlich den Besuch seiner Schwiegereltern begleiten, doch die Arbeit hält ihn davon ab, was er nicht weiter bedauert. Komischerweise treffen diese ihn immer in Momenten an, wo er gerade eher eine ruhige Kugel schiebt und nicht emsig ermittelt. 

Nebenbei lernt man einiges über die Stadt, sieht die wunderschöne Landschaft und bekommt die Spezialitäten der Region fast auf den eigenen Tisch. 

Wer diese Reihe kennt, weiß, Jean-Luc Bannalec versetzt seine Leser durch seine schöne Landschaftsbeschreibungen direkt in die Bretagne. Das ist ihm auch dieses Mal wieder gut gelungen und seine Krimihandlung ist ein gekonntes Verwirrspiel, bei dem nicht nur viele Verdächtige auf Herz und Nieren befragt werden müssen, sondern auch noch Inhalte eines Simenon-Buches für den Fall von Bedeutung werden.

Einen Verdacht hatte ich mehrfach, doch am Ende sorgt eine wichtige Erkenntnis für das betreffende Motiv und damit den Täter.   

Was mich wiederholt zum Schmunzeln brachte, sind die Begegnungen Dupins mit seinen Schwiegereltern, die ihn in scheinbar müßigen Situationen antreffen, obwohl er ja angeblich einen Mordfall zu lösen hat. Im Grunde ist er ganz froh, ihnen durch seine Arbeit entgehen zu können und Claire weiß das auch zu gut. Seine bekannten Charaktere führt Bannalec so weiter, wie man sie bisher kennt und das verleiht ihnen einen Wiedererkennungswert.

Die Auflösung des Falles hat mich am Ende sehr überrascht, denn unter den vielen Verdächtigen war es wirklich schwer, das Motiv selbst zu bestimmen.

 

Dieser geschickt konstruierte Krimi konnte mich mit seiner Urlaubsstimmung durch die stimmungsvolle Beschreibung der Gegend und einem interessanten Fall gut unterhalten. 

 

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Fast mehr Reiseführer als Krimi
»Was liest Du?«-Rezension von Lilli33, am 03.10.2019

Broschiert: 320 Seiten

Verlag: KiWi-Paperback (25. Juni 2019)

ISBN-13: 978-3462052657

Preis: 16,00 €

auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

Fast mehr Reiseführer als Krimi

 

Inhalt:

Diesmal muss Dupin in seiner Wahlheimatstadt Concarneau ermitteln. Der stadtbekannte Arzt Charboseau ist aus seinem Fenster gestürzt. Kurz darauf kommt es zu einem Anschlag in der Werft mit mehreren Verletzten, und dies wird nicht das letzte Verbrechen sein …

 

Meine Meinung:

Für mich ist die Luft so langsam raus aus dieser Reihe. Die Romane verkommen immer mehr zu einem Reiseführer mit detaillierten Beschreibungen von verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkten und vor allem real existierenden Restaurants und Geschäften. Der Gipfel in diesem Band ist, dass im Anhang tatsächlich Werbung für ein Hotel und ein Restaurant abgedruckt ist. Ich bekomme zwar beim Lesen richtig Reiselust und will am liebsten sofort in die Bretagne fahren, doch das ist für mich nicht der Sinn eines Kriminalromans.

 

Dagegen rückt der Kriminalfall fast schon ein bisschen in den Hintergrund. Im ersten Drittel muss Dupin außerdem ohne seine bewährten Mitarbeiter Nolwenn, Riwal und Kadeg auskommen. Dafür wird er von zwei neuen Polizistinnen unterstützt, die zwar ihre Arbeit ganz ordentlich machen, aber keine hervorstechenden Merkmale aufweisen. Dupin wirkt mit ihnen sehr blass. Erst als Nolwenn wieder ins Spiel kommt, kommt der Fall ins Rollen. Auf den letzten Seiten kommt sogar noch richtig Spannung auf. Die Auflösung des Falls konnte mich aber nicht begeistern. Das Motiv erscheint mir doch etwas schwach. 

 

Die Reihe:

1. Bretonische Verhältnisse

2. Bretonische Brandung

3. Bretonisches Gold

4. Bretonischer Stolz

5. Bretonische Flut

6. Bretonisches Leuchten

7. Bretonische Geheimnisse

8. Bretonisches Vermächtnis

 

★★★☆☆

 

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Ein Verbrechen im Herzen Concarneaus - Kommissar Dupin ermittelt vor der eigenen Haustür Concarneau, die "blaue Stadt" am Meer, kurz vor den Pfingsttagen. In der berühmten Altstadt Ville Close feiern die Bretonen mit Musik und Tanz den Auftakt des Sommers, und alles könnte so wunderbar heiter sein. Gäbe es nicht plötzlich einen Toten - genau vor Kommissar Dupins Lieblingsrestaurant, dem Amiral. Doch damit nicht genug: Ausgerechnet in diesen Tagen sind Dupins Inspektoren beurlaubt und Nolwenn unerreichbar. Gemeinsam mit zwei neuen Kolleginnen widmet sich der Kommissar der alles entscheidenden Frage: Wer hatte es auf Docteur Chaboseau abgesehen? Einen Arzt, der großes Ansehen genoss und aus einer der einflussreichsten Familien der Gegend stammte. Weder dessen Frau noch seine engsten Freunde, ein stadtbekannter Apotheker und ein Weinhändler, können sich einen Reim darauf machen. Könnte es etwas mit den Vorlieben des Arztes zu tun haben, der nicht nur Kunstsammler war, sondern auch in bretonische Brauereien und traditionelle Fischkonservenfabriken investierte? Während Dupin noch fieberhaft nach Anhaltspunkten sucht, kommt es zu einem Anschlag, der die gesamte Stadt in Aufruhr versetzt. So spannend wie stimmungsvoll macht dieser Krimi das wunderschöne Städtchen Concarneau zum Protagonisten: Seine Häfen und Strände, seine Galerien und Restaurants, seine Traditionen und seine ganz besondere Geschichte. Und natürlich: seine Bewohner!

Bannalec, Jean-Luc Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten acht Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin, »Bretonische Verhältnisse«, »Bretonische Brandung«, »Bretonisches Gold«, »Bretonischer Stolz«, »Bretonische Flut«, »Bretonisches Leuchten«, »Bretonische Geheimnisse« und »Bretonisches Vermächtnis«, wurden für das Fernsehen verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2016 wurde Jean-Luc Bannalec von der Region Bretagne mit dem Titel »Mécène de Bretagne« ausgezeichnet. Seit 2018 ist er Ehrenmitglied der Académie littéraire de Bretagne.