Kaffee und Zigaretten (Buch)

Buch
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Ferdinand von Schirachs neues Buch "Kaffee und Zigaretten" verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines... (weiter)

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Details
AutorIn Ferdinand von Schirach
Seiten 192
EAN 9783630876108
Sprache deutsch
erschienen bei Luchterhand Literaturvlg.
Erscheinungsdatum 04.03.2019
Stichwörter deutsche Gegenwartsliteratur
Erzählungen
preisgekrönter Autor
Schwarzwald
England
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.9 | 9 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.9 |  6 Bewertungen

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Kaffe und Zigaretten/ melancholisch
»Was liest Du?«-Rezension von Gittenen Bücherfresserchen, am 02.07.2019

Es ist das zweite Buch, dass ich von von Schirach las, nachdem ich durch Gottschalk Liest? ,auf ihn aufmerksam wurde. Er war mit diesem Buch bei Gottschalk eingeladen.Zunächst las ich aber seine Kurzgeschichtensammlung "Schuld". Ich erwartete bei Kaffee und  Zigaretten, einen Roman vor zu finden. Ich war aber nicht enttäuscht, dass Schirach auf 187 Seiten lediglich Literarische Notizen, kleine autobiographische Begebenheiten, eigentümliche Fundstücke und philosophische Gedanken niederschrieb. Im Gegenteil seine Gedanken zu vergangenen Zeiten und Betrachtungen finde ich sehr anregend und interessant. Über allem liegt eine angenehme Melancholie, bei der ich den Eindruck habe, dass dies ein Teil des Autors ist..In der Sendung auf diese Melancholie angesprochen, nachdem Gottschalk meinte sein Buch wäre auch lustig. Meinte  von Schirach, eines hat er gelernt, dass der Mensch ein sehr ambivalentes Wesen sein.Es gäbe kein absolut böses oder Gutes.

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feinsinnig
»Was liest Du?«-Rezension von urmeli, am 09.06.2019

Ferdinand von Schirach schreibt über seine Kindheit und sein Leben, die Jahre im Internat, die ihn prägten, Menschen, die er dort kennengelernt hat. Einige traf er Jahre später wieder, die Ausbildungen und die Elternhäuser sorgten dafür, dass sie wichtige Positionen einnehmen konnten. Von Schirach wurde Anwalt und erlebte vieles zwischen Recht und Gerechtigkeit, von Menschen, die wissentlich sträflich gehandelt haben und solchen, die nicht anders konnten. Auch davon wird in einzelnen Episoden erzählt. Seine Lebensgeschichte ist nicht chronologisch aufgebaut, immer wieder gibt es Abschweifungen, neue Erlebnisse werden mit Rückblenden nachvollziehbar und ergeben eine logische Entwicklung.

Die Allgemeinkenntnis, seine umfangreiche Bildung, die sich auch in dem Schreibstil ausdrückt, ergeben ein in kurzen Absätzen gehaltenes, leicht lesbares Buch mit sehr vielen nachdenklich machenden Aspekten.

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Ferdinand von Schirachs neues Buch "Kaffee und Zigaretten" verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist "Kaffee und Zigaretten" das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs. "Wir müssen verstehen, wie wir wurden, wer wir sind. Und was wir wieder verlieren können. Als sich unser Bewusstsein entwickelte, sprach ja nichts dafür, dass wir einmal nach anderen Prinzipien handeln würden, als unsere Vorfahren. Aber wir gaben uns selbst Gesetze, wir erschufen eine Ethik, die nicht den Stärkeren bevorzugt, sondern den Schwächeren schützt. Das ist es, was uns im höchsten Sinn menschlich macht: die Achtung vor unserem Nebenmenschen."

Schirach, Ferdinand von Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm die Spiegel-Bestseller »Die Herzlichkeit der Vernunft«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge, sowie die Erzählungen »Strafe«.