Der Letzte von uns (Buch)

Roman

Adélaide de Clermont-Tonnerre

Übersetzung: Amelie Thoma

Buch
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Während der Bombennächte in Dresden bringt die schwer verwundete Luisa ihren Sohn zur Welt. Kurz darauf stirbt sie. Ihr letzter Wunsch ist es, ihn in Sicherheit zu wissen, denn sie ahnt: Er ist der Letzte von ihnen.... (weiter)

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Details
AutorIn Adélaide de Clermont-Tonnerre
Übersetzung Amelie Thoma
Edition 3. Aufl.
Seiten 464
EAN 9783352009082
Sprache deutsch
erschienen bei Rütten & Loening
Erscheinungsdatum 15.02.2018
Ursprungstitel Le Dernier des Notres
Stichwörter Familienepos
Familiensaga
Drittes Reich
Schuld
Liebe
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.7 | 36 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.7 |  16 Rezensionen
davon Bewertungen:
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Der Letzte von uns
»Was liest Du?«-Rezension von Kristall86, am 24.05.2018

Wir schreiben das dunkle Jahr 1945. Hitler ist noch an der Macht. Dresden wird in zwei Nächten im Februar fast dem Erdboden gleich gemacht. In diesen Nächten bringt die schwer verwundete Luisa ihren Sohn zur Welt was sie leider nicht überlebt. Sie wird ihren Sohn nie aufwachsen sehen. Ihr letzter Wunsch ist es, ihn in Sicherheit zu wissen, denn sie ahnt: Er ist der Letzte von ihnen. Manhattan, fünfundzwanzig Jahre später. Beginn der 1970er Jahre. Wern ist jung, ambitioniert und unsterblich in Rebecca verliebt, enfant terrible und Tochter einer reichen New Yorker Familie. Die beiden verbindet eine außergewöhnliche Liebe: leidenschaftlich, inspirierend und bedingungslos, so zumindest scheint es. Doch plötzlich bricht Rebecca ohne weitere Erklärungen den Kontakt zu ihm ab. Die Frage ist nur warum? Und Wern muss sich einer schmerzhaften Wahrheit stellen...ist er diesen gewachsen? Adélaïde de Clermont-Tonnerre hat eine Familien-Saga geschaffen. So steht es zumindest auf dem Buchcover. Nur muss ich leider feststellen, das dem nicht so ganz stimmt. Zu einer Saga gehören neben der unaufhörlichen Spannung und den Irrungen und Wendungen, auch ein offenes Ende und auch eine Fortsetzung...und danach sieht es momentan nicht aus. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Was zum einen nicht schlecht ist aber die inhaltliche Struktur das Ganze doch irgendwie langatmig und langweilig wirken lässt. Ab und an war ein wenig Spannung dabei aber ich musste mich dazu zwingen es zu Ende zu lesen. Das Problem waren auch die ewig langen Monologe. Es fehlt diesem Buch eindeutig an Dialogen! Diese ständigen Selbstgespräche lassen dieses Buch nur bedingt gut nachverfolgen. Da es irgendwann einfach nur zum gähnen ist. Die Story hat viel Potential was hier leider nicht ausgeschöpft wurde....leider wie gesagt. Es wäre hier so viel möglich gewesen aber die Autorin hat es nicht auf den Punkt gebracht...Schade! Von diesem Buch und dieser Story habe ich mir eindeutig mehr versprochen!

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Packender historischer Roman
»Was liest Du?«-Rezension von Hermione, am 23.05.2018

Werner Zilch wird im Februar 1945 im von Bombenangriffen zerstörten Dresden geboren; seine Mutter ist schwer verletzt und stirbt kurz nach seiner Geburt. Doch er überlebt und wächst in den USA der Nachkriegszeit in einer Adoptivfamilie auf.

Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre trifft er in New York die schöne Malerin Rebecca, in die er sich unsterblich verliebt. Doch nach einem wundervollen Jahr des Verliebtseins verlässt sie ihn ohne jede Erklärung, nachdem er zum ersten Mal ihren Eltern begegnet ist.

 

Meine Meinung:

Durch einige eher mäßige Kritiken war ich zunächst skeptisch, was die Lektüre dieses mehr als 450 Seiten umfassenden Romans angeht und ich erwartete eine langatmige Geschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte hinzieht. Doch ich wurde durch die flüssige Erzählweise und die wechselnden Schauplätze – das Deutschland von 1945 und die USA der 1960er/1970er Jahre – sofort in die Handlung hineingesogen. Die wechselnden Kapitel ließen sich (auch dank der großen Schrift) schnell lesen, und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Zum Ende hin wurde die Geschichte auch nochmal besonders spannend und es ergab sich die eine oder andere für mich wirklich überraschenden Auflösung.

Das einzige Manko an dem Roman blieb für mich die – zum Teil doch eher blassen – Charaktere. Mit ein bisschen mehr Mühe hätte man hier sicherlich mehr herausholen können, auch was die Entwicklung z.B. der Hauptfigur Werner Zilch angeht. Er findet zwar viel über seine Vergangenheit heraus, aber das scheint ihn in seiner eigenen Entwicklung nicht wirklich anzutasten…

 

Fazit:

Als historischen Roman fand ich das Buch spannend und lesenswert, bei den Charakteren hätte ich mir mehr Entwicklungspotential erhofft.

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Während der Bombennächte in Dresden bringt die schwer verwundete Luisa ihren Sohn zur Welt. Kurz darauf stirbt sie. Ihr letzter Wunsch ist es, ihn in Sicherheit zu wissen, denn sie ahnt: Er ist der Letzte von ihnen. Manhattan, fünfundzwanzig Jahre später. Wern ist jung, ambitioniert und unsterblich in Rebecca verliebt, enfant terrible und Tochter einer reichen New Yorker Familie. Die beiden verbindet eine außergewöhnliche Liebe: leidenschaftlich, inspirierend und bedingungslos, so zumindest scheint es. Doch plötzlich bricht Rebecca ohne weitere Erklärungen den Kontakt zu ihm ab. Und Wern muss sich einer schmerzhaften Wahrheit stellen. "Der Stoff, aus dem eine Saga gemacht ist!" Elle

Clermont-Tonnerre, Adélaïde de Adélaïde de Clermont-Tonnerre, 1976 in Neuilly-sur-Seine geboren, ist Journalistin und Autorin. Ihr Roman »Der Letzte von uns« erhielt 2016 einen der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs, den Grand Prix du Roman de l Académie Française. Thoma, Amelie Amelie Thoma studierte Romanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und war viele Jahre lang Lektorin, ehe sie sich als Übersetzerin selbständig machte. Sie übertrug u. a. Marc Levy und die Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani ins Deutsche.