Der Insasse (Audio-CD)

Gekürzte Ausgabe, Lesung

Audio-CD
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Du verlierst deine Freiheit. Du verlierst deinen Verstand. Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berghoff. Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und... (weiter)

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Details
AutorIn Sebastian Fitzek
Edition 4. Aufl.
EAN 9783839816363
Sprache deutsch
erschienen bei Argon Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 24.10.2018
Stichwörter Patient
Bestseller Herbst 2018
Hochsicherheitstrakt
Europäischer Preis für Kriminalliteratur
Entführung
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 21 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  8 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Packender Thriller
»Was liest Du?«-Rezension von EmmaZecka, am 13.06.2019

Inhalt 
Die Geschichte hat schon allein vom Plot her für Schlagzeilen und vielleicht auch Spannung gesorgt. Wir lernen Til kennen, der sich als so genannter V-Patient in die forensische Abteilung einer Psychiatrie einschleusen lässt, mit dem Ziel, dem mutmaßlichen Entführer seines Sohnes zu entlocken, ob sein Sohn noch lebt bzw. wo er zu finden ist. Kritische Stimmen gaben vor Erscheinen des Titels zu bedenken, dass man sich ja nicht einfach so in eine Psychiatrie einweisen lassen könne und schon gar nicht in die forensische Abteilung, in der nämlich Straftäter sind, die eine psychische Erkrankung haben.

Zudem rechnete ich auch damit, dass in diesem Psychothriller viele Charaktere mit einer psychischen Erkrankung beschrieben werden und ich hoffte daher wirklich, dass es kein Fettnapf-Thriller wird. 

Allerdings kann ich euch an dieser Stelle beruhigen: Der Grund der Einweisung wird realistisch dargestellt und ergibt, bezogen auf die Geschichte, Sinn. 

Was mir bei Der Insasse aber recht schnell negativ auffiel, war der hohe Anteil an psychischer und körperlicher Gewalt. Natürlich bringt es das Psychothriller-Genre mit sich, mit den Ängsten der Leser*innen zu spielen. Allerdings wurde hier beispielsweise beschrieben, wie Til verprügelt wird. Und zwar nicht so, dass die eigentliche Handlung im eigenen Kopfkino stattfindet.

Psychische Gewalt bzw. Druck wird hier vor allem von einem Arzt ausgeübt. Das fand ich ebenfalls einen gruseligen Nebenhandlungsstrang. Ich fragte mich, warum der Anteil von psychischer und körperlicher Gewalt ausgerechnet in diesem Hörbuch so hoch war. Schließlich kamen die anderen Romane von Sebastian Fitzek - zumindest meiner Meinung nach - sehr gut ohne Szenen mit viel Gewalt aus. Die Gewaltszenen sorgten bei mir eher dafür, dass ich viele Stellen im Hörbuch vorgespult habe, was ich sonst wirklich nicht mache. 

Der Plot an sich - die Gewalt mal ausgeklammert - reichte für mich völlig aus, um einen guten Spannungsbogen aufzubauen. Til ist ein interessanter Charakter, bei dem wir gleich am Anfang von Der Insasse erfahren, dass er wohl häufiger impulsiv handelt. Wir können also erahnen, dass ihm dieses Handeln eines Tages zum Verhängnis werden könnte. 

In bisherigen Romanen von Sebastian Fitzek bekamen die Protagonisten häufig Nebencharaktere an die Seite, die ihnen helfen sollten, die Geschichte aufzulösen. Hier hingegen lernen wir zwar Nebencharaktere kennen, allerdings spielen diese nicht wirklich gemeinsam mit Til in einem Team, sondern legen es entweder darauf an, ihm sein Vorhaben zu erschweren, oder interessieren sich gar nicht groß für ihn. 

Was die Psychothriller von Sebastian Fitzek aus meiner Sicht ausmachen, ist die Verstrickung der Handlungsstränge: Wir lernen zu Beginn der Geschichte einen Protagonisten kennen, der entweder schon mitten im Problem steckt, oder relativ schnell mit dem Problem der Geschichte konfrontiert wird. Wir erleben, wie er versucht Lösungsstrategien zu entwickeln und kommen - egal mit welchem Protagonisten - immer wieder an dem Punkt, in dem die Lage des Protagonisten aussichtslos erscheint und wir uns deswegen fragen, wie er da wohl wieder rauskommen soll. Schließlich sind an diesem Punkt meistens nicht mehr viele Seiten oder - auf das Hörbuch bezogen - Minuten übrig, die unseren Protagonisten aus unserer Sicht retten können. Und dann schafft es der Autor innerhalb einer kurzen Zeit die Handlungsstränge wieder aufzulösen. Und zwar nicht so, dass wir uns verzweifelt fragen, wie das denn jetzt alles zusammengehört, sondern so, dass wir ein großes Ah! in unserem Gehirn aufleuchten sehen und die Geschichte am liebten nochmal hören würden, um die Hinweise früher verstehen zu können.

Genau so ging es mir bei Der Insasse. Während des Hörens war ich wirklich verzweifelt, weil mir bei diesem Thriller Elemente aufgefallen sind, die mich wirklich abschreckten. Und als ich dann von der Auflösung erfahren habe, ergaben ein paar Dinge plötzlich Sinn und ich war erleichtert, dass ich mich geirrt hatte. 

Was mich an Sebastian Fitzeks Schreibstil diesmal störte, war der hohe Anteil an Gewalt, den es für mich wirklich nicht gebraucht hätte. Beeindruckt bin ich aber wieder davon, dass er es geschafft hat, mich in mehrerer Hinsicht auf eine falsche Fährte zu locken. Wie in den bisherigen Romanen des Autors, gibt es auch hier wieder interessante und teils auch amüsante Dialoge, die mich gut unterhalten haben. 

Kommen wir nun zur Gestaltung des Hörbuches: Inzwischen erscheinen die Titel von Sebastian Fitzek nicht mehr bei Bastei Lübbe Audio, sondern im Argon Verlag, der zur selben Unternehmensgruppe gehört, wie Droemer Knaur. Leider hat audible nach wie vor die Rechte an den ungekürzten Hörbüchern. Gerade bei Titeln von Sebastian Fitzek finde ich es unglaublich wichtig, diese ungekürzt zu hören, weil es Momente braucht, in denen wir gemeinsam mit den Protagonisten für kurze Zeit zur Ruhe kommen und über die Möglichkeiten nachdenken können, die zur Verfügung stehen, um das Problem des Protagonisten zu lösen.

Das Schöne für mich war, dass es ein Wiederhören mit Simon Jäger gibt. Er ist quasi die Hörbuchstimme von Sebastian Fitzek und ich mag die Art, wie er die Hörbücher des Autors interpretiert. Was mir hier das erste Mal aufgefallen ist: Ich fand es beeindruckend zu hören, wie Simon Jäger seine Stimme auf Knopfdruck ändern und z.B. von normal plötzlich nasal klingen kann. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir Der Insasse an sich gut gefallen hat. Zu Beginn war ich aufgrund der Psychiatrie- und der Kindesmissbrauchsthematik wieder sehr abgeschreckt. Jedoch bekommen diese Aspekte, sobald die Geschichte aufgelöst ist, eine neue Wendung. 
Allerdings wäre ich froh, wenn der nächste Thriller des Autors wieder mit etwas weniger Gewalt auskommt. 

Viele Buchblogger*innen sprechen bei kritischen Themen eine Art Triggerwarnung aus. Ich tue mich mit diesem Begriff etwas schwer, weil ich den Eindruck habe, dass er häufig falsch eingesetzt wird. Deswegen will ich an dieser Stelle einfach anmerken, dass ich Der Insasse nur denjenigen empfehlen kann, die psychisch stabil sind und keine Psychiatrieerfahrung haben. 

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Wenn der Schein trügt...
»Was liest Du?«-Rezension von Wuschel, am 17.05.2019

Beschreibung:

Nachdem Tramnitz zwei Kindermorde sowie den Mord an einer Mutter gestanden hat, schweigt er. Im Fall des kleinen Max hat die Polizei keine Beweise, obwohl davon auszugehen ist, dass auch dieser in den Fängen des Psychopathen gelandet ist. Till, der Vater von Max, überredet seinen Schwager, der bei der Polizei arbeitet, dass er ihn als falschen Patient in die Klinik einweist, in welcher Tramnitz untergebracht ist. Doch wird er es schaffen dem Kindermörder so nahe zu kommen um ihm sein Geheimnis zu entlocken?

Meinung:

Habe ich schon mal ein Buch rezensiert, welches von Simon Jäger gesprochen wurde? Ich glaube nicht. Auch wenn ich weiß, dass er es nie lesen wird: Good Job! Da ich, wie so oft, lange überlegt habe woher ich diese Stimme kenne, musste ich natürlich suchen und siehe da: Der Joker! Zwar war es nicht Simon selbst, aber dennoch werde ich nie vergessen wie er das Krankenhaus in Schwesterntracht in die Luft gejagt hat. Genug der Ausschweife. Was ich sagen will ist, dass ich vermutlich einfach alle Fitzek Bücher zukünftig hören werde, da der Sprecher einfach eine Wucht ist. Mein Lenkrad empfand das teilweise sicher nicht so, aber er hat mich echt absolut mitgenommen. Ob Frau, ob Mann, ob Psychopath - es war ein Fest für die Ohren.

Die Story selbst hat mich sehr positiv überrascht, da ich seit langer Zeit keinen Fitzek mehr gelesen habe, denn leider hab ich genau die Bücher erwischt, deren Ende einfach eine Katastrophe war. Wer macht denn sowas? Ich mein, man kann ja als Autor gern eine Überraschung in Petto haben für den Schluss, aber bei ihm hatte ich oft das Gefühl, als sei es einfach hin geklatscht. Nach dem Motto: Oh, ich habe Abgabe, aber mein Buch ist noch nicht fertig - dann war es eben der Gärtner. Da ich auch von Gleichgesinnten viel gutes zu "Der Insasse" gehört habe, ging ich zwar kritisch, aber dennoch guter Dinge an dieses Buch und bedanke mir für die fehlende Enttäuschung.

Die Kapitel spielen aus der Sicht von verschiedenen Beteiligten - anderen Insassen, dem Mörder, einem Arzt und dem fingierten Patienten. So bekommt man verschiedenen Facetten mit und kann sich in die jeweilige Person hinein versetzten. Zu Anfang wird der Leser in die Geschichte eingelullt. Er erlebt was zuvor passierte, vor der Klinik. In der Klinik wird es dann abstrakt, - doch darauf eingehen möchte ich jetzt nicht näher, denn wo wäre da der Spaß? - gefolgt vom großen Finale. Endlich ein Ende, das Freude bereitet. Genau so wünsch ich mir das! Nicht abgedroschen, plump, sondern schön durch dacht und einer Brise "Oha!". Ein gelungenes Verwirrspiel mit, für mich, passender Auflösung.

Typisch Fitzek war die Geschichte durchweg spannend und wäre es ein Buch gewesen, dann wäre es - soweit ich das beurteilen kann- auch schön zu lesen. Besonders gut gefiel mir "die Blondine im SUV, die sich ihre Schlauchboot-Lippen schminkte"  und  noch einige andere Szenen dieser Art. Die Charaktere, tja, was soll man dazu sagen. Mit den meisten würde ich keinen Kaffee trinken gehen wollen, schon allein weil sie Psychiater, Ärzte oder verrückt sind, aber es gibt doch schon den einen oder anderen für den man dann schlussendlich gern ein Tränchen verdrücken möchte.

Was ich auf jeden Fall noch erwähnen möchte: Das Buch ist auch meiner Sicht nichts für schwache Nerven. Man sollte sich vor dem Hören/ Lesen darüber klar sein, dass die Misshandlungen mitunter sehr detailliert beschrieben werden und auch Tramnitz lässt gerne seinen Gedanken freien Lauf.

Fazit:

Seit langem Mal wieder ein Fitzek, der mir gut gefallen hat.

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Du verlierst deine Freiheit. Du verlierst deinen Verstand. Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berghoff. Nur der Täter weiß, was mit ihm geschah. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt. Max Vater bleibt nur noch ein Weg, um endlich Gewissheit zu bekommen: Er muss selbst zum Insassen werden. Simon Jäger ist der Sprecher aller Hörbücher von Sebastian Fitzek. Seit über 10 Jahren sind die beiden ein gefeiertes Team und erhielten für "Passagier 23" die Goldene Schallplatte.

Fitzek, Sebastian Sebastian Fitzek ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in 24 Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin. Jäger, Simon Simon Jäger ist neben seiner Arbeit als Hörbuchsprecher als Dialogautor, Regisseur und Synchronsprecher tätig. Unter anderem ist er die deutsche Stimme von Matt Damon und Josh Hartnett. Mit seiner markanten, eindringlichen Stimme macht er alle Hörbücher zu einem atemlosen Genuss.