Das Gedächtnis von Babel, 2 Audio-CD MP3 (Audio-CD)

Band drei der Spiegelreisenden-Saga, Lesung. Gekürzte Ausgabe

Christelle Dabos

Übersetzung: Amelie Thoma

Audio-CD
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In Band 3 der Spiegelreisenden-Saga kommt Ophelia der Wahrheit gefährlich nahe Fast drei Jahre hat Ophelia ihren Mann Thorn nicht mehr gesehen. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um sich... (weiter)

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Details
AutorIn Christelle Dabos
Übersetzung Amelie Thoma
Edition Gekürzte Lesung
EAN 9783844535709
Sprache deutsch
erschienen bei DHV Der HörVerlag
Erscheinungsdatum 20.11.2019
Ursprungstitel La mémoire de Babel, La passe-miroir 4 (Gallimard)
Serien Die Spiegelreisende
Stichwörter Hörbuch
Lesung
Spiegelreisenden-Saga
Ophelia
Thorn
Altersfreigabe ab 5 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.5 | 13 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.6 |  7 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.5 |  6 Bewertungen

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Schwächer, aber genauso faszinierend ...
»Was liest Du?«-Rezension von SharonBaker, am 05.04.2020

Ophelia ist zurück auf ihrer Heimatarche und wartet auf eine Nachricht von Thorn. Fast drei Jahre ist es nun her, dass sie ihn zuletzt gesehen hat, und ihre Nerven liegen blank. So nutzt sie die erste Gelegenheit, der Familie, der Überwachung zu entrinnen und sich auf die Suche zu machen. Ihr einziger Hinweis ist eine Postkarte und so führt ihr Weg nach Babel. Eine ungewöhnliche Arche, die voller Vorschriften, argwöhnischen Mitmenschen und vielen Robotern besteht. Ophelia muss im Verborgenen agieren und so wird sie Lehrling, um den Geheimnissen von Babel auf die Spur zu kommen. Diese Aufgabe stellt sich schnell, als tödlich heraus und so ist Ophelia mehr als nur einmal in großer Gefahr. Wird sie Thorn finden? Wird sie sich durch das Geflecht aus Lügen kämpfen können? Und kommt sie der Wahrheit über Gott näher?

Nach dem letzten Band war ich so angefixt und fertig, das es nicht lange dauerte, das ich auch nun zur Fortsetzung griff. Diese Autorin schafft wirklich etwas total Neues, diese ganzen Familiengeister, die Magie, die merkwürdigen Archen und dann noch diese Liebesgeschichte, die keine sein soll, reißt einen förmlich durch die Seiten. Vom roten Faden der Geschichte gar nicht erst zu sprechen. Da muss man einfach weiterlesen und wie mir nun Babel gefallen hat, erzähle ich euch nun.

Die Geschichte setzt zwei Jahre und sieben Monate später wieder ein. Thorn ist verschwunden, Ophelia wieder zurück auf der Arche ihrer Familie und ist ein Schatten ihrer selbst. Sie wartet auf eine Nachricht, die aber nicht kommt, und sie versucht, der Überwachung zu entgehen, aber leider sind die Augen überall. So ergibt sie sich ihren Schicksal und wird immer mehr zu einen Geist. Bis zu jenem Tag auf einem Fest, wo ihr sich der Weg zur Flucht bietet und sie diese sofort ergreift. Trotz der Freude über ein Wiedersehen ihrer Freunde, macht sich Ophelia nun allein auf die Suche nach Thorn und ihr einziger Anhaltspunkt ist die Postkarte aus Babel. Heimlich landet sie auf dieser Arche, unter falschen Namen versucht sie ihr Glück und stellt fest, das Babel ganz anders ist, als erwartet. Tja, und Babel ist nicht nur für Ophelia eine Herausforderung, sondern für den Leser auch.

Auf der Arche, die aus tausend Inseln besteht, gibt es Hunderte von strikten Vorschriften, die gerade dazu einladen, alles falsch zu machen. Dazu sind die Bewohner argwöhnisch, vertrauen niemanden und sehen in jeden eine Art Konkurrenz. Von den ganzen Erfindungen, die dort vorhanden sind, gar nicht erst zu sprechen. Hier machen nämlich alles Roboter und ob diese richtig programmiert sind, lässt einen manchmal erschauern. So wimmelt es nur so von Fettnäpfchen für Ophelia und sie verliert sich ab und zu darin. Sonst hatte sie immer Freunde und Helfer, diesmal muss sie sich selbst beweisen und steht sich mehr denn je im eigenen Weg. Das macht es manchmal wirklich schwer dem Elend von ihr zu folgen. Ihre tollpatschige Art, ist keine Hilfe und auch ihr Unvermögen ihre Gefühle zu äußern, macht es ihr in diesem Abenteuer noch schwerer. Somit kämpfte auch ich ab und zu mit den Seiten und wunderte mich schon ein bisschen.

Ohne Frage, Christelle Dabos setzt ihrer fantastische Welt ein weiteres Puzzlestück an, nur eben lässt sie Magie weg und öffnet hier dem Dystopischen seine Türen. Babel ist nämlich alles andere als freundlich, hier herrschen diktatorische Zustände und es soll sogar ein Vorzeige Konzept sein für alle anderen Archen. Das lässt böses erahnen und unsere träumerische Heldin mittendrin. Sie muss sich einer ganzen Menge an negativen Zuständen aussetzen. So wird sie gemobbt, manipuliert, überwacht, zensiert und von der Macht missbraucht. Somit schlägt die Autorin eine ganz andere Seite an und lässt es düster werden, in der Welt. Mich hat es etwas verwirrt, ich fand es gewöhnungsbedürftig und unsere beiden Helden machten es einfach noch schwerer.

Ein Ausflug auf Babel lässt also einiges missen, ist aber trotzdem spannend, zu lesen, und man möchte ja auch unbedingt mehr. Übrigens gibt es zwischen der Geschichte von Ophelia auch immer wieder Einblick in das Leben von ihren Patenkind Viktoria und hier scheint sich noch etwas mehr zusammen zu brauen. Ganz gewiss ist dieser Teil eine gute Grundlage für das Finale und obwohl es so ganz anderes ist, spürt man schon den Charme der Autorin und ihre gewagte Art für Neues auf den Buchseiten. Aber der wahre Herzschlag dieser Geschichte sind ihre Figuren, die alle originell sind, liebenswert, besonders und man möchte sie alle nicht mehr hergeben. So ist das Gedächtnis von Babel anders als die Vorgänger, etwas schwächer in meinen Augen, aber das Ende möchte ich nicht missen und hat einige langatmige Stellen für mich weggemacht.

Der dritte Band, ist eine solide Fortsetzung, die düsterer und unmagischer ist als die Vorgänger. Ophelia muss sich hier allein beweisen und endlich zu sich selbst stehen. Für mich schwächer als die Vorgänger, aber trotzdem immer noch Suchtgefahr. Der finale vierte Band kann nun kommen.

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Hören, hören und weiterhören!
»Was liest Du?«-Rezension von Jaylinn, am 19.03.2020

Allgemeines:

Am 25.11.2019 ist das dritte Hörbuch der Spiegelreisenden-Saga erschienen: Das Gedächtnis von Babel. Es handelt sich erneut um eine leicht gekürzte Version des ursprünglichen, gleichnamigen Romans der Autorin Christelle Dabos. Nichtsdestotrotz kann sich die Laufzeit des Hörbuches mehr als sehen lassen: 799 Minuten, erneut gesprochen von Laure Maire, erschienen im Hörverlag.

Meine Rezensionen zu Teil 1 und Teil 2 sind farbig hinterlegt (einfach klicken!).

Inhalt:

„Fast drei Jahre hat Ophelia ihren Mann Thorn nicht mehr gesehen. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um sich auf die Suche nach ihm zu begeben. In Babel angekommen, schleicht sich Ophelia in eine Schule ein, wo sie schnell zu einer der wenigen »Auserwählten« wird. Als eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

Meine Meinung:

Dieses Hörbuch eignet sich für alle, die momentan auf der Suche nach einer wirklich fesselnden Reihe sind, die sie noch lange begleiten wird. Es handelt sich um den dritten Band einer Reihe, es empfiehlt sich daher zunächst die anderen Bände zu lesen, da sie chronologisch aufeinander aufbauen.

Das Hörbuch wird erneut von Laure Maire gesprochen. Maire hat eine so angenehme Stimme wie ich sie selten bei einer Hörbuchsprecherin erlebt habe. Ihr gelingt es, die Stimmung des Buches zu jedem Zeitpunkt zu transportieren und uns als Hörer mit in die Welt des Buches zu nehmen.

Am dritten Teil der Reihe habe ich als besonders spannend empfunden, dass die Ereignisse drei Jahre nach dem letzten Band einsetzen. Als Leser weiß man zunächst nicht, was man in den drei Jahren verpasst hat, und wo die Charaktere nun stehen. Nach und nach entdeckt man während des Lesens bzw. Hörens, was passiert ist. Dadurch entsteht bereits eine Grundspannung, die wirklich fesselnd ist.

Im Gedächtnis von Babel lernen wir eine völlig neue Ophelia kennen und lieben. Eine Ophelia, die sich im Laufe der Handlung der ersten drei Bände beständig und authentisch weiterentwickelt hat. Keine Angst, sie ist weiterhin so tollpatschig wie eh und je. Zu ihren Eigenschaften kommt aber eine gesunde Portion Eigenständigkeit hinzu. Sie lernt, sich alleine zu behaupten und begegnet auf diesem Weg unvergleichlichen neuen Charakteren. Nicht alle meinen es gut mit ihr und auch das lernt sie im Laufe der Handlung besser einzuschätzen.

Zudem spielt Viktoria und im Zuge dessen auch Archibald eine interessante Rolle. Viktoria hat Talente, von denen niemand wusste, dass es sie überhaupt geben könnte. Diese Talente bleiben auch weiterhin unentdeckt, was viel Raum für spannende Entwicklung im nächsten Band schafft.

Die von Dabos entworfene Welt wird erneut größer. Während des Hörens entdeckt man dabei so vieles, Babel unterscheidet sich stark von den Archen, die wir bisher kennenlernen durften. Dabos‘  Archen wirken einzigartig, keine scheint ein Abklatsch aus einer anderen, bereits existierenden Geschichte zu sein. Dadurch gelingt ihr etwas, das vielen Autoren in der heutigen Zeit schwerfällt: Sie kreiert etwas Neues, dem ein Zauber innewohnt. Im Zuge dessen entsteht beinahe von selbst ein enorm großes Identifikationspotential mit ihren Büchern, Charakteren und der Entwicklung der Handlung.

Im Mai diesen Jahres erscheint der nächste und leider auch abschließende Band mit dem Titel Im Sturm der Echos als Hörbuch. Ursprünglich habe ich vielfach beworben gelesen, dass die Reihe 7-teilig angelegt sein wird. Nun wird es vermutlich bei vier Bänden bleiben. Schade, da wäre noch ganz viel Potential vorhanden, um noch größer zu denken!

Fazit:  

Hören, hören und weiterhören.

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In Band 3 der Spiegelreisenden-Saga kommt Ophelia der Wahrheit gefährlich nahe Fast drei Jahre hat Ophelia ihren Mann Thorn nicht mehr gesehen. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um sich auf die Suche nach ihm zu begeben. In Babel angekommen, schleicht sich Ophelia in eine Schule ein, wo sie schnell zu einer der wenigen "Auserwählten" wird. Als eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist. Die Verbindung aus Christelle Dabos' Erzählkraft und Laura Maires Lesekunst macht dieses Hörbuch zu einem hochklassigen Hörvergnügen für Fantasyfans.

Dabos, Christelle Christelle Dabos wurde 1980 an der Côte d'Azur geboren. Nach ihrem Studium zog sie nach Belgien und arbeitete als Bibliothekarin. Als sie 2007 an Krebs erkrankte, begann sie zu schreiben, vor allem innerhalb der Internet-Autorengruppe »Plume d'Argent«. Zunächst veröffentlichte sie Auszüge aus »Die Spiegelreisende« im Internet. 2016 erhielt sie für Band 1 »Die Verlobten des Winters« den Preis des Jugendbuchwettbewerbs von Gallimard Jeunesse, später den »Prix de l'Imaginaire«, einen Preis für phantastische Literatur. Mittlerweile sind in Frankreich zwei weitere Bände erschienen, und Christelle Dabos hat soeben den Abschluss der Tetralogie fertiggestellt. Maire, Laura Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie »Verdammt verliebt«. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in »Raum« (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der »Twilight«-Reihe. Daneben war sie immer wieder in »How I Met Your Mother« zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller »Schattengrund« von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr »virtuoses Sprach-Spiel« noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.