Der Turm der Welt

Der Turm der Welt (Buch)

Roman

Buch
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Die ganze Welt schaut auf Paris. Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint... (weiter)

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Details
AutorIn Benjamin Monferat
Seiten 697
EAN 9783805250931
Sprache deutsch
erschienen bei Wunderlich Verlag
Erscheinungsdatum 09.2016
Stichwörter Paris
europäischer Friede
Eiffeltumr
technische Innovation
Intrigen
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 26 Meinungen

davon Rezensionen:
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davon Bewertungen:
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Kriminalistischer Ausflug auf die Pariser Weltausstellung
»Was liest Du?«-Rezension von Fornika, am 09.10.2019

Die letzten Tage der Weltausstellung in Paris sind nicht nur geprägt vom fulminanten Abschluss der großartigen Ausstellung, sondern auch vom Mord an zwei Geheimagenten. Ausgerechnet auf dem Gelände der Exposition! Als wäre das nicht schlimm genug, werden die Ermittlungen durch das fehlende Vertrauen und die Verachtung der großen europäischen Mächte füreinander behindert. Jeder geht seinen eigenen Spuren nach, und natürlich ist der verhasste Nachbar erst mal der Hauptverdächtige. Doch nur noch knapp zweieinhalb Tage bleiben, um größeres Übel zu verhindern.

Monferat lässt in seinem Roman das Paris der Weltausstellung lebendig werden. Flair, Atmosphäre und Bilder stimmen, neben dem Mordfall bleibt viel Zeit um die Exposition zu genießen. Natürlich kennt jeder den Eiffelturm, aber was die Ausstellung sonst noch zu bieten hatte, das wird dem Leser immer wieder wie nebenbei vor Augen geführt. Gut beschrieben ist aber nicht nur die Ausstellung, sondern auch die angespannte politische Lage. Bismarcks Spiel mit den fünf Kugeln, das Misstrauen der Nationen, spiegelt sich in der fehlenden Zusammenarbeit der beteiligten Ermittler und Geheimdienste wider. Daraus ergeben sich natürlich einige Handlungsstränge und viele Charaktere, was aber nicht in Verwirrung endet, sondern dafür sorgt, dass man erst recht noch weiterlesen muss. Ich mochte die Figuren unterm Strich recht gerne, gerade die Legende des französischen Geheimdienstes Marais hat mich mit seiner unkonventionellen Art überzeugt. Auch der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, und so waren die zweieinhalb Tage bis zum Finale der Ausstellung circa ebenso schnell gelesen. Ein wirklich schöner historischer Krimi mit Mehrwert.

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Spannend: Der Turm der Welt
»Was liest Du?«-Rezension von florinda, am 09.07.2017

Nach "Welt in Flammen" ist "Der Turm der Welt" der zweite spannende Roman von Benjamin Monferat, hinter dem sich eigentlich der bekannte Autor historischer Romane, Stephan M. Rother, verbirgt, welcher explizit darauf Wert legt, dass seine beiden unter Pseudonym erschienenen Romane eben gerade keine historischen Romane sind. Hier geht es um die Pariser Weltausstellung rund um den Eiffelturm in den letzten Tagen des Oktobers 1889. Diverse Geheimdienstmitarbeiter wuseln durcheinander auf der Jagd nach Attentätern, Saboteuren und Gegenagenten. Die Hocharistokratie, Halbweltdamen, geniale Erfinder, Jack the Ripper und Buffalo Bill mit seiner Wild West-Show finden Erwähnung oder befinden sich sogar auf der Besetzungsliste. England, Frankreich, Preußen, Russland und Karpathien sind die vorrangig vertetenen Nationen. Ausführliche Orts- und Zeitangaben sind jedem Kapitel vorangestellt. Das Ende war mir beinahe zu komplex, wenn auch in sich logisch nachvollziehbar.

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Die ganze Welt schaut auf Paris. Oktober 1889: Die Pariser Weltausstellung geht dem Ende zu. Millionen von Menschen strömen in die Lichterstadt, um Zeuge des Spektakels zu werden. Die brisante internationale Lage scheint für einen Augenblick vergessen. Und doch würde gerade hier, im bunten Gewimmel der Nationen und Interessen, ein Funke genügen, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Ausgerechnet da werden zwei Ermittler des französischen Geheimdienstes tot aufgefunden - sie waren einer Verschwörung auf der Spur. Was niemand weiß: Die Zukunft Europas ist mit dem Schicksal einiger Besucher der Ausstellung eng verknüpft: Eine französische Adelige - Königin der Pariser Salons - fürchtet um ihr Geheimnis: dessen Enttarnung würde weit mehr als nur einen gesellschaftlichen Skandal bedeuten. Ein deutscher Offizier, unterwegs in einer sehr persönlichen Agenda, wird zum Spielball der Großmächte. Ein junger Fotograf schließt einen folgenschweren Pakt, um das Herz seiner großen Liebe zu gewinnen. Ist die bildschöne Kurtisane in Wahrheit eine Spionin? Schließlich versammelt sich alles, was Rang und Namen hat, an der Spitze des Eiffelturms, um das Abschlussfeuerwerk zu bestaunen. Wann wäre der Zeitpunkt für einen Anschlag besser gewählt, um die Welt im Chaos versinken zu lassen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: zu Lande, zu Wasser - und in der Luft ...

Monferat, Benjamin Benjamin Monferat ist ein Pseudonym, hinter dem sich der deutsche Autor Stephan M. Rother verbirgt. Als Schriftsteller und Historiker hat er sich ganz der Geschichte verschrieben - in all ihren Bedeutungen. Neben einem Kleinbahnhof an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, gehört das Schnaufen historischer Dampflokomotiven zu seinen ältesten Erinnerungen. Die Lebensgeschichte seines Großvaters, der im Dritten Reich am Bau luxuriöser Salonwagen beteiligt war und gleichzeitig tätigen Widerstand gegen das Regime übte, war einer der Impulse, aus denen heraus «Welt in Flammen» entstand.