Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt (Buch)

Die unsichtbare Stadt

Buch
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Was wäre heute, wenn ich das Gestern ändern könnte? Lena: Ein Mädchen ohne Vergangenheit. Aber mit tausend Fragen. Und nicht einmal ihre beste Freundin Bobbie kann sie beantworten, obwohl sie sonst immer... (weiter)

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Details
AutorIn Monika Peetz
Seiten 430
EAN 9783805200332
Sprache deutsch
erschienen bei Wunderlich Verlag
Erscheinungsdatum 19.02.2019
Stichwörter Zeitreise
Dienstagsfrauen
Uhren
Verlieben
erste Liebe
Altersfreigabe ab 12 Jahren
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.5 | 14 Meinungen

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Ein vielversprechender Auftakt & Zeitreisen wie ich sie mir vorstelle
»Was liest Du?«-Rezension von Buchpfote, am 20.03.2019

Allgemein:

Monika Peetz ist vor allem durch ihre Romane und Verfilmungen zu den „Dienstagsfrauen“ bekannt geworden. Nun begibt sie sich mit „Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt“, der Auftakt einer Trilogie, auf die Pfade des Jugend- und Fantasybereiches. Das Buch ist 2019 bei Rowohlt erschienen, ist für Leser ab 12 Jahren geeignet und erzählt die Geschichte der fünfzehnjährigen Lena, die bei ihrer stressgeplagten Tante Sonja und ihren jüngeren Cousinen Fiona und Charlotte lebt. Mehr Familie hat Lena nicht und trotzdem fühlt sie sich fremd. Die Erinnerungen an ihre Eltern sind wie weggewischt und jegliche Fragen nicht beantwortet. Warum wird alle totgeschwiegen? Nicht mal ihre beste Freundin Bobbie hat eine Erklärung dafür, bis Lena die merkwürdigste Uhr aller Zeiten findet und damit ein Junge in Erscheinung tritt, der Lena wie eine Fata Morgana verfolgt. Dante, so heißt der Junge, weiß mehr über Lena als sie sich vorstellen kann. Doch damit nicht genug, denn seine Heimat ist so ganz anders als ihre – willkommen in der unsichtbaren Stadt, ein Ort an dem die Zeit nie still steht!

Mein Bild:

Ultimative Coverlove! Ich Muss sagen, so eine Schönheit hat Seltenheitswert. Nicht Nur der Schutzumschlag mit diesem futuristisch-floralen Design, das Prägungen aufweist, nein! Auch darunter wurde das Buch veredelt und innerhalb der Buchdeckel befindet sich sowohl ganz vorne als auch ganze hinten die Karte der „unsichtbaren Stadt“. Ich könnte noch über die hübsch geletterten Kapitelüberschriften schwärmen, aber kommen wir zum Eingemachten.

Schon der Prolog machte Lust auf die gesamte Geschichte. Aus dem Nichts heraus befindet sich Lena in einer haarigen Situation, die sich erst später aufklärt. Es erinnerte mich an einen Filmtrailer, bei dem man die heftigsten Szenen als Appetithappen zuerst zeigt. Dieser Ansatz ist gar nicht so weit her geholt, denn Monika Peetz ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Drehbuchautorin und Filmproduzentin. Genau das merkt man dem Buch im positiven Sinne an. Ja, ich möchte, dass es verfilmt wird.

Es fängt bei den schön knackigen Kapitelüberschriften an, mit denen ich mich schneller in eine Situation einfinden konnte und geht weiter bei dem bildlichen Schreibstil, der gegenwärtig, aber nicht übertrieben ist. Das gilt sowohl für die Beschreibung von Orten, Personen als auch Gefühlen. Die Autorin benutzt Begrifflichkeiten aus der heutigen Zeit, wird nie zu blumig und bleibt trotzdem vielseitig. Sie versteht sich definitiv auf Plot Twists. Ich wusste immer, was das Ziel oder Motiv der Person sein könnte, aber der Weg dorthin lief in Bögen, Zick Zack oder rauschte an mir vorbei. Ich hatte meinen Spaß und fand die personale Sichtweise von Lena genauso lebendig, wie die von Dante und Bobbie.

Die jugendlichen Protagonisten wirkten auf mich eingangs eine Nummer jünger und mit ihrer Entwicklung innerhalb des Plots wiederum älter als beschrieben. Vielleicht, weil Lena und ihre Freundin Bobbie nicht das Klischee der mädchenhaften, pubertierenden Fünfzehnjährigen erfüllen.

Mit Lenas Gefühlswelt musste ich zunächst klar kommen. Die Angst und Zweifel unerwünscht zu sein, ihre Konzentrationsschwierigkeiten und sogar Stimmen im Kopf verwirrten mich ein wenig. Hat Lena kein konkretes Ziel ist sie echt durcheinander. Sie tat mir leid, zumindest bis ich verstand, dass man nur ihren Kampfgeist wecken muss, um alles aus ihr heraus zu holen. Ein tolles Merkmal, dass sich die Autorin zunutze gemacht hat. Im Wechselspiel mit ihrer hochnerdigen, absolut herzlichen Freundin Bobbie (Gott, ich mag sie total gern) verfolgte ich das Rätselraten um die gefundene Uhr bzw. den Chronometer (Zeitmesser).

Die Dialoge waren absolut facettenreich. Als Dante noch dazustieß, kam ein Schuss Pfeffer dazu. Er erinnerte mich ein Wenig an Jace aus „City of Bones“. Er ist cool, gibt knappe Antworten auf Fragen und soll auf andere sicherlich einschüchternd wirken. Nur nicht auf Lena, die ihm mit ihrer plötzlichen Schlagfertigkeit ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich mochte Dante, der insgeheim ein neugieriger Rebell ist und wie Lena das Richtige tun möchte, um das Leben in der unsichtbaren Stadt erträglicher zu machen. Im übrigen entflammt keine hochgradige Liebesgeschichte. Es war eine kleine Flamme, die ausreichte, schließlich war der Plot gefüllt genug. Außerdem ist für die Liebe sicherlich noch Platz in den nächsten Bänden.

Das Setting wechselte von Lenas Heimat einer Hafenstadt, die mich irgendwie an Hamburg erinnerte, und Dantes Leben in der geheimnisumwobenen unsichtbaren Stadt. Natürlich hat es mir die unsichtbare Stadt angetan, von der ich nicht zu viel erzählen möchte. Auf jeden Fall ist sie mit System konzipiert und jedes Detail hat seinen Zweck. Der Look wechselt im Sinne der Zeit, ein Einfall für den ich die Autorin nur loben kann. Unerwartet, außergewöhnlich, noch nie da gewesen und sogar mit einer sinnvollen Funktion! Endlich eine Geschichte, die auf die Problematik von Zeitreisen eingeht, die aufzeigt, was es für grausame Folgen haben kann, wenn man die Geschichte verändert! Ich war fasziniert und dramatisiert zugleich. Für mich stand dadurch mein erwünschtes Ende auf der Kippe. Mein Wunsch wurde nicht ganz erfüllt, aber das ist in Ordnung. Denn trotz der fantastischen Elemente ist die Logik und das gesunde Bewusstsein zur Realität nicht zu kurz gekommen.

Fazit: Es ist ein Wohl-Fühl-Abenteuer, das dem Zeitreisen neuen Schwung gibt und der Edelstein-Trilogie Konkurrenz machen könnte. Ich freue mich auf Band 2.

 

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Pro und Contra für diesen Auftakt
»Was liest Du?«-Rezension von Claudias Bücherhöhle, am 20.03.2019

Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt von Monika Peetz

erschienen bei Wunderlich

 

Zum Inhalt

 

Was wäre heute, wenn ich das Gestern ändern könnte?
Lena: Ein Mädchen ohne Vergangenheit. Aber mit tausend Fragen. Und nicht einmal ihre beste Freundin Bobbie kann sie beantworten, obwohl sie sonst immer alles weiß.
Dante: Ein Junge mit verschiedenfarbenen Augen. Er kommt aus einer anderen Welt. Und vielleicht hat er die Antworten, nach denen Lena sich so sehnt.
Eine geheimnisvolle Uhr mit acht Zeigern verbindet ihre Welten.
Eine Reise beginnt, die die Grenzen des Vorstellbaren sprengt.

(Quelle: Verlag)

 

Zum Buch

 

Der Klappentext ist ja ziemlich mysteriös gehalten, eine Sache, die mich gleich ansprach. Ebenso das wunderschön gestaltete Cover. Erzählt wird die Story in der dritten Person aus verschiedenen Perspektiven. Zudem enthält das Buch kurze Kapitel, was mir gut gefiel. Und im Buchdeckel ist eine Karte der unsichtbaren Stadt zu finden – auch toll. Obwohl sie einen beim Lesen nicht wirklich weiterbringt, aber Karten kommen immer gut bei mir an.

 

Die Geschichte startet mit einem kurzen knackigen Prolog, der wirklich schon sehr spannend ist. Die dort geschilderten Geschehnisse werden erst im weiteren Story-Verlauf zum Tragen kommen.

Lena ist 15 Jahre alt und lebt bei ihrer Tante. Ihre Eltern sind vor Jahren ums Leben gekommen und das Mädchen fühlt sich immer etwas fehl am Platz. Viel mehr kann ich aber über Lena nicht sagen, denn leider blieben sie und auch die anderen Charaktere für meinen Geschmack viel zu blass. Auch über Dante erfährt der Leser erst sehr spät in der Story etwas mehr – aber leider immer noch zu wenig. Da es noch zwei weitere Teile geben wird, erhoffe ich mir noch eine Steigerung. Was mir allerdings gerade an Lena auffiel, war ihre stoische Passivität und Gelassenheit. Sie hat großes Interesse daran, den geheimnisvollen Tod ihrer Eltern zu lüften, nimmt dann aber neue Erkenntnisse einfach so hin und wundert sich nicht groß darüber. Sie passt sich der Situation an, handelt … und fertig. Da fehlte mir bei ihr eindeutig der Oh-Effekt. Lenas mitunter unbedarftes und verbissenes Verhalten ist für Teenagerverhältnisse sicherlich authentisch dargestellt worden – ich konnte manchmal wirklich nur mit dem Kopf schütteln und hätte ihr gerne gesagt, dass man es manchmal auch einfach gut sein lassen sollte …

Die Idee der Geschichte fand ich klasse, ebenso die dahinter verborgene Thematik. Um nicht zu spoilern, werde ich darauf jetzt auch nicht näher eingehen, nur so viel: eine geheimnisvolle Uhr, Reisen, eine unsichtbare Stadt – worauf könnte das wohl hinauslaufen? ;) Ich liebe solche Geschichten sehr!

Die Karte im Buchdeckel zeigt die unsichtbare Stadt und ihre besondere Anordnung, denn sie ist achteckig angelegt. Fand ich wirklich interessant und besonders. Leider wurde die Bedeutung der Stadt für mich nicht klar genug definiert. Ich habe insgesamt die Erklärungen zu diesem Punkt oder auch zu dem Begriff Unterseer vermisst. Natürlich kann man sich mit der Zeit einiges denken und eine gewisse Verbindung herstellen, aber trotzdem erwarte ich wenigstens kurz gehaltene Erklärungen.

Den Spannungsbogen fand ich relativ hoch und gleichmäßig, der Schreibstil wirkte auf mich so manches Mal klinisch-steril. Da kamen wenig Emotionen bei mir an. Auch habe ich stellenweise eingeworfene Sätze der Figuren gefunden, auf die es keine Reaktion gab und die auch nicht weiterverfolgt wurden. Waren wahrscheinlich auch nicht so wichtig, aber welche Daseinsberechtigung haben diese Sätze dann? Und zu guter Letzt möchte ich noch den Part von Lenas Freundin Bobbie ansprechen. Da habe ich auch nicht wirklich verstanden, warum dieser teilweise so ausführlich gezeigt werden musste. Das Mädchen spielt zwar eine mehr oder weniger zentrale Rolle, aber diese Ausflugsszenen fand ich leider nur ermüdend und stoppten meinen Lesefluss.

So, das hört sich jetzt alles wahnsinnig negativ an, aber das Buch hat durchaus seine tollen Passagen und Inhalte. Wie gesagt, mag ich die nicht weiter von mir ausgeführte Thematik sehr gerne. Ich finde es auch immer wieder absolut faszinierend (und erschreckend), wie sich eine winzige Entscheidung auf das Leben vieler Menschen auswirken kann. Es ist manchmal nur eine Frage von einigen Minuten oder gar Sekunden, die den Ablauf der Geschichte völlig verändern …

 

Monika Peetz hat mich etwas zwiegespalten mit diesem Auftaktband zurückgelassen. Sie konnte mich mit der Thematik und dem ganzen Drumherum richtig überzeugen, mit der Tiefe ihrer Figuren leider nicht so. Der Schreibstil ist zwar bildhaft, aber stellenweise wirkt er mir zu steril. Die Autorin fügt Sätze ein, die ins Leere führen, sorgt aber an anderer Stelle für eine große Überraschung. Ich mochte den Spannungsbogen, wurde aber an einigen Stellen beim Lesen durch eine zu intensiv dargestellte Perspektive ausgebremst. Wie ihr seht, es gibt wirklich ständig Pro und Contra. Ich habe das Buch trotz der Kritikpunkte gerne gelesen – das kann ich nicht anders sagen. Und ich möchte auch wirklich wissen, wie es mit Lena, Dante und der unsichtbaren Stadt weitergeht. Letztendlich denke ich einfach, dass hier noch Luft nach oben ist und die Autorin ihr vollständiges Können in den weiteren beiden Bänden noch unter Beweis stellen wird. Daher gibt es von mir noch haarscharfe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

 

 

Die Reihe

 

Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt

Das Herz der Zeit – Der geheime Schlüssel (erscheint voraussichtlich im August 2019)

Das Herz der Zeit – Die vergessenen Geschichten (erscheint voraussichtlich im März 2020)

 

 

Zum Autor

 

Monika Peetz studierte Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Philosophie in München. Nach Ausflügen in die Werbung und ins Verlagswesen war sie Dramaturgin und Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk. Seit 1998 lebt sie als Drehbuchautorin in Deutschland und den Niederlanden. Monika Peetz ist die Autorin der Bestsellerreihe »Die Dienstagsfrauen«. Ihre Romane um die fünf Freundinnen waren Spiegel-Bestseller und verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über 1 Million Mal. Ihre Bücher erscheinen in 25 Ländern und sind auch im Ausland Bestseller.

 

 

WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

 

ab 12 Jahren

432 Seiten

ISBN 978-3-8052-0033-2

Preis: 18 Euro

erschienen bei https://www.rowohlt.de/verlage/wunderlich

Leseprobe: https://www.rowohlt.de/hardcover/monika-peetz-das-herz-der-zeit-die-unsichtbare-stadt.html

 

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

 

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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Was wäre heute, wenn ich das Gestern ändern könnte? Lena: Ein Mädchen ohne Vergangenheit. Aber mit tausend Fragen. Und nicht einmal ihre beste Freundin Bobbie kann sie beantworten, obwohl sie sonst immer alles weiß. Dante: Ein Junge mit verschiedenfarbenen Augen. Er kommt aus einer anderen Welt. Und vielleicht hat er die Antworten, nach denen Lena sich so sehnt. Eine geheimnisvolle Uhr mit acht Zeigern verbindet ihre Welten. Eine Reise beginnt, die die Grenzen des Vorstellbaren sprengt. Das Jugendbuchdebüt der Bestsellerautorin Monika Peetz ("Die Dienstagsfrauen")

Peetz, Monika Monika Peetz studierte Germanistik, Kommunikationswissenschaften und Philosophie in München. Nach Ausflügen in die Werbung und ins Verlagswesen war sie Dramaturgin und Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk. Seit 1998 lebt sie als Drehbuchautorin in Deutschland und den Niederlanden. Monika Peetz ist die Autorin der Bestsellerreihe »Die Dienstagsfrauen«. Ihre Romane um die fünf Freundinnen waren Spiegel-Bestseller und verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über 1 Million Mal. Ihre Bücher erscheinen in 25 Ländern und sind auch im Ausland Bestseller.