Cinder & Ella (Taschenbuch)

Kelly Oram

Übersetzung: Fabienne Pfeiffer

Taschenbuch
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Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes... (weiter)

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Details
AutorIn Kelly Oram
Übersetzung Fabienne Pfeiffer
Edition 7. Aufl. 2018
Seiten 443
EAN 9783846600702
Sprache deutsch
erschienen bei ONE
Erscheinungsdatum 28.09.2018
Ursprungstitel Cinder & Ella
Stichwörter 20. - 21. Jahrhundert
USA
All Age (Bücher für Jugendliche + Erwachsene)
Liebe / Beziehung
Cinderella
Altersfreigabe ab 14 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 58 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.7 |  25 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.7 |  33 Bewertungen

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Moderne Märchen-Interpretation zum Dahinschmelzen!
»Was liest Du?«-Rezension von read__love__write, am 10.08.2019

--- Kurzinhalt ---

In einem traumatischen Autounfall verliert die 18-jährige Ella ihre geliebte Mutter. Sie selbst verbringt viele Wochen im Krankenhaus und muss sich unzähligen Operationen unterwerfen. Da sie als selbstmordgefährdet eingestuft wird, nimmt ihr Vater sie mit nach Los Angeles, wo sie fortan ihren beiden spießigen Stiefschwestern ausgesetzt ist. Nichts wünscht sich Ella mehr, als ihre eigene Wohnung, um dieser feindseligen Familie zu entgehen. Weil ihre Psychotherapeutin der Meinung ist, das würde nur gehen, wenn Ella wieder mehr unter Leute kommt, nimmt sie kurzerhand Kontakt zu ihrem alten Mail-Freund Cinder auf. Hinter Cinder steckt niemand anderes als Brian Oliver, ein bekannter Filmstar, wovon Ella natürlich keine Ahnung hat...

--- Lesefluss ---

Ich bin in einen regelrechten Leserausch gefallen. Das Buch las sich so flüssig und angenehm, dass die Zeit nur so dahin flog. Mitten in der Nacht musste ich mich tatsächlich dazu zwingen, aufzuhören, damit ich am nächsten Tag nicht als Zombie ende.

Wir lernen beide Perspektiven kennen: die von Brian, alias Cinder und die von Ella. Die beiden Einblicke verleihen dem Roman hier einen richtigen Pepp. Zudem kommen die Gespräche via Messenger zwischen den beiden. Das hat mich ein bisschen an »Gut gegen Nordwind« erinnert, ein Buch, das ich ebenfalls liebe!

--- Protagonisten ---

Ella ist 18 und ihre gesamte rechte Körperseite ist mit Narben vom Autounfall übersät. Ihre große Leidenschaft sind Bücher (wie sympathisch :-D) und sie betreibt auch ihren eigenen Buchblog. Sie muss sehr viel Spott und Diskriminierung über sich ergehen lassen, und obwohl es ihr sehr schmerzt, fehlt ihr doch die Kraft sich zu wehren. Ich glaube, sie ist einfach nur müde, weil sie alles verloren hat, was ihr wichtig war. Cinder ist ihr Rettungsanker, ihr Seelenverwandter.

Brian, alias Cinder, ist der Sohn eines bekannten Hollywood-Regisseurs. Schon sehr früh hat er deshalb in den Filmen seines Vaters mitgespielt, sich dann aber irgendwann abgeseilt. Das hat sein Vater ihm sehr übel genommen, denn anstatt ihn zu unterstützen, zeigt er ihm wie wenig er ihn respektiert und an ihn glaubt. Brian hat also eine typisch ambivalente Beziehung zu seinem Dad: auf der einen Seite hasst er ihn, auf der anderen Seite wünscht er sich nichts mehr als seine Anerkennung. Er ist zudem, wie typisch im Filmbusiness, die Marionette, die alles mögliche über sich ergehen lassen muss. Er darf vom Prinzip her nicht selbst entscheiden und fühlt sich deshalb wie gefangen.

--- Was macht das Buch so besonders ---

Ich mochte die moderne Interpretation von Cinderella sehr! Die Darstellung des Prinzen als reicher Teenie-Filmstar zu verkörpern und das arme Aschenbrödel als gebrochenes Mädchen, das ihre geliebte Mutter verloren hat. Gleichermaßen fand ich es aber auch sehr gut, dass nicht alle Klischees aus dem Märchen übernommen wurden. Zum Beispiel hat zumindest die eine Stiefschwester im Laufe der Geschichte eine innerliche Wandlung durchlebt und war am Ende zu einer der besten Freundinnen von Ella geworden. Das war erfrischend und wohltuend.

Ich habe so mitgefühlt mit Ella – wie sie unter ihren Narben leidet und zu allem Überfluss dann auch noch von ihrer eigenen Stief-Familie (zumindest am Anfang) diskriminiert wird. Manchmal war ich echt den Tränen nahe. Für mich ist es echt eine furchteinflößende Vorstellung, dass Teenager so grausam sein können, sich über ein vernarbtes Mädchen so lustig zu machen und zu hänseln. Ja, es gibt das, aber verstehen tue ich diese Welt nicht.

Umso mehr habe ich mich gefreut, wie Brian, alias Cinder, ihr ein Strahlen ins Gesicht zaubern konnte – jedes Mal, wenn die beiden miteinander geschrieben haben, sind auch meine Mundwinkel nach oben gegangen. Genau das macht ein tolles Buch aus – wenn man die Emotionen der Protagonisten am eigenen Leibe spüren kann.

Außerdem fand ich es amüsant, dass man als Leser einen Wissensvorsprung gegenüber Ella hat: man wusste ja, dass hinter Cinder der berühmte Brian steckt und Ella war total ahnungslos. Das hat für so manchen Schmunzler gesorgt.

--- Mein Fazit ---

Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und es jedem empfehlen, der auf märchenhafte Liebesgeschichten steht. Ich habe förmlich an den Seiten geklebt und war schon in der Mitte des Buches traurig, dass es bald ein Ende nehmen würde. Der Roman ist ein regelrechtes Highlight gewesen – die Emotionen, die Wortgefechte, die traumhafte Liebesgeschichte und die moderne Interpretation dieses wunderbaren Märchens.

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CinderElla modern erzählt
»Was liest Du?«-Rezension von Elchi130, am 04.08.2019

Kelly Oram nimmt in Cinder & Ella neben dem Titel mehrere Motive aus dem Märchen Cinderella und unterzieht das Ganze einer Modernisierung. Das ist ihr im Großen und Ganzen gut gelungen.

Cinder und Ella sind beste Freunde. Beste Freunde in der Cyberwelt. Sie lernen sich über den Bücherblog kennen, den Ella betreibt. Was Ella nicht weiß ist, dass Cinder der neue aufgehende Stern am Himmel Hollywoods ist. An ihrem 18. Geburtstag verunglückt sie so schwer, dass sie mehrere Monate in Kliniken verbringen muss. Als sie danach zu ihrem Vater, der Stiefmutter nebst Stiefschwestern kommt, beginnt ihr langer Weg zurück ins Leben. Als sie sich schließlich wieder bei Cinder meldet, ist völlig unklar, wie er reagieren wird…

Pluspunkte dieses Buches:

Ella ist eine starke Hauptfigur, die sowohl gegen die Auswirkungen ihres Unfalls ankämpft, als auch gegen die Widerstände, die sich ihr in ihrer neuen Familie und neuen Schule in den Weg stellen. Sie ist mutig und kämpft sich nach und nach zurück ins Leben!

Ihre beste Freundin Vivian und deren Eltern muss man als Leser/in einfach lieben. Sie stehen immer hinter Ella, unterstützen sie, sind da für sie und sind zudem so kreativ, dass ich mir wünschte, es gäbe die Möglichkeit, sie kennenzulernen. ;)

Cinder, kann man natürlich kritisch sehen. Ich denke jedoch, dass sein Superstarimage aufgesetzt ist. Er lebt den wilden Hollywoodstar nebst Skandalen voll aus, nachdem er glaubt, Ella für immer verloren zu haben. Der Typ hinter der Fassade ist einfühlsam und Ella immer ein sehr guter Freund.

Die Cyberfreundschaft zwischen Cinder und Ella ist ein großer Spannungsträger des Buches. Zwei Menschen, die sich noch nie begegnet sind, sich nur über Nachrichten kennen. Das ist spannend. Was passiert, wenn die beiden sich zum ersten Mal begegnen.

Gut dargestellt ist zudem die Stiefmutter, ein Model, das so sehr auf den äußeren Schein dressiert ist, dass sie Ella auf ihre äußerlichen Defizite und die Beseitigung dieser reduziert, ohne dieses Böse zu meinen.

Die Mechanismen des Mobbings finde ich auch sehr gut ausgearbeitet. Selbst als sich alle einig sind, wer Opfer und wer Täter ist, wird vorgeschlagen, dass das Opfer die Schule verlässt und nicht die Täter. Denn dies ist die einfachere Lösung des Konflikts. Nicht sehr wünschenswert, dafür sehr realistisch.

Kelly Oram beherrscht ihr schriftstellerisches Handwerk. Sie zieht einen nach und nach unmerklich in die Geschichte, bis man gar nicht mehr aufhören mag. Ich musste irgendwann einfach wissen, ob Cinder und Ella ihr Happy End bekommen. Das macht sie zum einen durch die oben beschriebenen liebenswerten Personen, über die man einfach noch ein bisschen mehr erfahren möchte. Zum anderen legt sie ihnen Hindernisse in den Weg, bei denen ich wissen möchte, wie diese wieder beiseite geräumt werden. Und das wichtigste ist natürlich, dass ich bei einer Cyberfreundschaft wissen möchte, wann begegnen sich die beiden und was passiert dann…

Schwachpunkte des Buches:

Zu Beginn des Buches kann der Eindruck entstehen, dass man die Geschichte so oder ähnlich schon häufig gelesen hat. Männlicher Superstar, der seine wahre Identität verbirgt. Junge Frau, die aufgrund eines Unfalls mit sichtbaren Folgen zu kämpfen hat und nun unter Komplexen leidet.

Intrigen und intrigante Personen können mir schnell jegliches Lesevergnügen nehmen, wenn der Bogen überspannt wird. Hier gab es zwei Personen, die besonders hervorstachen. Eine im Umfeld von Ella und eine im Umfeld von Cinder. Doch die Autorin weiß gerade noch, wann sie Schluss machen muss. Zum Glück für mich.

Ella, die immer wieder glaubt, kein Mann kann sie mehr begehren und lieben. Das ist manchmal ein wenig anstrengend.

Fazit:

Wer zu Beginn nicht aufgibt, weil er denkt, die Geschichte vom Superstar, der seine Identität verbirgt und der jungen Frau mit Narben, die denkt, niemand kann mich jemals wieder lieben, kenne ich schon, wird mit einem Buch belohnt, das nach und nach Sogwirkung entwickelt. Es gibt ein paar Intrigen, das gehört dazu. Eine beste Freundin, wie wir sie alle gerne hätten. Und wie es sich bei so einem Buch gehört ist die Geschichte romantisch und eine schöne Liebesgeschichte – na klar!

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Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

Kelly Oram schrieb mit 15 Jahren ihre erste Kurzgeschichte - Fan Fiction über ihre Lieblingsband, die Backstreet Boys, womit ihre Familie sie heute noch aufzieht. Sie ist süchtig nach Büchern, redet gern und viel und liebt Zuckerguss. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einer Katze am Rande von Phoenix, Arizona.