Das Geheimnis der Sternentränen

Das Geheimnis der Sternentränen (Taschenbuch)

Taschenbuch
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Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein. Da steht plötzlich Ranon vor ihr - der junge... (weiter)

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Details
AutorIn Anke Höhl-Kayser
Seiten 430
EAN 9783956690730
Sprache deutsch
erschienen bei Bookspot
Erscheinungsdatum 06.01.2017
Stichwörter Gewinner
Science-Fiction
Wettbewerb
Science Fiction
Rezensionen
Gesamtmeinung:
Ø3.6 | 6 Meinungen

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Schwächer als erwartet
»Was liest Du?«-Rezension von Traumfeder, am 09.04.2019

Inhalt
Katastrophen haben die Erde zerstört und die Entscheidungen der Männer haben dazu beigetragen. Um die verbliebenen Menschen zu retten, übernahmen Frauen die Macht und brachten die Überlebenden in sichere Zonen. Im Jahr 2162 ist es außerhalb der sicheren Unterkünfte noch immer gefährlich, daher dürfen nur Scientists zu Missionen rausrücken. So erhält Jade den Auftrag im zerstörten L.A. den Versuch zu starten einen Korridor in die Vergangenheit zu schaffen. Es soll eine Verbindung ins Jahr 1054 gelingen, damit die letzten Menschen eine Chance auf einen Neuanfang haben. Jade gelingt es ein Portal zu öffnen und sie begegnet dem Schmiedgehilfen Ranon, dessen Welt auch in größter Gefahr schwebt. Ihnen wird klar, dass man sie nur benutzen will, daher versuchen sie zu fliehen. Doch es scheint, als hätte das Schicksal eigene Pläne mit ihnen.

Meine Meinung
Zwei Welten, die sich ganz unterschiedlich entwickelt haben, sich aber doch ähneln.

Auf der Erde ist es das Jahr 2162. Alles folgt einem strikten Plan und jeder hat seine Aufgabe. Frauen haben die Herrschaft übernommen und lassen die Männer nur noch wenige Aufgaben machen. Kinder werden nicht länger geboren, die werden geschaffen, denn eine Schwangerschaft dauert lange und lässt eine Arbeitskraft missen. Da alles im Leben durchstrukturiert ist, gibt es kaum Individualität und Kreativität. Auch Privatsphäre lässt sich hier kaum finden, da alle Überlebenden nur begrenzten Raum zur Verfügung haben. Doch obwohl alles so scheint, als wäre die Struktur gefestigt, ist auch die Grausamkeit vorhanden. Noch nie haben es die Oberen gerne gesehen, dass man sich ihnen Widersetzt, weshalb sie nach wie vor zu brutalen Strafen greifen, um die Kontrolle zu behalten.

Auf dem Planeten Ägeon ist es das Jahr 1054. Auch hier sind die Lebensbedingungen alles andere als gut. Die Menschen leben wie im Mittelalter, doch es gibt Magie und Drachen. Den Menschen geht es nicht gut, weshalb sie den Drachen, den Schwarzfeuern, die Schuld geben. Es droht ein Krieg, als Tiere und schließlich auch Menschen zu verschwinden beginnen. Die Situation ist aufgeheizt, doch nur die wenigen wissen, dass es ganz besonders Magier sind, die diesen Krieg wünschen und alles für ihre Zwecke in diese Richtung lenken.

Jade und Ranon kommen von diesen verschiedenen Welten und fühlen sich zueinander hingezogen. Sie haben sich schon immer anders gefühlt, doch zusammen scheint alles zu passen. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihre Begegnungen ihre beiden Welten ins Chaos stürzen. Ranon will nicht länger auf Ägeon bleiben, da ihm dort nur Erniedrigung und Schmerz drohen. Jade wünscht sich Freiheit um tun zu können, was sie will, doch ihr ist klar, dass sie mit Ranon nicht auf der Erde bleiben kann. Hier wäre er ein Versuchsobjekt. Daher bleibt nur die Flucht ins Unbekannte.

Da aber beide in ihren Welten für Verschwörungen eingeplant sind, lässt man sie keinesfalls entkommen. Auf beide sind Sucher angesetzt, die ihnen überall hin folgen. Schon bald bleibt ihnen keine andere Wahl, als zu kämpfen. Dabei kämpfen sie aber nicht nur für die eigene Freiheit, sondern für die Freiheit ihrer Völker und das Überleben ihrer Planeten, die mehr voneinander abhängen, als je jemand vermuten könnte.

Anke Höhl-Kaysers Geschichte ist eine Dystopie mit Science-Fiction und Fantasy Aspekten, die auf mehreren Planeten spielt. Obwohl die Welten unterschiedlich sind, scheint es doch Verbindungen zu geben. Nach und nach offenbart die Autorin diese und erzählt so noch eine zusätzliche Geschichte. Die ganzen Verschwörungen und die geheimen Pläne halten die Handlung spannend und lassen Überraschungen zu, was dem Ganzen guttut, denn der Schreibstil konnte mich leider nicht überzeugen. Mir schien es zu langatmig und zum Teil auch langweilig. Wenn mal keine Action herrschte, war es einfach so ein hinplätschern, das man gerne überspringen wollte. Auch die Protagonisten Jade und Ranon sind nicht sonderlich gut gezeichnet. Man hat versucht ihnen eine Persönlichkeit zu geben, trotzdem blieben sie eher blass. Selbst ihre Antagonisten sind nicht so stark, wie sie hätten sein können. Es ist diese zusätzliche Geschichte über die Verbindung zwischen den Planeten, die dieses Buch rettet.

Fazit
Der Preis der Freiheit ist kaum zu bemessen, wie auch Jade und Ranon feststellen müssen. Ihr Wunsch stürzt zwei Welten in den Krieg, den sie nie gewollt haben. Obwohl die Geschichte durchaus spannend klingt, kann sie nicht völlig von sich überzeugen. Die Autorin kann zwar durch Wendungen überraschen, doch ihr Schreibstil ist irgendwie langatmig und langsam, weshalb der letzte Funke für die Handlung fehlt. Es schwaches Buch, das besser hätte sein können.

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Große Unterhaltung
»Was liest Du?«-Rezension von Eva-Maria Obermann, am 22.02.2017

Doch stattdessen entsteht eine Einstein-Rosenberg-Brücke nach Ägeon und Ranon steht vor ihr, ein junger Mann von einem fremden Planeten. Gemeinsam erkennen sie, was Gold mit Ägeons Herrscher vereint und kommen der Geschichte von den Sternentränen der Königin Risa auf die Spur.

Jades Welt ist klar eine dystopische, Ranons dagegen scheint zumindest auf den ersten Blick eine fantastische zu sein. Doch nach und nach entpuppt sich das, was dort als Magie oder Macht bezeichnet wird als Technik. Diesen Trick fand ich sehr gut, um das Genre nicht zu überstrapazieren und die Vielfalt der Auslegung zu zeigen. Die Perspektive, das wird immer wieder klar, bestimmt, wie Dinge bezeichnet werden und wie die Menschen darauf reagieren. Der Punkt ist so wunderbar eingespielt und wird immer wieder aufgegriffen, dass es richtig Freude macht und immer wieder Aha-Erlebnisse folgen.

Die Erzählform ist nicht klar personal. Ich finde eher, dass ein auktorialer Erzähler sich auf verschiedene Personen fokussiert. Darum kann er zwischen den einzelnen Figuren springen, in Gedanken und Träume blicken und weiß mehr, als die Figuren. Dass er nicht alles dem Leser auf die Nase bindet, hat mir gut gefallen. Auch sorgt die umfassende Sicht für einen wunderbaren Blick in die verschiedenen Welten, so dass der Leser sich zurecht finden kann und Nähe zu den Figuren aufgebaut wird.

Ganz toll fand ich, wie gekonnt Motive eingesetzt und später wieder aufgegriffen wurden. Das hat immer wieder dafür gesorgt, sich trotz unterschiedlicher Schauplätze und Figuren zurecht zu finden und dabei Spaß zu haben. Dabei spielt der Roman auch mit Klischees auf eine wunderbar angenehme Weise. Ich bin richtig in dem Buch versunken.

Jades Welt ist ein Matriarchat, Männer werden nur noch als Soldaten und zum Saubermachen „gebraucht“. Wie schön der Roman gerade hier an vorgefertigten Rollen und Klischees stößt und damit arbeitet, zeigt sich nicht erst, als Ranon aus der patriarchisch geprägten Welt dazu kommt. Schnell spielt Das Geheimnis der Sternentränen mit Erwartungen und Mustern, überrascht und begeistert immer wieder.

Doch es gab auch zwei Stellen, die mir persönlich aufgestoßen haben. Zum einen das erste Treffen zwischen Ranon und Jade, bei dem sich die beiden sofort um den Hals fallen. Und dann die schnelle „Abfertigung“ auf Ägon, bei der ein wichtiges Ereignis lediglich als Bericht wiedergegeben wird. Während der zweite Punkt zumindest die Illusion des personalen Erzählers aufrecht erhält und verschmerzbar ist, machen den ersten die vielen Vorteile des Romans weg, eine Schwachstelle bleibt es aber.

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich glaube, dass es ehr gekonnt fantastische Elemente so in die Science Fiction Handlung einbaut, dass auch Fantasy-Leser wunderbar damit beraten sind. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

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Im Jahr 2162 ist die Erde hoffnungslos verseucht. Um die Umweltbedingungen vergangener Tage erforschen zu können, richtet die Wissenschaftlerin Jade einen Zeitkorridor ein. Da steht plötzlich Ranon vor ihr - der junge Mann, der vom mittelalterlichen Planeten Ägeon stammt, ist über den Korridor auf die Erde gelangt! Das Potenzial des Portals zwischen den Welten bleibt nicht unbemerkt: Die beiden Despoten, die über die Erde und Ägeon herrschen, wollen es jeweils für sich nutzen, um den anderen Planeten zu erobern ... Als Jade und Ranon entdecken, dass ihnen dabei eine ganz besondere Rolle zugedacht ist, fliehen sie gemeinsam vor den Häschern der Regenten. Zusammen mit Keiare, einem humanoiden Echsenwesen, versuchen sie, die Pläne der Herrscher zu durchkreuzen und stoßen dabei auf eine geheimnisvolle Legende um die Tränen der Königin Risa. Ist sie der Schlüssel, der es Jade und Ranon erlaubt, das Schicksal ihrer Welten noch zu wenden?