Das Licht

Das Licht (eBook)

T. C. Boyle

Übersetzung: Dirk Gunsteren

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Endlich wird der aufstrebende wissenschaftliche Assistent Fitz auf eine der LSD-Partys seines Professors Leary in Harvard eingeladen. Er erhofft sich davon einen wichtigen Karriereschritt, merkt aber bald, dass Learys Ziele... (weiter)

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Details
AutorIn T. C. Boyle
Übersetzung Dirk Gunsteren
EAN 9783446262850
Sprache deutsch
erschienen bei Hanser, Carl GmbH + Co.
Erstverkaufsdatum 28.01.2019
Stichwörter 68er
Albert Hofmann
Alkohol
Amerika
Bewusstseinserweiterung
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 2.24 MB
Veröffentlichungsjahr 2019
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Vivion oder Erkenntnis?
»Was liest Du?«-Rezension von solveig, am 21.06.2019

T.C. Boyles neuer Roman ist in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Er spiegelt das Leben einer Gruppe von Anhängern Timothy Learys wider, die sich von spießigen Bürgeridealen lossagen und außerhalb der Norm leben. Dabei steht Leary, der zunächst in Harvard Psychologie lehrte, jedoch nicht im Mittelpunkt des Romans. Er erscheint zunächst als Leiter von Experimenten zum Einsatz von LSD als therapeuthisches Heilmittel, wird aber im Laufe der Zeit für die Gruppe seiner „Jünger“ immer wichtiger; denn er führt sie durch die Sessionen; er ist Dreh- und Angelpunkt der neuen Gruppenerfahrungen und am wichtigsten: er ist es, der über das „Sakrament“ verfügt und es verteilt. Der Student Fitz Loney, dessen Doktorvater Leary ist, fühlt sich stolz, zu den Auserwählten von Learys innerem Kreis zu gehören. Er und seine Frau Joanie nehmen an den Sitzungen teil und geraten zunehmend in den Bann von Bewusstseins erweiternden Mitteln. Bald leben Learys Anhänger gemeinsam als Kommune mit ihrem Guru zusammen, argwöhnisch beäugt von einer verständnislosen Umwelt.

Für seinen Roman würfelt der Autor eine Gruppe Menschen zusammen, die teils authentisch (wie Leary), teils erfunden sind, und stellt sie in den historischen Kontext von Learys Vorstellung, dass jeder Mensch jederzeit das Recht habe, sein Bewusstsein zu verändern und zu erweitern. Er gibt vor allem die Erfahrungen des Paares Fitz und Joanie wieder, ihr Verlangen nach immer höheren Dosen LSD, ihr Wunsch, als Teil der Gruppe mit ihr zu verschmelzen, ihre Drogenerfahrungen und letztlich ihr Scheitern. Boyle geht in seiner Erzählung strikt chronologisch vor, beginnt in einem „Vorspiel“ mit der Entdeckung und dem Ausprobieren von LSD im Baseler Labor. Er versteht es, seine Schilderungen der Geschehnisse um Leary äußerst fesselnd darzustellen; aus der Sicht des jungen Ehepaares Joanie und Fitz erscheint manches Detail und Ereignis harmlos, ja sogar naiv, so dass man ihnen am liebsten eine Warnung zurufen möchte.

Der eine oder andere „Jünger“ wird durch die Vorgänge in der Kommune wachgerüttelt, für andere bleibt das „Sakrament“ Lebensmittelpunkt und wichtigstes Ziel: „Ich will das Zweite Licht sehen, ich will Gott sehen …“ 

Ein Trip in und durch die Welt von Bewusstseins erweiternden Drogen  -  ohne wertenden Kommentar des Autors!

 

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Aufstieg und Fall, ein bizarrer Trip
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 09.02.2019

Harvard anfangs der 1960er, Fitz Loney ist einer von mehreren Dissertanten von Professor Timothy Leary im Fachbereich Psychologie. Rund um den charismatischen Professor schart sich eine Gruppe von Studenten und Doktoranden. Endlich darf auch Fitz diesem inneren Kreis angehören. Denn Tim Leary veranstaltet unter dem Deckmantel der Forschung Partys mit bewusstseinserweiterten Drogen. Mit Frau und Sohn, mit Haut und Haar, schließt sich Fitz der Gruppe an.

Wer denkt nicht sofort an LSD, wenn man den Namen Tim Leary hört? Der Professor, Psychologe und Guru der Hippiebewegung wird hier als Katalysator für eine fulminant erzählte Geschichte eingesetzt. Wie so oft mischt T. C. Boyle Fakten mit Fiktion und bereitet mit seiner ungemein einnehmenden Schreibweise enormes Lesevergnügen.  In diesem Roman nun steht der Doktorand Fitz Loney im Mittelpunkt. Ein nicht mehr ganz junger Mann, immerhin ist er seit Jahren verheiratet und hat einen 13-jährigen Sohn, der sich durch die Teilnahme an Tim Learys Sessions einen Karriereschub erhofft, aber unter dem Einfluss der Drogen letztlich alles verliert.

LSD, die psychedelische Droge, wurde, wie wir im Epilog erfahren können, schon 1942 als psychiatrisches Medikament entwickelt. Tim Leary wendet die Droge für psychologische Experimente an. Dem charismatischen Professor können sich seine Studenten und Dissertanten nicht entziehen.

Es ist eine Zeit des Aufbruches aus den gesellschaftlichen Normen und Zwängen. Fitz ist hin- und hergerissen zwischen dem Verlangen nach transzendentalen Bewusstsein und der Verantwortung für seine Familie. Es war eine „ Zeit, in der sie dringend eine radikale Veränderung brauchten, wenn sie nicht in ihren Schuhen verfaulen wollten wie all die anderen lebenden Toten, die durch die Straßen von Boston schlurften.“

Boyle spielt in diesem Roman mit Erzählperspektiven, sehr interessant ist die Entwicklung und der Wandel von Joanie, Fitz‘ Ehefrau zu beobachten.

Es mag sein, dass Boyle in diesem Roman seine eigenen Drogenerfahrungen verarbeitet. Aber weder verherrlicht Boyle den Drogenkonsum, noch moralisiert er. Er beschreibt letztlich einen einzigartig bizarren Trip, auf den er den Leser mitnimmt. Auf seine bekannt sarkastische Art, versucht er den Spießer mit dem Revoluzzer in uns auszuloten. Er überlässt uns ein offenes Ende. Wie Leary geendet hat, können wir googeln, was mit Fitz weiter sein könnte, beliebt unserer Fantasie überlassen.

Und weil ich beim Lesen die ganze Zeit einen Ohrwurm hatte: „Now that I’ve dropped out, Why is life dreary dreary, Answer my weary query, Timothy Leary dearie“. (Manchester England;Hair)

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Endlich wird der aufstrebende wissenschaftliche Assistent Fitz auf eine der LSD-Partys seines Professors Leary in Harvard eingeladen. Er erhofft sich davon einen wichtigen Karriereschritt, merkt aber bald, dass Learys Ziele weniger medizinischer Natur sind; es geht dem Psychologen um eine Revolution des Bewusstseins und eine von sozialen Zwängen losgelöste Lebensform. Fitz wird mitgerissen von dieser Vision, mit Frau und Sohn schließt er sich der Leary-Truppe an: Sie leben in Mexiko, später in der berühmten Kommune in Millbrook, mit Drogen und sexuellen Ausschweifungen ohne Ende. Ein kreischend greller Trip an die Grenzen des Bewusstseins und darüber hinaus - T.C. Boyle at his best.

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von insgesamt 27 Romanen und Erzählungen, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Bis 2012 lehrte er Creative Writing an der University of Southern California in Los Angeles. Bei Hanser erschienen zuletzt Das wilde Kind (Erzählung, 2010), Wenn das Schlachten vorbei ist (Roman, 2012), San Miguel (Roman, 2013), die Neuübersetzung von Wassermusik (Roman, 2014), Hart auf hart (Roman, 2015), die Neuübersetzung von Grün ist die Hoffnung (Roman, 2016), Die Terranauten (Roman, 2017), Good Home (Erzählungen, 2018), sowie Das Licht (erscheint im Januar 2019).

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