Dark Noise

Dark Noise (Taschenbuch)

Taschenbuch
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Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder... (weiter)

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Details
AutorIn Margit Ruile
Seiten 288
EAN 9783785584460
Sprache deutsch
erschienen bei Loewe Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 13.03.2017
Stichwörter Jugendbücher ab 14
Untergrund Organisation Hacker
Bücher wie iboy Boy 7
gefälschte Beweise Manipulation
Falscher Verdacht Mord
Altersfreigabe ab 14 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 14 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.6 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.5 |  8 Bewertungen

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Computertechnologie gibt Rätsel auf
»Was liest Du?«-Rezension von Sommerzauber02, am 03.10.2019

Ein junger Mann namens Zafer arbeitet für eine Werbefirma in der IT-Abteilung. Zafer stellt einen Experten und Perfektionisten dar, der Tag und Nacht Video- und Bildsequenzen retuschieren, und somit manipulieren kann. Er lebt isoliert von der Außenwelt, weil ihm seine Arbeit wichtig ist. Eines Tages erhält Zafer rätselhafte und anonyme Botschaften, die ihn anweisen, bestimmtes Videomaterial entsprechend zu manipulieren. Kurz darauf geschieht ein Mord, zumindest soll es nach einem Mord aussehen. Parallel trifft Zafer draußen auf der Straße die junge Emily, die Gitarre spielt. Emily taucht immer mal wieder auf, und Zafer hegt Gefühle für sie. Allerdings besteht ziemlich lange Distanz zwischen den beiden. Es stellt sich heraus, dass Emily ebenfalls sich mit Computertechnologie auskennt, sogar besser als Zafer. Ganz oben der ganzen Manipulationsmaschinerie sitzt eine Person oder ein Computerprogramm. Das wollen die beiden Protagonisten herausfinden.

Margit Ruile schrieb mit diesem Jugendroman einen All-Age-Roman meiner Meinung nach. Der Roman wirkt auf den ersten Augenblick nach wenigen Kapiteln konfus und komplex. Die Autorin baut zwar Spannung in den Roman ein, aber die hält nur kurz an, und reizt die Spannung auch nicht ausreichend aus. Zafer als guter Retuschierer und Emily als ebenbürtige Expertin ebenso wirken glaubwürdig. Dennoch lesen sich die Ereignisse undurchschaubar und teilweise auch langatmig. Positiv wirkt die Spannung im Roman, die sich hauptsächlich auf die rätselhaften Hintergründe einer IT-Firma sowie die Aktivitäten einer Untergrundgruppe, der Emily angehört, zusammen bildet. Die Idee eines Big Brother im Hintergrund ist ein gutes Thema und immer noch hoch interessant, aber die Umsetzung in diesem kurzweiligen Roman ist nicht hundertprozentig überzeugend umgesetzt worden.

Leider hatte ich mir von diesem Jugendroman mehr erhofft in Bezug auf die Umsetzung der Geschichte. Der Mord, der stattfand oder nicht rückt in den Hintergrund. Hauptsächlich geht es um die Geheimnisse hinter einer Organisation, über die man zu spät mehr erfährt. Und stellenweise Langatmigkeit sowie konfuse Konstrukte wirken sich negativ auf das Leseerlebnis aus.

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Ich hatte mehr erhofft..
»Was liest Du?«-Rezension von Kathleen Jeß, am 05.07.2017

Cover & Klappentext:

Das Cover ist eher schlicht, aber für mich ansprechend.
Es muss nicht immer quietschbunt sein. Wichtiger ist, ob es zum Klappentext passt und neugierig macht. Das tat es bei mir. ;)

Der Klappentext hört sich interessant an. Eine Geschichte mit so einem Plot habe ich bisher noch nicht gelesen und bin sehr gespannt darauf!


Rezension:

Auch hier ist einmal wieder die Frankfurter Buchmesse schuld. :D Auch beim Loewe Verlag gab es einen Blick in die Neuerscheinungen. Dort war auch dieses Buch empfohlen worden. Ich habe auf den Erscheinungstermin hingefiebert, da sich die Geschichte richtig gut anhörte und ich gespannt war, was mich dann letztendlich erwartete. Der Einstieg war eigentlich richtig gut. Man hatte einen guten Einblick, was der Protagonist für Aufgaben hatte und wie es zu seinen Aufträgen kam. Doch da muss ich sagen, hat der Klappentext schon fast zu viel verraten. Man wusste, wohin die Geschichte steuert. Zwischendurch wurde das Buch immer wieder durch eine Liebesgeschichte unterbrochen, was ich irgendwie störend fand. Ich hätte mir eher gewünscht, dass der Fokus komplett auf der Spannung liegt und nicht auch wieder zu einer Liebesgeschichte wird... So wirklich viel Action sah ich irgendwie gar nicht in dem Buch, wie ich es mir erhofft hatte. Dennoch war das Buch schnell durchgelesen, doch das ist bei der Seitenanzahl auch kein Wunder gewesen. Mir hat es in der Geschichte irgendwie an Tiefe gefehlt. Spannend wurde es kurz vor dem Schluss, dann driftete die Geschichte wieder ab, bis es dann ein richtiges Ende gab. Dennoch blieben danach einige Fragen offen... Die Idee der Geschichte war gut, doch irgendwie es fehlte mir, wie gesagt, an Tiefe bei den Erklärungen und dem wieso, weshalb, warum. Leider hatte ich mehr erwartet. Vielleicht hab ich mich aber auch vorher zu sehr in die gehoffte Action hineingesteigert, was vielleicht im Endeffekt gar nicht Absicht hinter der Geschichte war. Ich bin gespannt auf eure Meinung zu dem Buch! :)


Fazit:

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Mir fehlte die Spannung und Action, die man sich von so einem Plot erhofft.

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Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf. Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner Filmsequenzen glaubt, er würde sich darin spiegeln. Einen Mann in das Überwachungsvideo einer Tiefgarage einzufügen ist dagegen ein Kinderspiel. Merkwürdig ist nur, dass dieser Auftrag anonym war. Tage später erkennt Zafer durch Zufall eines seiner Videos in den Nachrichten über einen Journalistenmord wieder. Es zeigt, wie der mutmaßliche Täter den Tatort, eine Tiefgarage, verlässt. In Wirklichkeit ist der Mann nie dort gewesen. Aber das weiß nur Zafer.

Margit Ruile wurde 1967 in Augsburg geboren. Sie studierte an der Münchner Filmhochschule, wo sie nach ihrem Abschluss mehr als zehn Jahre in der Lehre tätig war, drehte Dokumentationen und arbeitete als Drehbuchlektorin. Auch das Geschichtenerzählen lernte sie zuerst beim Film. Später fand sie dann heraus, dass Schreiben sich anfühlt wie im Schneideraum zu sitzen - mit dem riesengroßen Vorteil, dass man die fehlenden Szenen nicht nachdrehen muss, sondern einfach erfinden kann. Margit Ruile lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in München.