Der Gesang der Flusskrebse

Der Gesang der Flusskrebse (Buch)

Roman

Delia Owens

Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Buch
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"Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert." The New York Times Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen... (weiter)

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Details
AutorIn Delia Owens
Übersetzung Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Edition 8. Aufl.
Seiten 459
EAN 9783446264199
Sprache deutsch
erschienen bei hanserblau
Erscheinungsdatum 22.07.2019
Ursprungstitel Where the Crawdads Sing
Stichwörter 1969
2019
50er
60er
Bestseller
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 93 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.8 |  47 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Eine Geschichte, die mich berührt hat
»Was liest Du?«-Rezension von Marshall Trueblood, am 03.01.2020

Im Marschland von North Carolina: Hier lebt Kya, von allen nur das Marschmädchen genannt. Der Roman erzählt von ihrem Leben. Aber nicht nur das; er erzählt von Freundschaft, Natur, Mord, Schicksalsschlägen und natürlich von der Liebe. Manchmal ein wenig rührselig, aber nie kitschig erzählt die Autorin in einer schlichten und doch poetischen Sprache. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Roman verläuft in zwei Erzählsträngen, die aufeinander zulaufen. Auf dem ersten habe ich Kya kennengelernt, die als Kind schon früh auf sich allein gestellt im Marschland von North Carolina aufwächst. Er erzählt von ihrer Liebe zur Natur und wie sie erwachsen wird. Im zweiten Erzählstrang geht es um einen Mann, der tot im Marschland gefunden wird; zunächst ist unklar, ob Unfall, Mord oder Selbstmord vorliegt. Nur als Leser ist man ein kleines Stück schlauer und kann sich denken, dass das Schicksal des Toten mit dem Schicksal von Kya verknüpft ist.

In einer unaufgeregten, aber doch poetischen Sprache hat mich die Autorin durch die Jahre geführt, durch Kyas Kindheit und Jugend bis hin zum Gerichtsverfahren, in dem es schließlich um Leben oder Tod geht. Wie schon erwähnt, verläuft die Handlung an wenigen Stellen etwas rührselig und dann wirkt die Geschichte auch ein wenig überkonstruiert. Aber das hat meinen Lesespaß nicht kleiner gemacht. Ich habe den Roman bis zu seinem für mich nicht vorherzusehenden Ende sehr genossen. Weil er ein bisschen von allem ist: Ein Roman über das Erwachsenwerden, ein Krimi, ein Gerichtsdrama und eine Hommage an die Natur. 

So etwas möchte ich gern öfter lesen! 

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sehr berührend
»Was liest Du?«-Rezension von nonostar, am 06.12.2019


In "Der Gesang der Flusskrebse" begleiten wir Kya, die von allen nur das Marschmädchen genannt wird. Sie lebt ganz alleine in der Marsch nach und nach verlassen von ihren Familienmitgliedern. Die Menschen aus der Stadt meiden sie oder lachen sie sogar aus, so dass sie sich immer mehr zurück zieht und nur wenig Kontakt zur Außenwelt hat. Dieser Kontakt ist v.a. geprägt durch zwei jungen Männern denen sie ihr Herz schenkt und einen älteren Mann der sich ihrer annimmt.
Delia Owens hat einen unglaublich berührenden und gleichzeitig sehr spannenden Schreibstil. Bis zum Schluss wusste ich nicht, was mich erwartet und was wirklich passiert ist. Der Roman springt zwischen den Ermittlungen der Polizei in der Gegenwart und dem Aufwachsen von Kya über die Jahre. Wir begleiten Sie auf ihrem Weg und als Leser eröffnet sich nur langsam ein Bild. Bruchstückhaft aber dennoch chronologisch werden die Puzzleteile zusammengefügt und man beginnt hinter die Kulissen zu schauen. Die Figuren fand ich alle sehr authentisch und oft war mir lange nicht klar, was ich von manchen halten sollte.

Kya ist eine unglaubliche Protagonistin. Sie findet sich zurecht in ihrer Einsamkeit und dem Alleinsein. Oft wurde sie enttäuscht vo den Menschen, die in ihr Leben traten und doch keimt immer wieder Hoffnung in ihr auf und sie "Verschenkte ein weiteres Stück von ihr selbst, nur, um jemand anderen in ihrer Nähe zu haben." Kya hat mich unglaublich berührt, traurig zurückgelassen und doch gleichzeitig mit Hoffnung erfüllt. Sie lebt ihr Leben und lässt sich niemals unterkriegen, sie kommt immer wieder auf die Füße und findet einen Weg mit Enttäuschung und Schmerz umzugehen. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und ihr gesagt, dass alles gut wird und dass sie nicht alleine bleiben muss. Die Einsamkeit und das Verlorensein die Kya immer wieder einholen sind sehr eindrücklich und gefühlvoll geschildert.

Ihre Mutter sagte immer "Geh soweit du kannst - bis dahin, wo die Flusskrebse singen." Das hat Kya getan und damit eine Welt entdeckt, in der sie sich mehr zu Hause fühlt als sie es unter Menschen jemals tun wird. Diese Welt beschreibt Owens so wunderbar detailreich und mit den Augen von Kya, die sich über jede Entdeckung freut und ihr ganzes Wesen darauf ausrichtet. Sie fühlt sich zu Hause und bezeichnet die Marsch als eine Freundin bei der sie geborgen ist. Diese Geborgenheit hat mich sehr gefreut, auch wenn sie im Kontrast zu der immer wieder geschilderten Einsamkeit steht. In der Marsch hat Kya einen Zufluchtsort gefunden, ja sogar eine Art Freundin, die ihre Tränen trocknet und ihre Wunden heilt.
Delia Owens hat mit "Der Gesang der Flusskrebse" ein unglaublich tolles Buch geschaffen, dass kein Krimi aber auch kein Roman ist, sondern eine berührende Mischung aus allem.

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"Ein schmerzlich schönes Debüt, das eine Kriminalgeschichte mit der Erzählung eines Erwachsenwerdens verbindet und die Natur feiert." The New York Times Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben - mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

Owens, Delia Delia Owens, geboren in Georgia, lebt auf einer Ranch in Idaho. Über zwanzig Jahre erforschte die Zoologin in verschiedenen afrikanischen Ländern Elefanten, Löwen und Hyänen. Als Kind verlebte Owens die Sommerurlaube mit ihren Eltern in North Carolina, wo auch ihr Romandebüt spielt. Wasel, Ulrike Ulrike Wasel, geboren 1955, übersetzt zusammen mit Klaus Timmermann seit vielen Jahren englische und amerikanische Literatur von Autoren wie Harper Lee, Dave Eggers, Jodi Picoult und Zadie Smith. Timmermann, Klaus Klaus Timmermann, geboren 1955, übersetzt zusammen mit Ulrike Wasel seit vielen Jahren englische und amerikanische Literatur von Autoren wie Harper Lee, Dave Eggers, Jodi Picoult und Zadie Smith.