Die ewigen Toten (Buch)

Thriller

Simon Beckett

Übersetzung: Karen Witthuhn, Sabine Längsfeld

Buch
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Im 6. Teil der Bestsellerreihe um David Hunter ermittelt der forensische Anthropologe in einem verlassenen Krankenhaus mit schreckensreicher Vergangenheit. Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus... (weiter)

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Details
AutorIn Simon Beckett
Übersetzung Karen Witthuhn, Sabine Längsfeld
Seiten 480
EAN 9783805250023
Sprache deutsch
erschienen bei Wunderlich Verlag
Erscheinungsdatum 12.02.2019
Ursprungstitel The Scent of Death
Stichwörter David Hunter 6
forensischer Anthropologe
Leiche
England
Krimi
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 25 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.3 |  10 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Wieder ein undurchsichtiger, spannender und interessanter Fall für David Hunter
»Was liest Du?«-Rezension von Lilli33, am 12.03.2019

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Verlag: Wunderlich (12. Februar 2019)

ISBN-13: 978-3805250023

Originaltitel: The Scent of Death

Übersetzung: Karen Witthuhn und Sabine Längsfeld

Preis: 22,95 €

auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

Wieder ein undurchsichtiger, spannender und interessanter Fall für David Hunter

 

Inhalt:

Das seit Jahren stillgelegte Krankenhaus St. Jude im Norden Londons soll endlich abgerissen werden. Doch da wird auf dem Dachboden eine mumifizierte Leiche gefunden, die offensichtlich schon länger dort liegt. Als der Boden am Fundort einbricht, stoßen die Ermittler auf ein Krankenzimmer, das nicht in den Plänen verzeichnet ist und weder Tür noch Fenster hat. Und die Betten sind nicht leer …

 

Meine Meinung:

Ich habe alle bisherigen Bände dieser Reihe mit Begeisterung gelesen. Auch der aktuelle Fall hat mir von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Obwohl es eine kleine Rahmenhandlung gibt, die über die einzelnen Teile der Serie eine Rolle spielt, kann man ohne jegliche Vorkenntnisse hier einsteigen, da alles Wichtige noch einmal gesagt wird.

 

Simon Beckett versteht es, mit einfachen Worten, aber auch Fachbegriffen, den geneigten Leser in die Welt der forensischen Anthropologie einzuführen. Ich finde es immer wieder sehr spannend, mich mit den chemischen und biologischen Vorgängen eines Todes zu befassen und Hunter dabei über die Schulter zu sehen, wie er aus den kleinsten Details seine Schlüsse zieht. 

 

Doch natürlich ist der charismatische Arzt mit traumatischer Vergangenheit nicht der Einzige, der mit den Ermittlungen zu tun hat. Die Kollegen von der Polizei, DCI Ward und  DI Whelan, sind fast ebenso tiefgründige und interessante Figuren wie Hunter, die den Fall aber ganz anders angehen als der Anthropologe. So erhält man als Leser*in ein umfassendes Bild der Polizeiarbeit. 

 

Dabei erweisen sich die Todesfälle als ziemlich verzwickt. Ob und wie sie zusammenhängen, bleibt lange Zeit in der Schwebe. Welche Rolle ein aktivistischer Anwalt und ein Abrissunternehmer spielen, gibt Rätsel auf. Beckett schafft es dabei, die Lesenden durchgehend zu fesseln und ihre Neugier aufrechtzuerhalten, sodass man unbedingt immer weiter lesen will. 

 

Am Ende wird alles zufriedenstellend aufgeklärt.

 

Die David Hunter-Reihe:

1. Die Chemie des Todes

2. Kalte Asche

3. Leichenblässe

4. Verwesung

5. Totenfang

6. Die ewigen Toten

 

★★★★★

 

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Enttäuschender 6. Teil
»Was liest Du?«-Rezension von JosefineS, am 11.03.2019

Enttäuschender 6. Teil

Ein, in die Jahre gekommenes, still gelegtes Krankenhaus, dass kurz vor dem Abriss steht. Doch das St. Jude birgt mehr als verlassene Klinikbetten, düstere Flure und Fledermäuse. Auf dem Dachboden des einstigen Krankenhauses wird eine Leiche gefunden, die zum Teil mumifiziert ist. Nur lässt die Leiche sich nicht so einfach aus dem baufälligen Gebäude schaffen, wie zuerst gedacht. Beim dem Bergungsversuch passiert ein Unglück, welches einen fensterlosen Raum offenbart, der auf keinem Plan eingezeichnet ist. Warum existiert dort ein verborgener Raum und für was wurde er benutzt? Denn fest steht er wurde benutzt! In ihm stehen Krankenhausbetten, in denen noch jemand liegt…

Die ewigen Toten ist der 6. Teil aus Simon Becketts Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunter. Da es sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte handelt und Beckett alle für die Handlung wichtigen Fakten erneut einfließen lässt, ist es durchaus möglich diesen Teile der Reihe auch alleinstehend zu lesen. Wir begleiten David, der durch vorhergehende Ermittlungen etwas in Ungnade gefallen ist, bei seinem neusten Fall. Als freier forensischer Anthropologe ist er für eine Universität als Dozent und manchmal als Berater für die Polizei tätig. Dieses Mal wird er zur Begutachtung der mumifizierten Leiche gerufen und macht sogleich eine, für die Ermittlungen wichtige, sehr tragische Entdeckung. Hiernach kommt leider nicht mehr allzu viel Aufregendes. Beckett hat zwar für seinen 6. Teil eine Kulisse ausgewählt die mörderisch viel Potenzial bot, den Leser zu schaudern und in wahrhaftig beklemmende Stimmung zu versetzen. Dieses Potenzial ließ er leider völlig ungenutzt. Er langweilt, im Gegenteil mit immer gleichen Phrasen wie „dunkel“ und „stickig“ das Gebäude sei. Zu keiner Zeit hat er eine, dem Schauplatz angemessene Atmosphäre schaffen können, somit kam auch nie das Gefühl auf mitten im Geschehen zu sein und Hunter über die Schulter zu schauen. Man war keineswegs so gefesselt um sich ganz in der Geschichte vergessen zu können. Der zweite atmosphärische Killer war leider Hunters ständiges unterschwelliges Gewinsel. Was bleibt war eine vom Zufall arg beherrschte, an manchen Stellen sogar hanebüchene Story und ein Protagonist der seine Zeit mit Assistenzaufgaben rumbringt. Zu allem Übel fällt seine eigentliche forensische Arbeit so umfassend und detailliert, wie die Bauanleitung eines schwedischen Möbelhauses aus. Trauriger weise waren es genau diese beiden Punkte (die Kulisse und die Arbeit eines forensischen Anthropologen) die mich lockten dieses Buch zu lesen und beide fielen mehr als mau aus. Leider bleibt nicht viel übrig wenn die Beschreibung der Kulisse sich in immer gleiche Schilderungen ergießt, der forensische Anthropologe mehr den wohltätigen Samariter mimt und es der Story an Spannung fehlt. Auf den letzten 100 Seiten legt Beckett dann endlich einen Zahn zu und verleiht der Story noch etwas Tempo. Von der Idee her waren auch einige gute Ideen und ganz nette Twists dabei, leider ist er nicht gerade subtil und so war zu schnell klar in welche Richtung das ganze laufen sollte. Auch in diesem Teil ist David Hunter charakterlich sehr blass, ungreifbar, weinerlich und unternimmt jede Menge nicht nachvollziehbare Handlungen, welche ihn nur noch unglaubwürdiger und konstruiert erscheinen lassen. Die Story mutete zu Anfang etwas spektakulärer an als es die Auflösung wirklich hergeben konnte, was zum Teil auch an der vorher Sehbarkeit lag. Für mich bleibt am Ende die Frage: Waren die ersten Teile der Reihe wirklich um Längen besser oder ist meine Zuneigung zu dieser Reihe eher eine mit der Zeit verklärte, literarisch unerfahrene Jugendliebe?

Fazit: Ich möchte nicht mal eingefleischten Hunter Fans diesen Teil empfehlen. Wie sich aber herauskristallisiert hat: Wer den 5. Teil mochte war zumeist auch vom 6. Teil nicht enttäuscht. Wer hingegen den 5. Teil schon schwächelnd empfand konnte oft auch dem 6. Teil nichts abgewinnen. Beckett Neulinge dürften vielleicht nicht ganz so enttäuscht sein aber fest steht, sein bestes Werk ist und bleibt es leider nicht.

 

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Im 6. Teil der Bestsellerreihe um David Hunter ermittelt der forensische Anthropologe in einem verlassenen Krankenhaus mit schreckensreicher Vergangenheit. Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt...

Beckett, Simon Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller "Der Hof" erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.