Das kleine weiße Pferd

Das kleine weiße Pferd (Buch)

Elizabeth Goudge

Übersetzung: Sylvia Brecht-Pukallus

Buch
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Nachts im Park sieht Maria es zum ersten Mal: das kleine weiße Pferd. Aber Schloss Moonacre birgt in seinen jahrhundertealten Mauern noch mehr seltsame Wesen. Sie alle scheinen Maria erwartet zu haben und ihr etwas... (weiter)

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Details
AutorIn Elizabeth Goudge
Übersetzung Sylvia Brecht-Pukallus
Seiten 313
EAN 9783772527234
Sprache deutsch
erschienen bei Freies Geistesleben GmbH
Erscheinungsdatum 09.2018
Ursprungstitel The Little White Horse
Stichwörter Einhorn
Elizabeth Goudge
Familiengeheimnis
Fantasy
Geheimnis
Altersfreigabe ab 10 Jahren
Rezensionen
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Was für ein schönes Cover!
»Was liest Du?«-Rezension von kleineHexe, am 05.01.2019

Sowohl das wunderschöne Cover mit fühlbarem Glitzer auf Vorder- und Rückseite als auch der aufgedruckte Hinweis, es wäre Joanne K. Rowlings Lieblingsbuch gewesen, weckten meine Neugier auf den Roman „Das kleine weiße Pferd“, geschrieben von Elizabeth Goudge im Jahr 1946. Die erste deutsche Ausgabe gab es 1986; und nun die Neuauflage von 2018.

Wir schreiben das Jahr 1842: Die 13jährige zierliche Waise Maria muss ihr Heim verlassen und reist mit ihrer Gouvernante, Miss Heliotrope, per Kutsche durch einen Tunnel in das kleine Königreich Moonacre um fortan bei ihrem Cousin Sir Benjamin auf Monnacre Manor zu leben.
In der Vergangenheit gab es Verwürfnisse, die ihre Schatten immer noch in die Gegenwart werfen. Maria, die ein weißes Einhorn sieht, das für andere nicht unbedingt sichtbar ist, scheint eine Nachfahrin der Mondprinzessin zu sein, die das Land wieder einen könnte. Dabei erhält sie Hilfe von ihrem Freund Robin, einem weißen Hasen, einem Hund, einer Katze, einem Löwen...

Die Geschichte zieht sich ein wenig; für mich standen eindeutig die Beschreibungen des Adels, seiner Beziehung zum und der Verdienste um das Königshaus, die ständige Betonung irgendetwas Königlichem oder Religiösem stärker im Vordergrund. Es muss immer noch ein wenig königlicher, edler sein, noch ein bisschen funkelnder und wenn etwas sonst golden ist, heißt die Steigerung hier silbergold. Königliche Miene, Gebahren und auch königliches Blut werden immer wieder lobend erwähnt, und selbst in den Adern des weißen Hasen fließt blaues Blut – das hat der Koch gesehen, als er ihm versehentlich in die Nase geschnitten hat: dickes dunkelblaues Blut.
Beim Lesen erhält man eine klare Wertevorstellung von 1892, erfährt viel über das Rollenbild der Frau und ihrer Erziehung dahin. Beispielsweise muss Maria ständig Gedichte aufsagen, sich in Hausarbeiten und Gebeten üben, Sonntag nachmittags auf einem Lehnbrett halbliegend eine zweite Predigt vorlesen. Der Stolz auf Vaterland und Krone muss zu Zeiten der Entsehung dieses Werkes unermesslich gewesen sein; mir war das schon ein bisschen zuviel des Guten, ständig von Moonweather-Schafen, Moonweather-Kapelle, Moonweather-Appetit ( S.202), Moonweather-Tieren ( S. 213), Moonweather-Streitigkeiten (S.215), der Moonweather-Kirchenbank ( S.255) zu lesen, was sich durch fast das ganze Buch zieht. Auch die Macht der Kirche wird sehr eindrücklich beschrieben, was wahrscheinlich nicht nur der Zeit, sondern auch dem Umstand geschuldet ist, das die Autorin selber Tochter des Direktors eines Theologiekonvikts war.
An etlichen Stellen des Buches fühlte ich mich an andere Werke erinnert und mich interessiert in solchen Fällen immer, wer denn diese Idee zuerst hatte. So findet sich in „Das kleine weiße Pferd“ ein weißer Hase, wobei ausdrücklich mehrmals betont wird, dass es ein Hase und kein Kaninchen sei. In einer Szene zeigt dieser weiße Hase Maria den winzigkleinen Eingang unter einem Baum, durch den man, zwischen den Wurzeln, in eine Höhle und danach in weitere Höhlen gelangen kann.
Mich erinnert dies stark an eine Szene aus „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll, erstmalig erschienen 1865, also 81 Jahre vor diesem Buch vom weißen Pferdchen, zu dessen Ende es eine Teegesellschaft mit dem weißen Hasen und anderen gibt.
Marias Freund und späterer Gemahl, Robin, der mit einem spitz zulaufenden, grünen Hütchen mit Feder durch Wald und Felder streift, erinnert an Robin Hood, dessen Geschichten und Balladen seit dem 13. Jahrhundert immer umfangreicher wurden und 1795 in einer Anthologie zusammengefasst herausgegeben wurden.
Einiges, was erzählt wird, scheint mir in der heutigen Zeit schwer nachvollziehbar und hat mich mit der Geschichte um Maria leider gar nicht wirklich warm werden lassen. Nicht nur, dass das vorgestellte Frauenbild wohl nicht unbedingt interessant oder gar vorbildhaft für die empfohlene Leserschaft von 10-11 Jahren sein könnte.
Mich schreckt auch, dass Maria mit 13 Jahren beschließt, mit 14 Jahren ihren Cousin 2. Grades zu heiraten und 10 Kinder zur Welt zu bringen und zum Happy End noch eine weitere Verwandtenehe zwischen Cousin und Cousine gehört, bei der sich dann herausstellt, dass es sich bei Sir Benjamin sowohl um Marias Cousin, wie das ganze Buch bislang beschrieben, als auch um ihren Großcousin handelt.

Das Abenteuer selber war ganz nett, hätte für mich gewonnen, wenn mir nicht einiges so bekannt vorgekommen wäre und ganz besonders, wenn nicht endlos über Königliches, Adel und Standesdünken ausufernd geschrieben worden wäre. Ich halte diese Geschichte für Kinder oder Jugendliche nicht unbedingt für empfehlenswert, es sei denn sie wären very british erzogen worden und könnten als Royalisten Hintergründe mit Stolz genießen, die mir eher Abstand abfordern. Aber das ist zum Glück Geschmackssache....

Mich hat dieses Buch, wie schon angedeutet, nicht in seinen Bann ziehen können und ich würde es auch nicht weiterempfehlen.

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fantastische Geschichte
»Was liest Du?«-Rezension von Seelensplitterchen, am 15.09.2018

Meine Meinung zum Klassiker:

Das kleine weiße Pferd

 

Aufmerksamkeit:

Diesen Punkt gibt es auf meinem Blog.


Inhalt in meinen Worten:

Stellt euch vor, ihr trefft mitten in der Nacht ein weißes Pferd, das aber Geheimnisvoll ist und irgendwie nicht wie von dieser Welt, wärt ihr nicht genauso bereit alles dafür zu geben um diesem Pferd zu begegnen? So geht es auch Maria, die mitten in der Nacht auf dieses Pferd trifft.

Was sie erlebt und was es mit diesem Pferd auf sich hat, das erfahrt ihr nur, wenn ihr in das Buch hinein seht.


Wie ich das Buch empfand:

Dieses Buch ist kein leichtes Kinderbuch, denn die Sprache ist wie vor knapp 100 Jahren. Und dennoch genauso verspielt und wunderschön, wie es heute Kinderbücher sind, dennoch kann man nicht über das Buch fliegen, sondern muss sich ganz bewusst mit der Geschichte beschäftigen.

Stellenweise musste ich auch etwas schlucken oder noch einmal zurückblättern denn irgendwie wollte ich alles aufsaugen.

Die Geschichte ist eben besonders, nicht nur wegen der Geschichte, sondern vor allem wegen der Sprache.

 

Geschichte:

Ich musste erst nach und nach verstehen, wer alles in dieser Geschichte vorkommt, und was jeder einzelne damit zu tun hat, dabei musste ich immer wieder auch schlucken, denn die Prügelstrafe nimmt doch einen ziemlich hohen Stellenwert, gerade am Anfang, ein.

Man merkt also recht schnell in welcher Zeit man in diesem Buch unterwegs ist und auch wenn die Prügelstrafe erwähnt wird, so steht dennoch die Liebe im Vordergrund, und diese kann eben ganz viele verschiedene Gesichter einnehmen.

 

Spannung:

Dieses Buch ist speziell in seiner Spannung, denn einerseits war die Sprache mir teilweise zu altertümlich, andererseits wollte ich auch erfahren was in dieser Geschichte passiert und letztlich musste ich merken, so schnell komm ich in diesem Buch nicht voran, deswegen es gibt Spannung auf eine ganz bestimmte Art und Weise, aber ich muss mich auf das Buch vollkommen einlassen nur dann, wenn mir das gelingt, kann ich auch mitgehen und die besondere Atmosphäre im Buch aufsaugen.


Kindgerecht:

Dieses Buch könnte für nicht geübter Leser eine wirkliche Herausforderung darstellen und evtl auch eher auf die Seite gelegt werden, aber letztlich lohnt es sich, durchzuhalten und die Geschichte zu erforschen und zu erkennen, was dieses Buch mitteilen möchte.

Es ist jedoch kein klassisches Kinderbuch an sich, sondern ich würde sagen, es ist eher für sehr geübte Leser die schon etwas älter sind.

Als Schullektüre ab der siebten Klasse kann ich mir das Buch auch gut vorstellen.

 

Empfehlung:

Wenn ihr auf schnell Geschichten steht, kann es sein, dass ihr euch etwas schwer tut. Wenn ihr aber einfach mal ein Buch zur reinen Unterhaltung sucht, das aber noch etwas mehr erfordert als nur Entspannung, dann solltet ihr definitiv einen Blick in diese Geschichte werfen.

Es lohnt sich!

Dennoch Achtung, wenn ihr euch mit der Sprache vor knapp 100 Jahren schwer tut, solltet ihr nicht einfach aufgeben, es kann aber sein, das ihr euch etwas schwer tut, so ging mir das zumindest.

 

Bewertung:

Ich mag es, wenn Bücher klassisch sind, denn wie oft gibt es Bücher die nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern auch eine Atmosphäre einfangen, in die man selbst einfach niemals kommen wird, weil man einfach in einer ganz anderen Zeit lebt. Deswegen ist es auch gar nicht so einfach dieses Buch gut zu bewerten, denn ich tat mir doch etwas schwer, obwohl ich schon eine geübte Leserin bin, deswegen gebe ich auch nur vier Sterne, denn bis die Geschichte mein Herz erreichte und ich mich darauf einlassen konnte, brauchte es etwas Zeit.

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Nachts im Park sieht Maria es zum ersten Mal: das kleine weiße Pferd. Aber Schloss Moonacre birgt in seinen jahrhundertealten Mauern noch mehr seltsame Wesen. Sie alle scheinen Maria erwartet zu haben und ihr etwas mitteilen zu wollen. 600 Jahre alt ist das Schloss Moonacre, Stammsitz der Familie Merryweather, wohin die junge Maria mit ihrer Erzieherin Miss Heliotrope nach dem Tod ihrer Eltern übersiedelt. Das weiße Pferd, das sie in dem von Mondlicht überfluteten Park gesehen zu haben meint, könnte einfach ein Mondstrahl gewesen sein. Aber was hat es mit den anderen Schlossbewohnern auf sich: dem Haus- und Küchenzwerg Marmaduke Scarlet, dem riesigen Kater Zachariah, seinem Assistenten, und dem löwenähnlichen Hund Wrolf?