Der dunkle Garten (Taschenbuch)

Roman

Tana French

Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Taschenbuch
Für Bewertung bitte einloggen!

Identität, Erinnerung und Mord: der neue große Roman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin. "Tana Frenchs bisher bestes Buch: Krimi, Familiengeschichte, psychologische Studie. Spannend, berührend und beunruhigend bis... (weiter)

€ 16,99 *
Preis
inkl MwSt.

  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Tana French
Übersetzung Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Seiten 656
EAN 9783651025622
Sprache deutsch
erschienen bei FISCHER Scherz
Erscheinungsdatum 01.2019
Ursprungstitel The Wych Elm
Stichwörter Dublin
Suter
Neuerscheinung
Mystery
Tartt
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3.3 | 40 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 3.7 |  13 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 3.1 |  27 Bewertungen

5 Sterne
4 Sterne
( 9 )
3 Sterne
( 2 )
2 Sterne
1 Stern

Endlich mal wieder ein Krimi, der Spaß macht! Endlich Tana French!
»Was liest Du?«-Rezension von Lelu, am 14.02.2019

Toby ist ein Sonnyboy. Ende zwanzig, beliebt, im Job angekommen, mit der wunderbaren, immer positiven, lachenden Melissa zusammen. Das Leben läuft gut, gerade so gut, dass er sich nicht allzu sehr ins Zeug legen muss. Es passiert halt, meint es gut mit ihm und Toby geht einfach mit. Er ist ein "Glückskind" - wie er selbst erkennt, aus dem Rückblick.
Schon der Anfang, die ersten Sätze lassen einen Abgrund erwarten, ein Ereignis, das alles durcheinander bringen wird bzw. gebracht hat. Aber kommt Zeit, kommt Rat. Erst einmal wird dem Leser ein ausgiebiger Blick in Tobys Leben gewährt. Und der Leser merkt schnell: Er ist sympathisch, ohne richtig sympathisch zu sein. Tana Frenchs Sprache schafft genau das, was Toby selbst immer wieder erkennen muss: Die Leute mögen ihn einfach. Umso schockierender wirkt die Nacht, in der er Opfer eines Einbruchs und Überfalls wird: Für Toby allein schon deshalb , weil es nicht zu seinem perfekten, einfachen Leben passt, aber auch, weil mit einem Mal ein Zug in die Handlung kommt, die im starken Kontrast zu dem bisherigen ruhigen Kennenlernen steht. Und hatte man als Leser zu Beginn schon keine Ahnung, wohin die Reise geht, so steht man danach nur noch ratloser dem Plot gegenüber. Der Rote Faden des einfachen Lebens dröselt langsam auf und plötzlich stehen genauso viele neue Rästel im Raum, wie sich das Figurenensemble erweitert. Es ist ein guter Kniff, dass der Protagonist, dessen Erinnerungen der Leser ganz offensichtlich folgt, sich nicht mehr hundertprozentig auf diese verlassen kann. Und es sind genau diese Ungewissheiten, die nicht nur Toby zweifelns und verzweifeln lassen, sondern auch mich, den Leser, an die Geschichte binden!
Und so beginnt die Suche nach der Wahrheit.
Das erfolgt - zugegebenermaßen - in aller Ruhe. Große Action ist (mit wenigen Ausnahmen) nicht das Aushängeschild dieses Romans. Das geben für mich aber allein schon Tana Frenchs Sprache und ihr Stil - die Liebe zum Detail, die bildlichen, gut vorstellbaren Beschreibungen, die psychologischen Studien - nicht her. Es ist aber meines Erachtens gerade das große Plus des Romans, dass die Autorin ein Händchen dafür hat, Figuren zu kreieren und nicht nur Typen abzubilden und sie in eine eigentümliche, jedoch unglaublich realistische Dynamik zu setzten. Ein buntes Sammelsurium von Menschen und jeden schließt der Leser augenblicklich in sein Herz, auch deshalb, weil sie Schwächen haben und man vermeintlich glaubt, eben jene Tante auch in der eigenen Verwandtschaft wiederfinden zu können. Nicht zu übertrieben, nicht zu außergewöhnlich. Irgendwie herzlich, während man gleichzeitig froh ist, wenn man wieder mit Toby alleine ist. Und auch deswegen bleibt man bis zum Schluss im Dunkeln, allein (mit Toby) und betrachtet ratlos die vielen Roten Fäden.

Insgesamt ist der Roman für mich wie Irland: Herzlich und wunderbar, ohne dass man so ganz genau sagen kann, woran es eigentlich liegt. Aber es gibt auch dunkle Flecken und Abgründe, je tiefer man gräbt: Dieses Mal an genau den Stellen, an denen der Plot Fahrt aufnehmen wollte und Action eingebaut hat. An diesen Stellen wirkte er zu konstruiert, sodass sich die Fiktion dem Leser förmlich aufdrängte. Es ist zum Glück selten der Fall, aber für mich hätte noch da, darauf verzichtet werden können. Deswegen gibt es einen halben Punkt Abzug. Ansonsten hat der Roman mich zu einem absoluten Tana French Fan gemacht und ich freue mich schon, auch die anderen Romane von ihr zu lesen!

mehr zeigen ...

Der Dunkle Garten
»Was liest Du?«-Rezension von nasa, am 14.02.2019

Der dunkle Garten von Tana French war mein erster Roman der Autorin. Ich muss sagen das es mir ehrlich gesagt sehr schwerfiel dieses Buch zu lesen. Die Autorin gebraucht eine sehr detaillierte und bildliche Sprache. Das Buch brauchte gut 100 Seiten bis das Buch an Fahrt aufnahm. Flachte zwischendrin immer wieder ab durch sehr langatmige Familienszenen.

Für Toby Hennessy scheint ein sehr unbeschwertes Leben zu führen. Er hat einen tollen Job, keine Geldprobleme und eine nette Freundin. Doch dann ändert sich plötzlich alles, als er in seiner Wohnung überfallen wird und nur knapp überlebt. Von nun an kann er sich nicht mehr auf sein Gedächtnis verlassen, es fehlen immer wieder mehrere Erinnerungen. Da sein Onkel Hugo schwer erkrankt ist, flüchtet Toby zu ihm ins Ivy House um seinen Onkel zu unterstützen und sich selbst zu pflegen. Doch der Garten birgt ein tödliches Geheimnis.

Wie schon gesagt gefiel mir der Schreibstil nicht ganz so gut. Es war alles sehr langatmig und detailliert. Für mich hätte es von allem etwas weniger sein können und von der Spannung etwas mehr. Bis diese wirklich aufkam war sie auch wieder weg. Was mir auch negativ aufgefallen ist, waren die oft sehr vulgären Wörter und auch die ganzen Drogen und Alkohol Exzesse waren für mich nicht nötig und gehörten für mich nicht in das Buch.

Die Protagonisten waren mir alle unsympathisch und ich bin mit keinem wirklich warm geworden. Toby war mir anfangs zu überheblich und hat sich dann zu sehr in die Opferrolle ergossen. Hugo war ansatzweise sympathisch hat diese aber eingebüßt durch eine seiner Handlungen. Susanne war mir zu manipulativ und Leon war mir zu durchgedreht.

Alles in allem eher ein schwacher Krimi mit sehr viel Familiengeheimnissen, der sehr langatmig war. Ich habe mich teilweise durch die Seiten gequält. Auch war mir das Ende zu konstruiert und zu unglaubwürdig. 

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Identität, Erinnerung und Mord: der neue große Roman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin. "Tana Frenchs bisher bestes Buch: Krimi, Familiengeschichte, psychologische Studie. Spannend, berührend und beunruhigend bis zum Schluss." hr2 Kultur Toby Hennessy, 28, führt ein unbeschwertes Leben in Dublin. Bis er eines Nachts in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen wird. Toby überlebt nur knapp, kann sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen. Er flüchtet sich in das "Efeuhaus" - das alte Anwesen der Familie, wo er sich um seinen sterbenden Onkel Hugo kümmern soll. Doch der dunkle Garten des Hauses birgt ein schreckliches Geheimnis. "In der besonderen Zone zwischen Spannung und Literatur, mit einer Sprache wie Satin, ein Glücksfall für den Leser." Stephen King Von der international gefeierten irischen Schriftstellerin Tana French, Autorin von "Grabesgrün", "Totengleich", "Geheimer Ort".

French, Tana »Pflichtlektüre für alle, die unnachgiebige Intelligenz und raffinierte Plots zu schätzen wissen«, sagt die New York Times über Tana French. Die irische Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet; ihre Romane und ihre Kriminalliteratur stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Tana French wuchs in Irland, Italien und Malawi auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Trinity College und arbeitete für Theater, Film und Fernsehen. Mit ihrer eindrücklichen Sprache zeichnet sie markante Porträts der irischen Gesellschaft und schaut tief in die Seelen von Tätern, Opfern, Ermittlern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im nördlichen Teil von Dublin.