Der gute Mensch von Assuan

Der gute Mensch von Assuan (eBook)

eBook EPUB
Für Bewertung bitte einloggen!

Berlin-Kreuzberg, Anfang 2015: Durch Zufall lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den aus dem Senegal geflohenen Souliman Traoré kennen. Bald erfährt er, wie kurzsichtig man in Deutschland mit... (weiter)

€ 15,99 *
Preis
inkl MwSt.

  • sofort lieferbar
  • Dies ist ein Download

Details
AutorIn Peter S. Kaspar
EAN 9783943709162
Sprache deutsch
erschienen bei Carpathia Verlag
Erstverkaufsdatum 13.04.2017
Stichwörter Berlin
Berlin-Kreuzberg
Flucht
Flüchtling
Frontex
Leseprobe Leseprobe öffnen
Weitere Informationen
Dies ist ein Downloadprodukt
Kopierschutz no-drm
Dateigröße 2.16 MB
Veröffentlichungsjahr 2017
Rezensionen
eBook-Hilfe
Gesamtmeinung:
Ø5 | 3 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 5 |  2 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 5 |  1 Bewertung

5 Sterne
( 1 )
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Stern

Mayersche-Rezension von Frenzy, am 10.01.2018

Es ist Anfang 2015, die Flüchtlingskrise ist noch nicht ganz gestartet, da lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den Flüchtling Souliman aus dem Senegal kennen. Das Thema Flüchtlinge in Deutschland beschäftigt von nun an auch Mansur, der sich vor allem über die fehlenden Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten der neuankommenden Flüchtlinge wundert. Und Mansur hat eine Idee, er baut in einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern Möglichkeiten, um Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Doch schnell kommen auch die Kritiker, allen voran die nationale Kameradschaft. Kann Mansur seinen Plan umsetzen? Der Autor greift in seinem Buch, ein zum damaligen Zeitpunkt, sehr aktuelles Thema auf. Es gab immer wieder Diskussionen darüber, ob und warum Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen bzw. sich überhaupt für den Arbeitsmarkt qualifizieren oder Deutschkurse besuchen dürfen. Mittlerweile hat sich in diesem Hinblick nochmal einiges geändert. Der Autorin geht dieses Thema auf besondere Art und Weise an, indem er eine fiktive Geschichte erzählt, in der die Idee eines Mannes die Lösung für das Problem sein soll. Dadurch will er zum Nachdenken anregen-über Missstände, Möglichkeiten, aber auch das Flüchtlingsthema allgemein, Intoleranz bzw. Nazis aber auch andere Kritiker. Im Buch begegnet man Mansur, einem reichen Geschäftsmann, der mit seinen Ideen schon mehrere Städte aufgebaut hat. Er hat zum einem eine sehr weiche und sympathische Seite, meist aber kommt seine Geschäftsmann-Seite zum Vorschein. Mansur hat das Geld und prahlt in gewisser Weise damit und kauft sich all die Dinge, die er für seine Stadt oder sein und das Glück seiner Freunde benötigt. Doch wie viele Einzelpersonen gibt es die ihm ähnlich sind, die wenigsten würden wohl Städte aus ihren finanziellen Mitteln aufbauen. Der Flüchtling Souliman wird schnell zum Symbol für viele Flüchtlinge, seine Fluchtgründe werden erläutert, ebenso ist ihm auf der Flucht schlimmes passiert, in Deutschland darf er nichts und landet in Berlin auf der Straße, wo er Drogen verkauft. Doch dank Mansur kann Souliman Verantwortung übernehmen, ihn unterstützen und seine eigenen Träume weiter leben. Ihn mochte ich am meisten im Buch, da er ein herzensguter Mensch ist. Und dann gibt’s da noch die Nationale Dorfbewegung, die gegen das Projekt kämpfen will, es werden viele Vorurteile ihnen gegenüber bedient, sie attackieren das Projekt und werden am Ende doch ein Teil davon. Doch wie realistisch ist dies? Allgemein ist für mich schwierig das Buch als Fiktion anzusehen, ich suchte immer wieder nach dem Stück, das man im realen Leben umsetzen kann. Das war leider das Buch durchweg noch in meinem Kopf verankert, sodass das Buch eine schöne Geschichte war, aber sie hat mir selbst keine neuen Erkenntnisse oder Gedanken gebracht. Der Schreibstil des Autors hat mir weitestgehend gut gefallen. Vor jedem Kapitel hat er Zitate vorangesetzt, die passend zum jeweiligen Kapitel gewählt wurden. Das Buch war angenehm zu lesen, die Sprache an manchen Stellen aber etwas schwer, da der Autor auch viele alte Worte nutzte. Ansonsten ließ es sich gut lesen und ich fand es trotz meiner Kritik interessant, was passiert, auch wenn die kleinen Zweifel immer wieder kamen. Ein Buch, das die Qualifizierung von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt von einer anderen Perspektive und durch fiktive Charaktere und Ideen beschreibt, aber gleichzeitig zum Nachdenken anregen und den Leser ein Stück weit mutiger werden lassen soll.

mehr zeigen ...

Stupor Mundi … eine geniale Idee!
»Was liest Du?«-Rezension von engi, am 30.12.2017

Schon der Klappentext machte mich unheimlich neugierig, denn hier schien es sich um ein mehr als brisantes Thema zu handeln, das uns inzwischen alle angeht. Der mir bis dahin unbekannte Journalist und Autor Peter S. Kaspar hatte es sich zur Aufgabe gemacht, genau dieses Thema zu einem spannenden Roman zu verarbeiten, den ich gegen Schluss fast nicht aus der Hand legen konnte. Er muss eine sehr ausführliche Recherche betrieben haben, denn ich konnte aus diesem Buch unheimlich viel zur Flüchtlingspolitik lernen und mitnehmen. Er beleuchtet diese aus verschiedenen Blickwinkeln, nämlich aus der der Flüchtlinge selbst, aus der der Politiker, aus der der Neonaziszene und natürlich aus Sicht des Milliardärs Mansur Ghali, dem der tatsächlich lebende reiche Ägypter Samih Sawiris Modell gestanden hat. Mansur schert sich wenig um Regeln und Gesetze und möchte mit seinem Geld Gutes tun um den lernwilligen und wissbegierigen Flüchtlingen Hoffnung und Aussicht auf ein neues erfülltes Leben zu geben. Die Grundidee ist phantastisch und scheint auch nach anfänglichen Schwierigkeiten zu funktionieren. Jedoch machen sich von außen schnell Neid, Hass und Missgunst breit, an denen das Projekt zu scheitern droht. Während sich Beide, Neonazis und Refugees zu arrangieren scheinen, können die Politiker schwer über ihren Schatten springen …
Die recht lockere Art zu schreiben, macht den Roman zum reinen Lesevergnügen mit einem tollen Lerneffekt. Er macht aber gleichzeitig auch betroffen, dass so viele Unternehmungen zum Thema Flüchtlinge schlichtweg an der Politik und den hiesigen Regeln und Gesetzen scheitern. Für mich ist dieses Buch Pflichtlektüre für alle, die hierzu Entscheidungen fällen, seien sie offizieller oder privater Natur. Hier wird oft vorschnell ge- und verurteilt. Dieses Buch könnte so manchem die Augen öffnen. Von mir bekommt es eine absolute Leseempfehlung. Ein Jeder bilde sich nach gelesener Lektüre seine eigene Meinung.

mehr zeigen ...

Berlin-Kreuzberg, Anfang 2015: Durch Zufall lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den aus dem Senegal geflohenen Souliman Traoré kennen. Bald erfährt er, wie kurzsichtig man in Deutschland mit Flüchtlingen umgeht: Statt das Potential teilweise gut ausgebildeter Fachkräfte zu nutzen, werden die Neuankömmlinge mit einem Arbeitsverbot belegt und müssen in Flüchtlingsunterkünften ausharren. Mansur, der sein Geld mit dem Bau ganzer Städte verdient, beschließt, das Problem auf seine Art anzugehen: In einem heruntergekommenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern beginnt er, Flüchtlinge anzusiedeln und für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Doch das ambitionierte Unterfangen ist alles andere als legal und ruft bald die Mitglieder einer ortsansässigen Kameradschaft auf den Plan, die ihre »national befreite Zone« gefährdet sehen. Auch in der Berliner Lokalpolitik bleibt das Projekt nicht unbemerkt, und bald droht seiner Komplizin, der Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, das Ende ihrer Karriere. Peter S. Kaspars Roman ist eine spannende Parabel auf die deutsche Flüchtlingspolitik und zugleich ein flammendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Sie benötigen Hilfe bezüglich eBooks und den Dateiformaten?
Besuchen Sie unsere Hilfeseite!