Der Susan-Effekt (eBook)

Roman

Peter Hoeg

Übersetzung: Peter Urban-Halle

eBook EPUB
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Susan ist Experimentalphysikerin, hantiert gern mit dem Brecheisen und bäckt nachts um drei Croissants für ihre Familie. Und sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Jeder, der mit ihr spricht, wird absolut aufrichtig. Jetzt... (weiter)

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AutorIn Peter Hoeg
Übersetzung Peter Urban-Halle
EAN 9783446250024
Sprache deutsch
erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erstverkaufsdatum 27.07.2015
Stichwörter Bestseller
Dänemark
Familie
Naturwissenschaft
Thriller
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Kopierschutz social-drm
Veröffentlichungsjahr 2015
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Kühl
»Was liest Du?«-Rezension von Steffi, am 13.01.2016

Die dänische Familie, um die es in dem Roman geht, ist wirklich etwas ungewöhnlich. Die Mutter, Susan, ist Experimentalphysikerin. Ihr Mann Laban ist Musiker, genauer gesagt Komponist. Gemeinsam haben sie fast erwachsene Zwillinge Harald und Thit.
Die Familie reist nach Indien um dort Urlaub zu machen. Doch irgendwie schaffen es alle Familienmitglieder sich strafbar zu machen und im Gefängnis zu landen. Doch dann eilt ihnen der dänische Staatssekretär Torkild Hegn zur Hilfe und bietet Susan einen Deal an. Die Familie kommt heil aus der Sache heraus wenn die Mutter ihren Effekt einsetzt um einer geheimen Zukuftskommision Informationen zu entlocken. Dieser Effekt bewirkt nämlich, dass Menschen, die sich in Gegewart der Experimentalphysikerin befinden die Wahrheit erzählen. Ungefragt und ohne Zusammenhang treten im Alltag Personen auf die Frau zu und teilen ihr Dinge aus ihrem Leben mit. Einfach so. Aber nun soll sie diese "Gabe" gezielt einsetzen. Susan lässt sich auf den Handel ein und für alle Beteiligten beginnt eine Jagd ums Überleben.

Peter Hoegs Erzählstil ist zwar flüssig und verständlich, doch man muss dabei bleiben. Man sollte sowohl Zeit als auch Ruhe haben sich der Handlung widmen zu können. Hat man das nicht, "fliegt" man schnell aus der Geschichte. Zusammenhänge sind dann schwerer zu verstehen. So erging es zumindest mir an manchen Stellen.
Die Protagonisten wirken kühl. Sie erschienen mir sehr rational, nüchtern und wenig bis gar nicht gefühlsbetont. Eine Freundin von mir würde sagen es geht ihr um Fakten, Fakten, Fakten und nicht um ausschweifendes "Blabla". Das soll aber nicht heißen, dass die Charaktere des Autoren gefühlskalt wären. Sie wirken zwar distanziert, doch kann man als Leser sehr wohl spüren welche Not, Angst aber auch Freude z.B. hinter manchen Äußerungen steckt.
Ich muss gestehen, dass während des Anfangsteil der Geschichte viele Fragezeichen über meinen Kopf schwebten. Glücklicherweise hat sich das dann allerdings gegeben und es wurde alles, aus meiner Sicht, logischer. Dennoch befürchte ich, dass einem einige Sachverhalte bzw. Zusammenhänge während des ersten Lesens entgehen. Es steckt so viel in dem Roman, das man ihn sich vermutlich öfter zu Gemüte führen muss.

Fazit:
Eine kühle Dystopie, die seine Leser herausfordert. Doch wer durchhält und sich nicht zu schade zum Denken ist, wird mit einer interessanten Geschichte belohnt.

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Humorvolle Jonglage zwischen Poesie, Fantasy und Horror.
»Was liest Du?«-Rezension von sursulapitschi, am 14.09.2015

Dieses Buch ist ein harter Brocken.
Susan ist Ausnahmephysikerin, attraktiv, kühl, souverän, ziemlich abgebrüht und Superkräfte hat sie auch. Wer in ihre Nähe kommt fühlt sich verpflichtet, die Wahrheit zu sagen.
Um einer Haftstrafe zu entgehen, übernimmt sie den Auftrag, heikle Informationen zu beschaffen und gerät dabei immer tiefer hinein in tödliche Machenschaften.

Susan ist Wissenschaftlerin mir Leib und Seele und so spricht sie auch. Sie analysiert alles, auch Zwischenmenschliches, und berichtet darüber mit einem Humor, der so trocken ist, dass es staubt. Nach den ersten 50 Seiten dachte ich: Ich habe keine Ahnung worum es geht, aber ich amüsiere mich dabei.

„Angeblich gibt es Unmengen von Geschichten, aus Kunst und Religion und anderen unzuverlässigen Quellen, von Leuten, die das ein oder andere erlebt haben und zu irgendeinem Phänomen der Festkörperphysik erstarren. Ginge man der Empirie nach, würde man vermutlich entdecken, dass die Wirklichkeit hinter diesen Übertreibungen so aussieht, dass die Betreffenden einen Kuss bekommen haben. Einen von der unerwarteten und paralysierenden Sorte.“

Susans Geschichte bringt einen schnell an seine Grenzen. Da ist einiges zu verdauen, was man absurd finden könnte, wenn sie es nicht meistens wissenschaftlich belegen würde. Ihre Familie hat ähnliche Kräfte wie sie, ihr Mann und ihre zwei Kinder. Wen sie gemeinsam aufs Korn nehmen, der hat keine Chance. Die fantastischen Vier.
Sie deckt weltweite politische Verwicklungen größerer Tragweite auf, in die auch ihr verschwundener Vater verwickelt ist. Leider habe ich davon nur die Hälfte verstanden. Man muss Susans sehr wissenschaftliche Sprache, haufenweise dänische Namen und Orte und die Zusammenhänge verschiedenster weltpolitischer Ereignisse in den letzten 40 Jahren unter einen Hut bringen und dann noch im Zusammenhang mit Susans Lebensgeschichte sehen. Das ist schon anspruchsvoll.

Vielleicht würde man sich wünschen, dass Herr Høeg hier und da etwas gnädiger mit seinen Lesern umgehen würde. Beispielweise tun die Verwicklungen in Indien, die dazu führen, dass alle vier Familienmitglieder polizeilich gesucht werden und das auch noch aus unterschiedlichen Gründen, überhaupt nichts zur Sache, geben aber glatt 100 Seiten lang Rätsel auf.

Es hat mir großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Allerdings sollte man sich nicht allzu sehr an Realismen klammern. Es ist ein Wissenschaftsthriller mit fantastischem Einschlag, der gegen Ende sogar eine dystopische Note bekommt. Eine sehr humorvolle Jonglage zwischen Poesie, Fantasy und Horror.

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Susan ist Experimentalphysikerin, hantiert gern mit dem Brecheisen und bäckt nachts um drei Croissants für ihre Familie. Und sie hat eine außergewöhnliche Gabe: Jeder, der mit ihr spricht, wird absolut aufrichtig. Jetzt soll sie einem hochrangigen Justizbeamten ein geheimes Protokoll beschaffen: Ein Gremium hochkarätiger Wissenschaftler erforscht die Gefahren der Zukunft. Doch plötzlich kommt ein Mitglied nach dem anderen auf grausame Weise um. Mit irrwitzigen Einfällen, technischem Know-How und ihrem einzigartigen Effekt kämpft Susan darum, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Ein phantastischer Pageturner mit einer unschlagbaren Heldin.

Peter Høeg, 1957 in Kopenhagen geboren, ist mit dem Roman Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Hanser 1994) zum internationalen Bestsellerautor geworden. Bei Hanser liegen außerdem vor: Vorstellung vom zwanzigsten Jahrhundert (Roman, 1992), Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (Roman, 1995), Die Liebe und ihre Bedingungen in der Nacht des 19. März 1929 (Erzählungen, 1996), Die Frau und der Affe (Roman, 1997), Das stille Mädchen (Roman, 2007), Die Kinder der Elefantenhüter (Roman, 2010) und Der Susan-Effekt (Roman, 2015).Peter Høeg lebt in der Nähe von Kopenhagen.

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