Das Gold des Lombarden

Das Gold des Lombarden (eBook)

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Die Macht des Geldes Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt - hat... (weiter)

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Details
AutorIn Petra Schier
Edition 1. Auflage
Seiten 448
EAN 9783644550216
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Verlag GmbH
Erstverkaufsdatum 20.10.2017
Stichwörter Mittelalter
Geldverleih
Rache
Mord
Münzen
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 1.27 MB
Veröffentlichungsjahr 2017
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Dunkle Geheimnisse in einer Ehe
»Was liest Du?«-Rezension von Schneeflocke2013, am 05.09.2018


Zitat: "Ich bin sehr gelehrig und besitze eine rasche Auffassungsgabe." [S.165, Z.13f]

Inhalt:
Aleydis de Brunker ist glücklich verheiratet, bis zu dem Tag als ihr Mann Nicolai Golatti stirbt,Es sieht aus wie Selbstmord, doch Aleydis sieht sofort, dass es Mord war und will wissen was passiert ist.
Dann folgt der nächste Schock: Ihr Mann hat sie zur Alleinerbin bestimmt. Alles was ihm gehörte ist nun ihres. Ihre Stieftochter und Stiefenkelinnen sind von ihr abhängig, Ihre Wechselstube steht auf dem Spiel und dann ist da noch Andreas, Nicolais Bruder. Ein Problem folgt dem Anderen, doch sie versucht allem gerecht zu werden.

Meine Meinung:
Wow! Was eine Geschichte.
Ich muss zugeben. Ein ganz kleines bisschen war ich enttäuscht als die 'Adelina Reihe' von Petra Schier beendet war und es mich wohl nicht wieder so schnell nach Köln in die Zeit bringt und dann erschien dieses Buch.

Die Geschichte von Aleydis ist 1432 angesiedelt. Ein paar Jahre nach der anderen Reihe, aber wieder in Köln.
Allein dafür mag ich das Buch schon, denn die Geschichte dieser Stadt hat mich schon immer interessiert. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass es nur so gewesen sein könnte. Also das Leben in der Stadt. Die Märkte, das Verhalten der Menschen, der Gestank, Dreck und alles. Doch Petra Schiers Bücher sind so gut recherchiert das ich es ihr ohne mit der Wimper zu zucken glaube. Wenn ich das Buch lese bin ich im alten Köln. Umringt von den Gerüchen, dem Gestank, dem Dreck auf der Straße. Aber auch der passenden Kleidung, den alten Gebäuden und am wichtigsten dem guten, alten Kölsch. Ich liebe diese Sprache einfach.
Mir ist auch bewusst, dass es zu der Zeit noch mehr Sprachen in der Stadt gab - was in der Wechselstube gut raus kommt. Doch allein die Mischung macht es in meinen Augen so lebendig und realistisch.

Aleydis war mir vom ersten Augenblick an sympathisch, genau so ihr Mann Nicolai. Auch wenn es einen großen Altersunterschied gab hatte ich nicht das Gefühl, dass einer von beiden unglücklich war.
Auch wenn es für den Verlauf des Buches nicht vorgesehen war hätte ich gerne noch ein paar Jahre in die Zukunft gesehen. Ob und wie glücklich die Zwei geblieben wären.

Der Auftakt dieser neuen Reihe beginnt mal wieder mit einem Mord der in der Stadt einige Auswirkungen hat.
Aleydis beginnt ganz bewusst mit Ermittlungen und versucht trotzdem den ganz normalen Betrieb in ihrer Wechselstube am Laufen zu lassen. Ich selbst stelle mir das unheimlich schwer vor. Denn sie muss sich ja auch um ihre Enkelinnen kümmern, die im Haushalt leben und noch sehr jung sind.
Automatisch lernte ich auf den Seiten auch den Haushalt und die anderen Familienmitglieder kennen. So zum Beispiel Catherin de Piacenza, ihre Stieftochter. Dann die knuffigen Enkelinnen Ursel und Marlein - die mich sehr an die jüngste Tochter von Adelina erinnert hatte. In diesem Haus leben die Beiden, weil ihr Vater tot ist und Nicolai einen sehr guten Ruf hat.
Ells, Gerlin, Irmel, Lutz, Symon und Wardo sind das Gesinde des Hauses. Im Großen und Ganzen bin ich mit ihnen sehr gut klar gekommen. Denn sie halten alles zusammen und stehen voll und ganz hinter Aleydis.

Warum gerade zwei der Knechte etwas stämmiger sind kommt raus, als die junge Witwe in der Vergangenheit ihres verstorbenes Mannes sucht. Mit Hilfe des Gewaltrichters Vinzenz van Kleve findet sie schnell heraus das es noch eine dunkle Seite gibt, von der sie nichts wusste.
Was auch erklärt weshalb sie als Witwe von vielen angefeindet wird. Mögliche Täter gab es viele und ohne zu viel verraten zu wollen: Am Ende war mal wieder alles anders als es aussah. Oder wie es mal in einem Film gesagt wurde: Der Schein trügt immer.
Wie auch bei allen anderen Büchern der Autorin konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte die ganze Zeit wissen wie es weiter geht. An Spannung fehlt es ganz sicher nicht in der Geschichte. Von mir aus hätte es noch lange weiter gehen können. Doch dann hätte es sich gezogen., Was ja auch nicht Sinn des Ganzen ist.

Die ganzen Intrigen, Geheimnisse, Familienstreitigkeiten und Anfeindungen haben dem Roman die richtige Würze gegeben. Dazu noch das Theater um neue Bewerber für Aleydis Hand - was durch die Wechselstube natürlich noch schmackhafter gemacht wird - damit sie ja nicht alleine ist.
Doch Aleydis zeigt jedem was sie von dem Thema hält, unterstützt von Catherin. Die mit ihrer Stiefmutter gut klar kommt. Im Moment will sie keinen Mann. Das Trauerjahr ist ja auch noch lange nicht um. Und die Suche nach dem Mörder stand für sie eben an erster Stelle.

Ich bin unheimlich gespannt auf den nächsten Teil, wenn es weiter geht mit den Herausfinden der Geheimnisse von Nicolai. Noch neugieriger bin ich auf weitere Verbindungen. Wie die Fronten sich nun verhalten werden nach allem was passiert ist.

Ihr merkt ich versuche so wenig wie möglich zu verraten damit ihr nach dem Buch greift um selbst herauszufinden was die Geschichte zu bieten hat.

Mal wieder eine Leseempfehlung meinerseits, am liebsten würde ich direkt weiter lesen.

Ach und 5 Flocken.


Ganz lieben Dank an dich Petra für diese spannende und schöne Geschichte :)

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Historischer Roman mit Spannung
»Was liest Du?«-Rezension von Tara, am 18.11.2017

„Das Gold des Lombarden“ ist ein gut recherchierter historischer Roman, welcher der Beginn einer neuen Reihe der Autorin Petra Schier ist.

Die Handlung beginnt im August im Jahre 1423 in Köln.  Aleydis de Bruinker ist mit dem Lombarden Nicolai Golatti glücklich verheiratet. Als dieses erhängt aufgefunden wird, sieht alles nach einem Selbstmord aus, aber Aleydis glaubt dies nicht und will, dass die Todesumstände näher untersucht werden. Dazu muß sie mit dem Gewaltrichter Vinzenz van Cleve – dessen Vater Nicolais größer Konkurrent war – zusammenarbeiten. Nach und nach kommen einige unangenehme Dinge über Nicolai ans Tageslicht…

Der Schreibstil von Petra Schier ist – wie auch schon bei der Adelina-Reihe – sehr  angenehm, unkompliziert und flüssig zu lesen. Die vielfach verwendete wörtliche Rede macht alles sehr lebendig und auch authentisch, so dass man beim Lesen direkt in die Zeit und die Geschichte eintauchen kann.

Die Protagonistin Aleydis war mir von Anfang an sympathisch. Sie weiß, was sie will und kann sich ausgesprochen gut behaupten. Zugang zu Vinzenz zu finden, fand ich ein wenig schwieriger, aber letztendlich mochte ich ihn ebenso gerne wie Alesydis. Auch die Nebencharaktere werden  detailreich beschrieben, so dass man ein gutes Bild von ihnen bekommt.

Der Perspektivwechsel zwischen Aleydis und Vinzenz sorgt dafür, dass man immer weiterlesen muss, da man immer wissen möchte, wie es in der anderen Perspektive weitergeht. Außerdem kann man sich dadurch gut in die Charaktere und deren Gefühlswelt hineinversetzen.

Zu Beginn des Buches findet man eine Karte der Umgebung, durch die man sich sehr gut orientieren kann. Der Dom, der Rhein,  so weiß man, wo sich alles abspielt. Auch das vorweggestellte Personenverzeichnis fand ich sehr hilfreich, da es man sich so einen guten Überblick über die Charaktere verschaffen konnte.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen gut recherchierten und spannenden Roman. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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Die Macht des Geldes

Köln, 1423. Aleydis de Bruinker ist noch nicht lange mit dem lombardischen Geldverleiher Nicolai Golatti verheiratet, als dieser unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt. Man findet ihn erhängt - hat er sich das Leben genommen? Aleydis will das nicht glauben. Und tatsächlich: Sie entdeckt Male, die auf einen Mord hinweisen.
Potenzielle Täter gibt es genug, Golatti hatte viele Feinde. Die junge Witwe stellt Nachforschungen an. Zu Hilfe kommt ihr dabei ausgerechnet Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, dessen Vater der größte Konkurrent Golattis war. Wider Willen beginnt sie, van Cleve zu vertrauen, der der Wahrheit verpflichtet scheint und doch ein düsteres Geheimnis hegt. Schon bald schwebt Aleydis in großer Gefahr, und es sieht aus, als sei ihr einziger Verbündeter in den Mord verstrickt ...

Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2005 als freie Autorin. Ihre historischen Romane, darunter die Reihe um die Apothekerin Adelina, vereinen spannende Fiktion mit genau recherchierten Fakten. Petra Schier ist Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA.

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